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Posts Tagged ‘Novelle’

Ö1 – Samstag, 27. November 2021 um 14:00 Uhr

Eine Feuersbrunst ist auf dem Jahrmarkt nahe einer fürstlichen Residenz ausgebrochen. Die Gesellschaft bei Hof fällt in Panik, weil Raubtiere freigekommen sind. Die Schausteller sind fremdartige Leute, die an ihren Tieren mit naturhafter Zärtlichkeit hängen, sie bangen um ihren kostbaren Besitz. Ein Tiger wird niedergeschossen, als er die Fürstin scheinbar in Gefahr bringt. Daß das Tier harmlos gewesen sein muß, erfährt die staunende Hofgesellschaft angesichts eines Löwen, den das Kind der Schausteller – unwissend und arglos – in natürlicher Zuwendung besänftigt. „Zu zeigen, wie das Unbändige, Unüberwindliche oft besser durch Liebe und Frömmigkeit als durch Gewalt bezwungen wird, war die Aufgabe“, schrieb Goethe 1827 nach Vollendung seiner „Novelle“.

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Bayern 2 – Sonntag, 20. Juni 2021 um 15:05 Uhr. Regie: Max Ophüls

Eine Feuersbrunst ist auf dem Jahrmarkt nahe einer fürstlichen Residenz ausgebrochen. Die Gesellschaft bei Hof fällt in Panik, weil Raubtiere freigekommen sind. Die Schausteller sind fremdartige Leute, die an ihren Tieren mit naturhafter Zärtlichkeit hängen, sie bangen um ihren kostbaren Besitz. Ein Tiger wird niedergeschossen, als er die Fürstin scheinbar in Gefahr bringt. Daß das Tier harmlos gewesen sein muß, erfährt die staunende Hofgesellschaft angesichts eines Löwen, den das Kind der Schausteller – unwissend und arglos – in natürlicher Zuwendung besänftigt. „Zu zeigen, wie das Unbändige, Unüberwindliche oft besser durch Liebe und Frömmigkeit als durch Gewalt bezwungen wird, war die Aufgabe“, schrieb Goethe 1827 nach Vollendung seiner „Novelle„.
Während der Emigration in Amerika las der Filmregisseur Max Ophüls Goethes Alterswerk aus dem Jahr 1826, dessen symbolträchtige Handlung um die Utopie einer gewaltlosen Beherrschung des Elementaren in der Natur wie in den menschlichen Temperamenten kreist. Was Ophüls damals wie ein magisches Gegenbild zu Krieg und Verfolgung im heimischen Europa erschien, hat ihn nicht mehr losgelassen. 1953 versuchte er, die Intensität seiner Lektüre- Erfahrung noch einmal mit den Erzählmitteln des Radios einzuholen: durch eine Art inszenierter Lektüre, die sich selbst illustriert – mit Musik, mit Geräuschen, mit Stimmen. Seine Baden-Badener Produktion wurde zum Prototyp des epischen Hörspiels, der Schule gemacht hat.

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Deutschlandfunk –  Samstag, 21. November 2020 um 20:05 Uhr, (angekündigte Länge: 115:00)

Und. Oder. Gleich:

Ein junger Schriftsteller aus Petersburg zieht sich zum Schreiben in ein abgelegenes Dorf zurück. Bei einem Jagdausflug trifft er auf Olessja, die mit ihrer Großmutter im unzugänglichen Sumpfgebiet in den Wäldern lebt, ausgestoßen aus der Dorfgemeinschaft und als Fremde und Hexe verschrien. Zwischen dem jungen Mann und der schönen Waldbewohnerin, die ihre Unabhängigkeit und ihr magisches Wissen aus der tiefen Verbundenheit mit der Natur bezieht, entsteht eine leidenschaftliche Liebe. Der Versuch, Gesellschaft und Liebesanspruch zu versöhnen, endet mit einem Desaster … Alexander Kuprin (1870- 1938) schrieb diese Novelle 1898 und wurde damit berühmt. – DLF

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Von Christoph Prochnow – 1912 auf dem Atlantik: Für die Lady im Sarg ist es die letzte Reise von Batavia nach Europa. Im Auftrag von Lord Hastings, der den plötzlichen Tod seiner jungen Frau restlos aufgeklärt wissen will, begleitet Privatdetektiv Livingston die Überfahrt. An Bord des Überseedampfers macht er den deutschen Arzt Dr. Brand ausfindig, der die Wahrheit kennen müsste, denn ihn hatte die sterbende Lady zu Hilfe gerufen. Welche tragischen Verstrickungen ihn jedoch mit dem Geheimnis der stolzen Schönen verbinden und ihn bis zum Äußersten treiben, wird man dem Ehemann kaum erklären können.

