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Deutschlandradio Kultur – Von Günter Beyer

Moore, das sind karge Landschaften voller Mythen und Geheimnisse, zwischen Erde und Wasser, zwischen fest und flüssig. Im Moor treibt es schaurige Gestalten um. Irrlichter locken. Die Archive sind voll von Berichten einstiger Unwegsamkeit und Ödnis der sagenumwobenen Feuchtgebiete. Wer nicht aufpasste, konnte versinken. Man schickte Kolonisten und Strafgefangene in Moor, um es trocken zu legen, Torf zu stechen und urbar zu machen. Den „Moorsoldaten“ drohte im Nationalsozialismus Vernichtung durch Arbeit. Freiwillig kamen Maler und Fotografen und berauschten sich an der Ursprünglichkeit des Torflandes, obwohl doch alles mit der „dunklen Tintenfarbe des Moores“ überschüttet scheint. Dichter machten das Moor zur Bühne für Alpträume, auch zeitgenössische Schriftsteller führen ihre Leserschaft zum Gruseln ins Moor. Nüchterne Wissenschaftler stießen auf Leichen, die sich das Moor vor Jahrtausenden geholt hat. Das Moor wehrt sich und lässt Teile einer nagelneuen Autobahn in die Tiefe sinken. Erst langsam besinnt man sich der ökologischen Qualität der Moore. Moore speichern Kohlendioxid und entziehen das Gas der Umwelt. Heute gelten die verbliebenen Moore als Verbündete im Klimaschutz.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-ueber-das-moor-dlf-kultur-7eb38a9d-100.html

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Moore rücken in den letzten Jahren wieder verstärkt in den Vordergrund. Sie gelten als effiziente Speicher für das klimaschädliche Treibhausgas Kohlendioxid (CO2). Aber diese Ökosysteme spielen nicht nur im Naturschutz eine wichtige Rolle sondern auch im Denkmalschutz.

https://www.archaeologie-online.de/blog/moore-sind-multitalente-fuer-klima-arten-und-denkmalschutz-5463/

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Moore sind dauernd vernässte Feuchtgebiete mit einer charakteristischen, niedrigen Vegetation. Sie bedecken 3 % der Landfläche der Erde. Besonders reich an Mooren sind Teile Russlands, Alaskas und Kanadas. In Deutschland kommen Moore vor allem im Nordwesten, Nordosten und im Alpenvorland vor – und selbstsprechend auch in Schleswig-Holstein. Von Willi Schewski

Venner Moor nahe Münster. Oder das, was davon übrig blieb …

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Bayern zählt zu den mooreichsten Ländern Deutschlands. Ministerpräsident Söder will bis 2040 rund 55.000 Hektar Moorlandschaft renaturieren. Denn längst ist klar: Intakte oder renaturierte Moore leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag für den Klima- und Artenschutz, sondern können auch vor Hochwasser schützen.

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Moore sind außergewöhnliche Zeugen der Vegetationsgeschichte

Die Entwicklung der Moore begann am Ende der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren. Sie bestehen hauptsächlich aus Torf und Wasser und haben eine große Bedeutung für den Wasserrückhalt und den Klimaschutz. Moore sind wichtige Kohlenstoffspeicher und einzigartige Hotspots der Arten- und Lebensraumvielfalt.

Der Grundstoff der Moore ist Torf, der Wasser wie ein Schwamm speichert. So kann bis zu 95% des Torfvolumens aus Wasser bestehen. In den Verlandungsbereichen von Schmelzwasserseen und anderen nassen Standorten lagerte sich abgestorbenes Pflanzenmaterial ab, dessen Zersetzung durch Sauerstoffmangel verhindert wurde, sodass Torf entstand.

https://www.bergwaldprojekt.de/oekosysteme/moor

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Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) hat schon vor Jahren dazu aufgerufen, die Moore im Freistaat als wichtige CO2-Speicher zu erhalten. Durch gezielte Renaturierungen könnten Bayerns Moorflächen jährlich bis zu fünf Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid speichern.

Laut einer Moorbodenkarte, die vom LfU im August 2015 veröffentlicht wurde, sind für Bayern rund 226.300 Hektar klimaschutzrelevante Moorflächen erfasst.- BR

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Moore sind wichtige Kohlenstoffspeicher und deshalb besonders bedeutsam in Zeiten des Klimawandels. Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald werden sie derzeit renaturiert.- SWR

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Moore können pro Hektar bis zu 30 Tonnen CO2 im Jahr speichern. Die meisten Moore sind aber durch Entwässerungsgräben und Torfabbau längst verschwunden oder bedroht. Deshalb werden diese Biotope immer wieder renaturiert. Ein Beispiel aus Schwaben.

Das 50 Hektar große Räsenmoos bei Marktoberdorf droht auszutrocknen. Entwässerungsgräben aus den 50er Jahren haben es schwer beschädigt. Jetzt wird das Hochmoor mit Holzwänden wieder abgedichtet. – BR

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Moore sind nicht nur Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten, sie leisten auch Bedeutendes für den Klimaschutz

Gesunde Moore binden auf nur rund drei Prozent der globalen Fläche rund 30 Prozent aller Kohlenstoffvorräte der Welt – doppelt so viel wie alle Wälder zusammen. Denn die Pflanzen, die im Moor wachsen, entziehen der Luft langfristig Kohlendioxid. Mit 500 Gigatonnen enthalten Moore in ihren Torfen etwa zweimal mehr Kohlenstoff als die gesamte Biomasse aller Wälder der Erde. Doch weil ständig Torf abgebaut wird oder Wälder brennen, entweicht immer mehr des gebundenen Kohlenstoffs in die Atmosphäre.- Telepolis

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