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Posts Tagged ‘Materie’

Essay und Diskurs: Staub ist der Teil der Materie, der unerwünscht ist. Er wird von Putzkolonnen und mit Staubtüchern energisch bekämpft. Er ist einerseits allgegenwärtig, andererseits ist kaum etwas so flüchtig wie Staub. Er kommt mit Stürmen von weit her, überdeckt Landschaften, Städte und kriecht in jede vermeintlich noch so dicht abgeschlossene Ritze. Staub ist die kleinste Einheit sichtbarer Materie, alles besteht aus Staub und wird wieder zu Staub zerfallen.

Aus der Sicht des Universums ist unsere Erde ein Staubkorn, aus der Perspektive einer Staubmotte gestaltet sich ein für das menschliche Auge kaum sichtbares Staubkorn als ein nicht mehr ganz so kleiner Brocken. Alles eine Frage der Proportion.

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Hans-Peter Dürr/Raimon Panikkar: Materie ist nicht aus Materie zusammengebaut. Das bedeutet, der Urgrund der Materie ist nur eine innere Form oder Gestalt und dies in einem sehr allgemeinen Sinne: ein „Dazwischen„. Wir können auch sagen: Es bedeutet so etwas wie: Im Grunde ist nur Beziehung, Verbindung, religio, Prozesshaftigkeit, aber dieses alles ohne einen Bezug auf ein substanzielles Etwas, einen materiellen oder begreifbaren Urgrund. Hier versagt unsere Sprache.

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Deutschlandradio Kultur – Samstag, 22. Aug 2020 um 00:05 Uhr – (Wdh. v. 26./27.09.2003)

Eine mystische, in Nebel gehüllte Masse. Ein weites Firmament.. Eine Zahl, ein Zeichen oder doch das universale Seinsprinzip? Während an Werktagen der Lohn den Wert des Menschen fixiert, kann man in der freien Zeit seinen unendlichen Wert spüren. Das Gefühl wird geweckt durch die unendliche Natur, das Meer, den Himmel, durch unsere Beziehungen: Liebe, Freundschaft- unendlich wertvoller als dreißig nützliche Silberlinge. Der Mensch kann als einziges Wesen diese stürmischen, aber oft flüchtigen Wahrnehmungen des Unendlichen gedanklich in eine Gewissheit transponieren. Einstein verzichtete gern auf Alkohol, weil es ihn beim Denken störte. Seine Hauptgedanken eröffneten eine neue Sicht auf das Unendliche. Wie ein Schwingen des Pfeils im Blauen kam es dem Schriftsteller und Spanienkämpfer Arthur Koestler vor, als er 1937 im Kerker saß und den Euklidschen Beweis für die Unendlichkeit der Primzahlen an der Zellenmauer nachvollzog.

Die Natur zeigt Unendlichkeit am klarsten in ihren drei endlichen Aspekten: Raum, Zeit und Materie. In Natur, Geist und Seele finden sich Anzeichen des Reichs der Unendlichkeit, an dem der Mensch teilhat – auch in dieser Langen Nacht.

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Hans-Peter Dürr, erklärt die Grundlagen eines neuen Denkens, auf dessen Basis wir im 21. Jahrhundert handeln müssen.

„Ich habe 50 Jahre – mein ganzes Forscherleben – damit verbracht, zu fragen, was eigentlich hinter der Materie steckt. Das Endergebnis ist ganz einfach: Es gibt keine Materie! Ich habe 50 Jahre an etwas gearbeitet, was es gar nicht gibt! Aber das ist ganz aufregend.“ Und es hat vor allem weitreichende Konsequenzen…,..

H.-P. Dürr„Wir müssen nur ein paar Zäune überspringen, dann sind wir wieder in der freien Natur und können uns wieder bewegen. Das Problem ist nur, dass viele diese Zäune für unüberwindliche Mauern halten.“

https://welt3bild.wordpress.com/2014/05/20/hans-peter-durr-1929-2014/?wref=pil

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Harald Lesch: Argumente gegen holistische Naturphilosophie

https://youtu.be/tt2PBMplGmk

Harald Lesch: Woraus besteht Materie?

https://www.youtube.com/watch?v=i9HgolTQlrE&feature=share

Harald Lesch: Die große Krise der Physik

https://www.youtube.com/watch?v=oRkdykLZbWs

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Während es im 2. Teil von Helmut Pfeifers Serie um die „physikalische Evolution“ und im 3. Teil um die „chemische Evolution“ ging, geht es nun in diesem 4. Teil um das, was man üblicherweise als erstes mit dem Begriff Evolution assoziiert, wenn man diesen Begriff hört: die „biologische Evolution“ oder „Evolution des Lebens“. Begonnen hat es mit der Ur-Zelle.

Was ist Evolution? (4) – von der unbelebten zur belebten Materie

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„Die Welt klingt. Sie ist ein Kosmos der geistig wirkenden Wesen. So ist die tote Materie lebender Geist.“

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„Das Bild der materiellen Wirklichkeit ist heute so schwankend und unsicher, wie es schon lange nicht mehr gewesen ist.“ Erwin Schrödinger

Gut verständlicher Vortrag des grossen Physikers. Der Wiener Erwin Schrödinger (1887-1961) leistete bahnbrechende Arbeiten zur Wellenmechanik und Quantentheorie, für die er unter anderem mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Untrennbar mit seinem Namen verbunden sind die von ihm entdeckte „Schrödinger-Gleichung“ sowie sein berühmtes Gedankenexperiment „Schrödinger’s Katze“.

Hinweis zum im Vortrag erwähnten Begriff „Quantensprung“: „Heute wird das Wort Quantensprung in der physikalischen Fachsprache kaum noch benutzt. Man spricht allgemein von Übergängen zwischen Zuständen.“ (Wikipedia)

Gliederung:
1. Die Krise. Vorschau
2. Einiges über Korpuskeln
3. Wellenfeld und Partikel: ihr experimenteller Nachweis
4. Quantentheorie: Planck, Bohr, de Broglie
5. Wellenfeld und Partikel: ihr theoretischer Zusammenhang
6. Quantensprung und Partikelidentität
7. Wellenidentität
8. Schlußwort

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Prof. Thomas Görnitz, unterrichtete bis zu seine Emeritierung an der Universität Frankfurt Didaktik der Quantenphysik. Seine Sicht auf Materie und Wirklichkeit sollte uns zu denken geben. Nach wie vor sind wir ohne viel darüber nachzudenken überzeugt, dass Materie einfach, ja –Materie ist. Prof. Thomas Görnitz‘ Gedanken dazu sind erstaunlich, vor allem wenn sie von einem anerkannten Naturwissenschaftler kommen:

„Quantentheorie ist zu verstehen als die notwendige Selbstkorrektur einer Wissenschaft, die bis dahin die Welt letztendlich in unveränderliche Fundamentalobjekte zerlegen wollte und die damit den Beziehungscharakter der Wirklichkeit leugnen muss, der eine Ganzheit mehr sein lassen kann als die Summe ihrer Teile.“

Die Welt, auch die Welt der Materie, ist ein Feld von Beziehungen – Thomas Steininger spricht mit Prof. Thomas Görnitz.- radio evolve

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