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Posts Tagged ‘Maske’

„Zivilisiertheit ist ein Verhalten, das die Menschen voreinander schützt und es ihnen zugleich ermöglicht, an der Gesellschaft anderer Gefallen zu finden. Eine Maske zu tragen, gehört zum Wesen von Zivilisiertheit. Masken ermöglichen unverfälschte Geselligkeit, losgelöst von den ungleichen Lebensbedingungen und Gefühlslagen derer, die sie tragen. Zivilisiertheit zielt darauf, die anderen mit der Last des eigenen Selbst zu verschonen. Zivilisiertheit bedeutet, mit den anderen so umzugehen, als seien sie Fremde, und über diese Distanz hinweg eine gesellschaftliche Beziehung zu ihnen aufzunehmen.“

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Der Schatten hat keinen guten Ruf. Im Schatten stehen, das heißt: in der zweiten Reihe stehen, im Regen stehen, nicht von Bedeutung sein, keine Lobby haben. Das Leben im Schatten ist arm, der Platz im Schatten macht bleich. Wo die Effizienzleuchte herrscht und der Platzhirsch in der Lichtung röhrt, ist der Schatten längst stumm in der Versenkung verschwunden. Aber vielleicht hat er uns doch etwas zu sagen, der Schatten. SWR2

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Wahr ist das Meer,

wahr ist das Gebirge,

wahr der Stein,

wahr der Grashalm aber der Mensch?

Es ist immer maskiert,

auch wenn er es nicht will und nicht weiß.

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Dass wir unser Gesicht verhüllen, wenn wir öffentlichen Raum betreten, gehört zu den ganz speziellen Erfahrungen des Frühjahrs 2020. Dabei ist das Maskentragen etwas, das den Menschen seit seinen Anfängen begleitet. Autorin: Eva-Maria Götz – ardaudiothek.de

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„Im Leben lernt der Mensch zuerst das Gehen und Sprechen. Später lernt er dann, still zu sitzen und den Mund zu halten„, Marcel Pagnol.

Das Aufwachsen eines Menschen ist eine sehr ambivalente Erfahrung. Es ist wunderbar, Neues zu erlernen, das Wissen und die Macht der eigenen Kultur zu entdecken. Andererseits erfährt man Abwertungen und muss sein essentielles Selbst verleugnen. Oder die Unterwerfung an die Erwachsenen. In Einzelfällen oder eher in Form von allmählichen Unterwerfungen als einem einzigen grundsätzlichen, dramatischen Akt des Nachgebens. Immer wenn wir einen Aspekt unseres essentiellen Selbst unterwerfen, wird Energie von der Essenz abgezogen und zwecks Unterstützung und Entwicklung der Persönlichkeit kanalisiert. Hier wird eine Persona im ursprünglichen Sinn, also eine Maske geschaffen. Allmählich wird diese Maske immer komplexer, eine gesellschaftlich gebilligte Repräsentation von uns, die uns Beifall einbringt und uns so als normal wie jeder andere erscheinen lässt. Je vollständiger wir uns mit der Maske (Persönlichkeit) identifizieren, je mehr wir vergessen, dass wir eine Rolle spielen, und statt dessen identisch mit der Rolle werden, um so mehr von unserer natürlichen Energie fließt in die Persönlichkeit und um so mehr von unserer Essenz verschwindet. Je mächtiger die falsche Persönlichkeit wird, um so besser gelingt es ihr, die Essenz zu ersticken und deren Energie für ihre eigenen, selbstsüchtigen Ziele zu nutzen. – (Charles Tart: „Hellwach und bewußt leben“)

 

 

 

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bestand aus zahlreichen Ichs, jedes Ich aber besaß eine merkwürdige unbegrenzte Durchsichtigkeit. Die Masken, die zu tragen wir alle auf schmerzhafte Weise lernen, erkannte er niemals an. Er nannte sich einen „eisbedeckten Stein.“. Viel eher war er ein „harter Kristall“, der gewundene, verschlungene, von unbekannten Kräften gewirkte Linien und Ritzen in sich beschließt, die, ohne sich zu berühren, miteinander verbunden sind, so dass das Innere des Quarzes zu einer Welt silberner und regenbogenfarbener Lichtbrechungen wird… (Seite 17, Tagebuch. Einleitung von Morine Krissdottir)

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„Damit seine Niemandverfassung nicht auffiel, hatte er sich angewöhnt, so zu tun, als wäre er jemand. In London ergriff er den Beruf, für den er prädestiniert war. Er wurde Schauspieler und tat auf einer Bühne so, als wäre er ein anderer, vor einer Ansammlung von Leuten, die so taten, als hielten sie ihn für jenen anderen.“

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Wenn die Priester die Zukunft deuten, der Medizinmann Kranke heilen will, dann binden sie sich Masken vor das Gesicht oder stülpen sie sich über den Kopf. so dass dieser ganz davon verdeckt ist. Wieder andere Masken werden auf dem Kopf befestigt, noch andere mit einem Griff vor das Gesicht gehalten. Einer der tiefsten Einschnitte im Leben eines Mannes, seine endgültige Aufnahme in die Sippe, wird durch den Maskentanz geprägt, den das Licht des Vollmondes, also Schatten, steigern. Wie vollständig die Maske den Menschen verwandeln kann, zeigen die Priester der Mossi im West-Sudan. Perlengeschmückte Obergewänder, Gehänge ans Haar, geweihte Attribute aus Edelholz, vervollständigen die aufgestülpte Maske, die, vielleicht den Trägern schon nicht mehr deutlich, zu einem Totemtier gehört.- Theile

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