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Posts Tagged ‘Musiker’

SWR2 Essay _ In den 70er-Jahren des vergangenen Jahrtausends versuchte der Redakteur des Radio-Essays, Helmut Heißenbüttel, zusehends, jüngere Autoren für seinen Sendeplatz zu gewinnen. Dazu gehörte auch der knapp 30-jährige Ralf Thenior. Der war ein großer Fan des amerikanischen Musikers, Lyrikers und Zappa-Intimus Captain Beefheart – und so machte er, für die erstaunten Ohren des hochkulturellen Publikums, eine Sendung über ihn. Ein ungewöhnlicher Radio-Essay ist dabei herausgekommen.

 https://www.swr.de/swr2/doku-und-feature/old-fart-at-play-swr2-essay-2022-04-10-100.html

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Piiptsjilling live at the Moving Noises Festival, Bochum, on 21 February 2015. A video by Sabine Bürger.

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„Caritas“ von Patricia Van Ness, aufgeführt vom Vokalensemble Schnittpunktvokal und dem Gitarristen Marco Tamayo

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https://sylvianvista.com/2022/01/07/before-the-bullfight/?wref=pil

                                                                                                 Gone to Earth

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Jon Hassell sprengte die Grenzen und veränderte die Art und Weise, wie wir Klang erleben. Als Begründer der Musik der Vierten Welt zauberte der Trompeter und Komponist formwandlerische Klangformen, die am Rande des Bewusstseins schwebten.

Seine nuancierten, traumhaften Landschaften waren heilige Räume, in denen die Sinnlichkeit die Oberhand gewann und das Ohr als Weg zum schlagenden Herzen diente.

Jon Hassell ist am 26. Juni 2021 von dieser Erde gegangen, aber seine Musik hallt in den Aufnahmen, die er hinterlassen hat, und im Schaffen der vielen Künstler, die er beeinflusst hat, nach. Jon hat dublab immer unterstützt, und es ist uns eine Ehre, seinen strahlenden Geist zu würdigen: https://radiohoerer.info/dublab-frosty-presents-memory-flashes-for-jon-hassell/

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Viele seiner Chansons sind heute Klassiker: Georges Brassens war ein Autodidakt, der sich seinen Weg suchte und über 200 Chansons schrieb. Und weil anfangs keiner seine Lieder singen wollte, tat er es selbst. Der Freidenker kämpfte gegen Intoleranz und Fanatismus – ohne sich je der Masse anzuschließen. – Von Karl Lippegaus – DLF

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SWR 2 – Sonntag, 4. Juli 2021 um 14:05 Uhr. Oder gleich hier

Ein Amerikaner in Paris. Im Frühjahr 1971 treibt sich ein fetter, drogenkranker Kerl aus den USA in den Bars der Seine-Metropole herum. Er trinkt viel, spricht wenig und wenn ihn jemand erkennt und anspricht, nickt er nur: ja, ich bin’s. Es ist Jim Morrison, legendärer Kopf der legendären Band „The Doors“. Aber in Paris ist er nicht als Musiker, sondern als Poet, der die Musik hinter sich gelassen hat. Ein Dichter wollte er immer sein. Ein Dichter, der keine Begleitband mehr braucht. In Paris will sich Morrison neu orientieren – an seinen französischen Vorbildern Baudelaire und Rimbaud – und neu positionieren – neben seinen amerikanischen Vorbildern Ginsberg und Kerouac. Doch der Traum vom Neuanfang dauert nicht lang.
Am 3. Juli 1971 stirbt der 27-jährige Jim Morrison in seiner Badewanne. Offizielle Todesursache: Herzversagen. Begleitet von Fans und Freunden Morrisons ist Egon Koch den wenigen Spuren, die der Rockstar als Poet in Frankreich hinterlassen hat, gefolgt: durch Bars, Buchläden und Hotelzimmer bis zu seinem Grab. (Hördat)

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Mit Johann Kneihs. Trompeter und Träumer, Sammler und Komponist: Jon Hassell (1937-2021)

Ö1 ab 17.30 Uhr: https://oe1.orf.at/player/live

In seiner Musik ging es mehr um das Aufbrechen als um das Ankommen. Das Erforschen neuer und anderer Klangmöglichkeiten steht im Mittelpunkt des Werks von Jon Hassell.

Jon Hassell, geboren 1937 in Memphis, Tennessee – am selben Ort wie der Blues, wie er stolz anmerkte – hatte bei Karlheinz Stockhausen zeitgenössische Musik studiert; in die USA zurückgekehrt, hatte er unter anderem an der Aufnahme von Terry Rileys bahnbrechender Komposition „In C“ mitgewirkt, das der Minimal Music den Weg bereitet hat.

Zunehmend erkundete Hassell seit den 1960er Jahren aber außereuropäische Musik, erlernte klassische indische Komposition bei dem Sänger und Lehrer Pandit Pran Nath. Statt der erste Raga-Trompeter zu werden, entschied er sich aber für einen eigenen Stil der Metabolisierung.

„Vierte Welt“, Fourth World, nannte er seine Kombination und Synthese aus traditioneller nichtwestlicher Musik, elektronischer Klangbearbeitung und Collage, dokumentiert auf anderthalb Dutzend Alben, beginnend 1977 mit dem Debütalbum „Vernal Equinox“. 1980 erschien die LP Fourth World, Vol. 1: Possible Musics, …

In den Jahrzehnten seither hat Jon Hassell sein musikalisches Konzept weiterentwickelt, zuletzt mit zwei Alben in Anlehnung an visuelle Kunst: „Listening to Pictures“ (2018) und „Seeing Through Sound“ (2020). Wie seine frühen Arbeiten sind es Einladungen in traumhafte, vielschichtige Landschaften, für deren Wahrnehmung Hassell den Ausdruck „vertikales Hören“ geprägt hat. Sein Tod im Alter von 84 Jahren reißt ihn aus unvollendeten Vorhaben für ein Buch und weitere Musik, teilt seine Familie mit: „Er liebte das Leben und diese Welt zu verlassen, war für ihn ein Kampf, weil er noch vieles mitteilen wollte, an Musik, Philosophie und mit seinem Schreiben.“

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