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Posts Tagged ‘Nachtstudio’

Der Fernseher ist ein Apparat, der zugleich glücklich und unglücklich macht; der Trost spendet und Dauer-Erregung auslöst; der einsam macht, aber ohne den man noch einsamer wäre; der die Welt ins Haus holt und sie zugleich ausschließt; der verbindet und zugleich isoliert.

Neuerdings verändert sich das Fernsehen noch einmal drastisch. Nicht nur, dass seine neue Technologie verschiedene Formen von „Connection“ vereint, dass die Flachbildschirme ungeahnte Dimensionen erreichen und unsere Wohnungen auf neue Weise beherrschen, dass sie sogar selber zu sehen beginnen…,..

„Sie lieben und sie schlagen es!“ Das Fernsehen Von Markus Metz

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Nur der Tod ist gerecht – eine der dümmsten Plattitüden, die es gibt. Massenmörder sterben hochbetagt im Bett, Freunde und Kollegen hingegen raffen Krebs und seltene neurodegenerative Krankheiten im besten Alter hinweg. Wir hatten uns noch so viel zu sagen, so viel gemeinsam zu erledigen.

© Bayern 2, Nachtstudio, Wildes Denken, 27.11.2018 – radio.friendsofalan.de

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Töten kann jeder Kretin. Aber Aufklären, das ist eine Kunst. Deswegen hat der BR das Nachtstudio aufgefordert, das eingestellte 00-Programm wiederzubeleben. Wir haben sofort die Besten der Besten rekrutiert und besitzen jetzt eine schlagkräftige Truppe gegen Selbstgerechtigkeit, Stumpfsinn und Salbadern.

Unsere Aufgabe ist klar: die Flamme der Aufklärung zu schützen und weiterzureichen. Wir nutzen dazu das avancierteste technische Mittel: das Radio. Wir schicken Strahlen hinaus in die Welt und dringen so in alle Köpfe ein. Es werde Licht! Es werde Radio! Es werde Wildes Denken!

Noch ungehört, aber sicher hörenswert: radio.friendsofalan.de

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Rolf Dieter Brinkmann war kein Sprachrohr der APO – gegen den Rudi-Dutschke-Oberlehrer-Ton setzte er exemplarisch seinen Romantitel: „Keiner weiß mehr“. Er arbeitete mit Tonband, Kamera, Wörtern. Ein moderner Dichter! – keiner-weiss-mehr

Rolf Dieter Brinkmann – Longkamp – Erkundung für die Präzisierung des Gefühls für einen Aufstand: Träume / Aufstände / Gewalt / Morde / Reise / Zeit / Magazin (Tagebuch) – brinkmann-longkamp

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Immer wenn ein neues Medium erfunden wird, wird es zuerst zur Gespenster-Erzeugung benutzt. Andreas Ammer hat seine hochempfindlichen Mikrophone ausgelegt, um diesen medialen Erscheinungen auf die Spur zu kommen.- Nachtstudio

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Entschleunigung, endlose Dehnung, Langsamkeit sind nicht unbedingt Attribute, die der Musik zugeordnet werden. Jens Balzer über Klänge, die wie Geister aus fernen Welten klingen und Künstler, die unsichtbar bleiben wollen. Von: Balzer, Jens

Granatenartige Erschütterungen, endlos zerdehnte Stimmen und zähflüssige Langsamkeit prägen das 35 minütige Musikstück „U Smile 800% slower“. Weil es wie Gesang aus einer Geisterwelt klingt, steht es Pate für das Musikgenre „Witch House“. Entstanden ist es auf denkbar einfache Art: Justin Biebers „U Smile“, der erste große Hit des kanadischen Teenie-Popstars, wurde durch eine Tonbearbeitungssoftware geschleust, die nur eines tat: ihn 8-fach zu verlangsamen…

Langsamkeit wurde zur Widerstandsgeste: gegen das überhitzte Tempo des Mainstreams, gegen hektischen Gitarrenrock, gegen hastige Popsongs, gegen eine konzeptlose Zeit, in der niemand mehr für Musik bezahlen will. Die Musik zelebriert die zähe Langsamkeit, zwingt den Hörer, das Warten auf einen Höhepunkt, der nie kommen wird, zu genießen … Sunn O))) spielen Stücke ohne Ende, ohne musikalisches Zentrum, aber mit endlosen Schleifen, Kreiseln und verschiedenen Intensitäten, bei denen der Bass fast bis in die tiefsten Körperschichten vordringt. Das ist nicht Musik, die schnell knallt und dann wieder weg ist, sondern sie brummt sich in die Eingeweide.- Nachtstudio

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Amok heißt Exzess. Heißt Überbietung. Jeder einzelne Amoklauf steht immer in einer Reihe von Taten, übernimmt Formen und Bildsprache der Vorgänger und versucht zugleich als Teil der Geschichte dieses Gewaltgenres noch eins draufzusetzen. Unser Verstand versagt, wenn wir nach eindeutigen Motiven suchen oder das Geschehen nachvollziehbar erklären wollen. – Von Beatrice Faßbender und Ulrich Rüdenauer

http://radio.friendsofalan.de/rache-krieg-suizid-amoklauf-als-chiffre-unserer-gegenwart/

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Gewalt hat immer eine gesellschaftliche Facette. Das Reden und das Schreiben über Gewalt damit auch. Dieser Gedanke soll ein roter Faden sein durch die Erzählungen von einer verletzten Gesellschaft. Wenn der Schmerz, den die Autorinnen und Autoren beschreiben, eine Wahrheit schafft, was sagt das dann über das Frankreich heute? – Von Judith Heitkamp – Via Radiohörer – radio.friendsofalan.de

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Jeder Amoklauf lässt uns verstört zurück: Wie kann ein Mensch so etwas tun? Wie können wir das verstehen? Doch es gibt Regelhaftigkeiten im Verhalten der Täter. Ihnen spüren Beatrice Faßbender und Ulrich Rübenauer nach.

„Wenn man versucht so eine Genese dieser Todesgänge sich anzuschauen, kann man selber sehr lange eigentlich diesen jungen Männern folgen. Also, wenn es um solche Fragen wie Mobbingstrukturen oder Loser-Existenz oder was auch immer geht. Aber wo der Atem aussetzt, wo wir fassungslos sind, ist dieser Moment des Umschaltens und der Entscheidung, und es kann eigentlich nicht anders erklärt werden, wenn es denn um diese Erklärung geht, als dass es wie so einen psychotischen Schub gibt, also eine Art Pathologie, die gleichermaßen dennoch ja immer mit dem spricht, was vorher gewesen ist.“

Ines Geipel, Literaturwissenschaftlerin

http://radio.friendsofalan.de/ausweitung-der-gefahrenzone-amoklauf-als-chiffre-unserer-gegenwart/

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