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Posts Tagged ‘Michael Ende’

„Um zum Haus von Meister Hora, der Hüter aller Zeit, zu gelangen, mußte Momo die Niemals-Gasse passieren. Momo entdeckte, dass sie durch langsam gehen und schließlich durch rückwärts gehen, schneller voran kommt. Auf dem Panzer der Schildkröte erschien der Rat: „RÜCKWÄRTS GEHEN!“. Momo versuchte es. Sie drehte sich um und ging rückwärts. Und plötzlich gelang es ihr, ohne jede Schwierigkeit voran zukommen. Aber es war höchst merkwürdig, was dabei mit ihr geschah. Während sie nämlich so rückwärts ging, dachte sie zugleich auch rückwärts, sie atmete rückwärts, sie empfand rückwärts, kurz, sie lebte rückwärts“. –

(Ingrid Reuther, Qigong Yangsheng Jahreshefte 2009)

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Hor

Und du wirst auf dem schmalen Grat zwischen Schlafen und Wachen das Gleichgewicht halten müssen – oder schweben wie die, denen oben und unten das gleiche bedeutet.

Michael Ende – Der Spiegel im Spiegel (10)

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Das Buch ist noch nicht vollständig, ich füge die fehlenden Teile nach und nach hinzu. Der kostenlose Download ist möglich und ausdrücklich erwünscht! Einfach auf „Buy Now“ klicken und 0 € eingeben.- bandcamp

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„Seit meiner Knabenzeit bewegt mich in zunehmendem Maße der Gedanke, dass unsere sogenannte Realität nur das Parterregeschoss, um nicht zu sagen die Hausmeisterwohnung in einem ungeheuren Bauwerk mit zahllosen Stockwerken nach oben und wohl auch nach unten ist.“ (Das Haus an der Peripherie) –

Michael Ende: Das Gefängnis der Freiheit > http://www.dieterwunderlich.de/Ende_freiheit.htm#cont

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„Erlauben Sie mir nur vorerst eine Bemerkung zum „Spiegel im Spiegel“: An diesem Buch habe ich mehr als zehn Jahre gearbeitet, d.h. ich habe es v o r der „MOMO“ begonnen und n a c h der „Unendlichen Geschichte“ beendet und herausgegeben. Mit diesem Buch ist es mir gelungen, selbst gutwillige Leser und Kritiker gründlich zu verwirren.  Man hatte sich so daran gewöhnt, vom Autor an der Hand genommen und durch die Geschichte geführt zu werden, natürlich mit der Gewissheit, daß alles gut ausgehen werde – daß man es als regelrechten Verrat von Seiten des Autors empfand, daß dieser plötzlich dem Leser zumutete, sich selbständig und ohne helfende Hinweis einen Weg durch das Spiegel-Labyrinth zu suchen. Und wozu überhaupt, da ja auch jede „Botschaft“ fehlt, an der man sich festklammern kann. Es gibt sogar Leute, die über der Lektüre dieses Buches regelrecht ihr bisschen Verstand verloren haben (obwohl ich annehme, daß dieser Verlust schon vorprogrammiert war und durch mein Buch nur ausgelöst wurde).

Der Titel „Spiegel im Spiegel“ bezieht sich auf mehreres. Einmal natürlich auf das bekannte Zen-Koan „Was zeigt ein Spiegel, der sich in einem Spiegel spiegelt?„, das ja auch schon in der „Unendlichen Geschichte“ zitiert wird. Zum anderen auf den Bauplan des Buches. Jede Geschichte spiegelt sozusagen ein Element der vorausgehenden Geschichte und verwandelt es. Figuren und Bilder sind in einem ständigen Fluß der Veränderung. Vorher und Nachher sind bisweilen vertauscht: Der Einbeinige taucht schon anfangs auf, verliert aber erst in der Mitte des Buches sein Bein u.s.w. Man kann das Buch entweder von vorne nach hinten lesen oder von hinten nach vorn, also mit der letzten Geschichte beginnend, da es zyklisch aufgebaut ist und der Schluss sich wieder auf den Anfang bezieht. Manchmal gehen auch Spiegelreflexe quer durch das ganze Buch und nehmen Motive auf, die in viel späteren oder früheren Geschichten kommen. Die meisten Geschichten sind Szenen auf einem imaginären Theater. Ein merkwürdiger Vorgang wird kommentarlos geschildert. Anfang und Schluss sind jeweils offen. Ist der Vorgang zu Ende, verwandelt sich das Bild – oder ein Teil des Bildes – in ein neues Bild, in dem wieder etwas vorgeht. Das Ganze findet sozusagen in einem schwerelosen Raum statt, in dem es kein Oben und Unten gibt, in einem Orbit, der einen Kreis um etwas beschreibt, das selbst ausgespart wird“. – http://www.oobe.ch/

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Die Erzählung „Der Spiegel im Spiegel“ besteht aus 30 Bildern, die nicht kausal oder chronologisch im Sinne einer Geschichte aufeinanderfolgen, sondern locker durch Assoziationen verknüpft sind. Das ist irritierend wie der Weg durch ein Labyrinth.

Konsequent wie in keinem seiner anderen Bücher folgt Michael Ende in „Der Spiegel im Spiegel“ seiner Überzeugung, dass in unserer fantasielosen, materialistischen Welt der Poesie eine besondere Aufgabe zukommt.

Im letzten Bild der Erzählung „Der Spiegel im Spiegel“ marschieren zwei Wachsoldaten an einem Winterabend vor dem Tor einer Ruine auf und ab. Sie haben nie jemand hineingehen oder herauskommen sehen, aber sie kennen natürlich die Gerüchte über das hinter dem Tor lebende stierköpfige Ungeheuer, das angeblich jeden Besucher verschlingt. Irgendwann einmal wagen die Wachsoldaten, hinter den Mauerrest zu schauen. „Es ist überhaupt nichts dahinter“, wundert sich der eine von ihnen. Trotzdem marschieren sie auch weiterhin vor dem Tor auf und ab, wie es vorgeschrieben ist…

http://www.dieterwunderlich.de/Ende_spiegel.htm#cont

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Michael Ende

„Zuzeiten bleibt seine Seele lange still wie ein regloser Wasserspiegel, doch zu anderen Zeiten stürmen diese Erlebnisse von allen Seiten auf ihn ein, sie bedrängen ihn, sie schlagen ihn wie Blitze, daß er durch die leeren Gänge jagt, taumelt, bis er erschöpft hinstürzt und liegenbleibt und sich ergibt“.

„Der Spiegel im Spiegel – Ein Labyrinth“ – 1 Text `Hor` – DTV 2006

 

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