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Posts Tagged ‘Menschenbilder’

Ö1 – Sonntag, 21. März 2021 14:05 Uhr (Ursendung)

Die Ärztin und Psychotherapeutin Eva Umlauf hat das Konzentrationslager Auschwitz überlebt. Sie ist die jüngste Überlebende, der man noch eine Nummer eintätowiert hat. Sie war zwei Jahre alt. Am 19.Dezember 1942 kam Eva Umlauf in Novaky, einem Arbeitslager in der Slowakei, auf die Welt. Ihr Vater wurde verschleppt und ermordet. Die kleine Eva wurde mit ihrer Mutter am 2.November 1944 nach Auschwitz gebracht. ‚Die Erinnerung mischt sich immer mit Erzähltem‘, sagt Eva Umlauf, die heute als Kinderärztin und Psychotherapeutin in München lebt. Im autobiographischen Band ‚Die Nummer auf deinem Unterarm ist blau wie deine Augen‘ erzählt Eva Umlauf von ihren Erinnerungen.
Das Mädchen wird im Lager krank, sie bekommt Tuberkulose und Gelbsucht. Ihre Mutter ist selbst erst 21 Jahre alt und ist mit drei Kindern in Auschwitz. Die Mutter und die Kinder überleben, sonst werden alle Familienangehörigen ermordet. Nach der Zeit in Auschwitz verbringt Eva Umlauf einige Jahre in der Slowakei bis sie 1966 heiratet und in den Westen übersiedelt. ‚Die Erinnerungskultur wird sich ändern‘, sagt Eva Umlauf. ‚Es ist wichtig, dass wir jetzt über all das reden, was uns widerfahren ist.‘ (Hördat) – https://oe1.orf.at/player/live

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„Ich bin für die Unzulänglichkeit in der Kunst, weil sie nur so der kalten Routine und Virtuosität entgehen kann“ sagte der bald seinen 75. Geburtstag feiernde Österreichische Superstar, der das Tragikomische liebt, in einem Interview. Vielleicht lässt ihn das auch über das Böse, das oft in den von ihm dargestellten Personen wohnt, lachen, oder den schwierigen Situationen im eigenen Leben etwas entgegensetzen.- Ö1

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„Die Opfer waren nicht salonfähig, aber die Henker hatten Tischmanieren“ – Georges-Arthur Goldschmidt

Ö1

Im Leben von Georges-Arthur Goldschmidt, der am 2. Mai 90 Jahre alt wird, gibt es eine Zäsur, die in vielen seiner Schriften zur Sprache kommt: den Abschied von den Eltern am 18. Mai 1938, die der Zehnjährige nie mehr wiedersehen sollte. Die Flucht vor den Nazis führte ihn nach Paris, wo er Gymnasiallehrer, Autor und Übersetzer wurde. In Erzählungen wie „Die Absonderung“, „Die Befreiung“ oder „Der Ausweg“ geht es um das Drama des Überlebens. In der Autobiografie „Über die Flüsse“ stellt Goldschmidt sein Leben in ein geschichtliches Panorama und erzählt auch von der Wiederbegegnung mit Deutschland nach dem Krieg. Geschützt, im Stich gelassen und wieder versteckt – so überlebte Goldschmidt und erfuhr zum ersten Mal eine „Wollust am Leben“. – Gestaltung: Cornelius Hell

In Deutschland gab es nur Opfer

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Ich verzweifle, also schreibe ich„, sagte Aharon Appelfeld, der mit Romanen wie „Zeit der Wunder“ oder „Bis der Tag anbricht“ als Autor berühmt wurde.  Am 4. Jänner dieses Jahres ist der Autor in Israel verstorben.

Alle seine Romane seien eine „Suche nach der Kindheit, die mit fünf Jahren zu Ende ging“ sagte Aharon Appelfeld im Gespräch.- Ö1

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„Wer nicht kämpft, hat schon verloren“ – Die Autorin, Schauspielerin und Regisseurin Grischka Voss

Sie selbst nennt sich ein „Gauklerkind“, das in eine neurotische Künstlerfamilie hineingeboren wurde …
1969 kam Grischka Voss in Braunschweig zur Welt, als Tochter des Schauspielers Gert Voss und der Dramaturgin Ursula Voss. Ihre Ausbildung zur Schauspielerin erfolgte von 1993 bis 1995 in New York und Wien.

Gemeinsam mit Ernst Kurt Weigel begründete Grischka Voss 1997 in Wien das Bernhard Ensemble, das bis heute mit ungewöhnlichen Inszenierungen für Furore sorgt.- Ö1

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