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Ich könnte auch sagen, ich wollte meine dramatische Novelle bevorworten, damit sie der Leser, oder ein edles Publikum so entgegen nehmen, daß höchst es die Geschichte selbst um so annehmlicher oder verständlicher finden, und sein Vergnügen daran sich heraus stellen möchte. – Es formirt sich bei uns nach und nach wieder ein solcher Kanzleistyl, der einem künftigen Gottsched von neuem zu thun geben wird, um ein einfaches gesundes Deutsch daraus wieder herzurichten.

https://gutenberg.spiegel.de/buch/die-vogelscheuche-7419/2

https://archive.org/details/schriften27tiecuoft/page/2

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Deutschlandfunk – Dienstag, 16. April 2019 – 20:10 Uhr

Während der Emigration in Amerika las der Filmregisseur Max Ophüls Goethes Alterswerk aus dem Jahr 1826, dessen symbolträchtige Handlung um die Utopie einer gewaltlosen Beherrschung des Elementaren in der Natur wie in den menschlichen Temperamenten kreist. Was Ophüls damals wie ein magisches Gegenbild zu Krieg und Verfolgung im heimischen Europa erschien, hat ihn nicht mehr losgelassen. 1953 versuchte er, die Intensität seiner Lektüre-Erfahrung noch einmal mit den Erzählmitteln des Radios einzuholen: durch eine Art inszenierter Lektüre, die sich selbst illustriert – mit Musik, mit Geräuschen, mit Stimmen.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/hoerspiel-novelle.3692.de.html?dram:article_id=443267

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„Das Meer lacht“. In einer weiten Küstenlandschaft lässt Gorki die Gestalten seiner Novelle auftauchen und agieren: «Keinen von euch liebe ich», sagt Malwa, die zentrale Figur in der Erzählung. Und… Der Beitrag Hörspiel: „Malwa“ von Maxim Gorki erschien zuerst auf radiohoerer – Der Blog für Radiotipps – und Jazzfans.

über Hörspiel: „Malwa“ von Maxim Gorki — radiohoerer

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„Später Ruhm“ von Arthur Schnitzler. Zum 75. Geburtstag von Helmut Peschina. Mit Joachim Bißmeier, Petra Morzé, Peter Simonischek, Michael Rotschopf, Michael Dangl, Matthias Mamedof, Florian Teichtmeister u.a., …

Die 2013 in Cambridge aufgefundene, ursprünglich verschollen geglaubte frühe Novelle Arthur Schnitzlers ist ein Porträt der literarischen Wiener Bohème der Jahrhundertwende. „Später Ruhm“, 1894 verfasst, zeigt auch die Ängste und Zweifel des damals 32-jährigen, noch als Arzt tätigen Schriftstellers Arthur Schnitzler. Schnitzler thematisiert die für ihn selbst so wichtige, weil ihn lange belastende Ambivalenz zwischen künstlerischem Schaffen und bürgerlicher Existenz.

Der Autor Helmut Peschina und der Regisseur Harald Krewer haben Schnitzlers Novelle fürs Hörspiel bearbeitet. Ö1

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Den 20. ging Lenz durchs Gebirg. Die Gipfel und hohen Bergflächen im Schnee, die Thäler hinunter graues Gestein, grüne Flächen, Felsen und Tannen. Es war naßkalt, das Wasser rieselte die Felsen hinunter und sprang über den Weg. Die Aeste der Tannen hingen schwer herab in die feuchte Luft. Am Himmel zogen graue Wolken, aber Alles so dicht, und dann dampfte der Nebel herauf und strich schwer und feucht durch das Gesträuch, so träg, so plump. Er ging gleichgültig weiter, es lag ihm nichts am Weg, bald auf- bald abwärts. Müdigkeit spürte er keine, nur war es ihm manchmal unangenehm, daß er nicht auf dem Kopfe gehen konnte. Anfangs drängte es ihm in der Brust, wenn das Gestein so wegsprang, der graue Wald sich unter ihm schüttelte, und der Nebel die Formen bald verschlang, bald die gewaltigen Glieder halb enthüllte; es drängte in ihm, er suchte nach etwas, wie nach verlornen Träumen, aber er fand nichts. Es war ihm Alles so klein, so nahe, so naß, er hätte die Erde hinter den Ofen setzen mögen, er begriff nicht, daß er so viel Zeit brauchte, um einen Abhang hinunter zu klimmen, einen fernen Punkt zu erreichen; er meinte, er müsse Alles mit ein paar Schritten ausmessen können… – wikisource

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