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Posts Tagged ‘NZZ’

Erderwärmung, Corona-Pandemie, Finanzkrisen, politische Disruption und kultureller Identitätsverlust – moderne Zeiten waren schon immer Krisenzeiten. Die Überlagerung multipler Problemherde aber überfordern unsere Gesellschaft zunehmend. Hinzu kommt, dass die Sinn- und Glücksressourcen des Fortschritts erschöpft scheinen: Zukunft bedeutet nicht länger Verheissung, sondern Bedrohung. Wie finden wir den Ausweg aus dieser unerquicklichen Gemengelage? Mit dem Historiker und Zeitdiagnostiker Philipp Blom spricht NZZ-Chefredaktor Eric Gujer über die Krise der Aufklärung und Wahrheit.

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Carl Gustav Jung gilt auch fünfzig Jahre nach seinem Tode als bekanntester Schweizer Psychiater und Psychotherapeut. Seine herausfordernde Lehre beruht auf inneren Erfahrungen und stellt ein Gegengewicht zur in der Psychotherapie noch vorherrschenden Orientierung am Visualisierbaren und Messbaren dar. Von Daniel Hell. 

Die Psychotherapieforschung weist darauf hin, dass die allgemeinen Wirkfaktoren einer Psychotherapie vor allem von der positiven Gestaltung der therapeutischen Beziehung, der Akzeptanz der hilfesuchenden Person und der Aktivierung ihrer vorhandenen Ressourcen abhängen. Erst wenn diese generellen Voraussetzungen erfüllt sind, stellt sich die Frage, welche Therapieform welchem Menschen mit welchem Problem am besten entgegenkommt. Demgegenüber hat sich die ältere Frage, ob nämlich eine Therapieform generell besser ist als eine andere, als unerheblich erwiesen. NZZ

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Kürzlich stellte der Festkörperphysiker Roland Wiesendanger eine Hypothese auf: SARS-Cov-2 stammt nicht aus der Natur, sondern ist ein gentechnisches Laborprodukt. Damit sorgte er für beträchtlichen Wind, nicht nur in der Wissenschaft, sondern vor allem in den Medien. Wie stichhaltig die Hypothese ist, sei hier dahingestellt. Wichtig ist sie auf jeden Fall, aus mindestens drei Gründen. – kaeser-technotopia.blogspot.com

 

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Mary Shelleys «Der letzte Mensch»

Die Idee der Selbstauslöschung ist in ihrem Ursprung «romantisch». Ein sehr schönes Beispiel liefert Mary Shelley, die «Mutter» von Frankensteins Monster. 1826 erschien ihr Roman «The Last Man». Ein geradezu beklemmend seherisches Werk. Shelley schildert darin eine futuristische Zivilisation gegen Ende des 21. Jahrhunderts. In Konstaninopel (sic) bricht eine tödliche Pest aus, die sich schliesslich über den ganzen Planeten ausbreitet. Emigrantenströme überfluten Westeuropa. Der Handel zwischen England und Amerika, Indien, Ägypten und Griechenland kollabiert. Nach und nach scheitern alle wissenschaftlichen Pläne zur Eindämmung der Seuche. Schliesslich müssen sich Regierungen und ihre Beraterstäbe eingestehen, dass sie nicht fähig sind, die zivilisierten Widerstandskräfte den «Konvulsionen der physischen Natur» entgegenzusetzen. Die Zivilisation implodiert. – kaeser-technotopia.blogspot.com

Dr. Eduard Kaeser (…) Thematisch dreht sich meine Schreibarbeit um zwei Gravitationszentren: Um die Möglichkeit einer Anthropologie – eines menschenmöglichen Lebens – in einer Welt der Geräte; und um die Möglichkeit eines lebbaren Universalismus in einer multikulturell fragmentierten Welt. 

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NZZ, 16.1.2021. Fragen aus der Beklemmung des Lockdowns: Isaac Asimov, der hellsichtige Visionär unter den Science-Fiction-Autoren, schildert in seinem Roman „Die nackte Sonne“ eine zukünftige Zivilisation auf dem Planeten Solaria, wo die Zahl der Computer und Roboter die Zahl der Menschen um das Zehntausendfache übertrifft. Solarianer meiden physischen Kontakt und Gruppenbildungen – sie haben eine Agoraphobie. Kommuniziert wird deshalb nicht mehr von Angesicht zu Angesicht, sondern nur noch über holografische Telepräsenz. In Solaria ist es ebenso leicht, einen Kontakt über eine grosse Distanz wie in der Nachbarschaft zu knüpfen, oder genauer: den Unterschied gibt es nicht mehr, nur noch virtuelle Bekanntschaften…,.. Filosofaxen

 

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Im Oktober 1850 erschien in der französischen Zeitung „La Presse“ ein Artikel des Journalisten und Politikers Jules Allix. Er pries darin seinen Zeitgenossen den sogenannten „pasilalinisch-sympathetischen Kompass“ an, eine kuriose drahtlose Informationsübermittlung zwischen – Schnecken. Schnecken würden, gemäß einer Theorie von zwei Esoterikern, nach der Paarung ein feinstoffliches Medium absondern, das sie zeit ihres Lebens telepathisch verbindet, über beliebige Distanzen hinweg. –

Information und Netzwerk sind zu Leitmetaphern – Paradigmen – unseres Zeitalters geworden. Leben ist nicht bloß Stoffwechsel, Leben ist ein semiotischer Prozess, ein permanenter vernetzter Informationsfluss zwischen Organismen. Die Buttersäure, die ich ausdünste, ist für die Zecke Information, sich auf mich fallen zu lassen; das Nashorn, das im Kot seines Artgenossen schnüffelt, „liest“ Informationen über die Paarungsbereitschaft heraus; Glühwürmchen blinken, Heringe furzen sich, Flusskrebse pinkeln sich gegenseitig Informationen zu. –

Es gibt kein „Ausserhalb“ der Information, weder in Kultur noch Natur.

Von Filosofaxen

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Spektakuläre Mikroskopaufnahmen machen die unheimliche (?) Welt der Insekten sichtbar. Insekten stellen über 80% aller Tierarten und doch nehmen wir sie nur am Rand wahr. Zum Beispiel wenn sie Krankheiten übertragen und unsere Kulturpflanzen schädigen.

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Das Geschlecht ist bloss eine Konstruktion, und jede Meinung wird wahr, wenn sie nur oft genug geteilt wird: Der Realitätssinn hat nicht gerade Hochkonjunktur. Eine Widerrede.

Die kürzeste Kritik der Dummheit bietet ein Capricho Francisco de Goyas. Ein grosser Esel unterrichtet kleine Esel. «Ob der Schüler wohl mehr wissen wird?», lautet die Legende…,.. NZZ

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Die alternative Online-Plattform bringt Künstlern und Fans näher zusammen. Das ist in der Pandemie ein grosser Vorteil.

Der kalifornische Online-Musikdienst Bandcamp war schon lange vor den Corona-Zeiten eine phantastische Spielwiese für Songwriter, Bands und Musikliebhaber. Von vielen Musikern wird er den einschlägigen Streaming-Diensten vorgezogen und als die attraktivere Einnahmequelle gelobt. Denn hier gibt es die Möglichkeit, sich eine loyale Hörerschaft aufzubauen und mit ihr zu kommunizieren. – NZZ

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