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Posts Tagged ‘Martin Welzel’

http://www.mwelzel.de/wittgenstein/


Der erste Teil dieses 1999 entstandenen Textes soll die  darstellen, wie sie von Wittgenstein in seinen späteren Schriften entwickelt (oder angedeutet) wurde – kurz und auf das Wesentliche beschränkt und natürlich nur so, wie ich sie verstanden habe. – Die verwendeten Zitate stammen aus den „Philosophischen Untersuchungen“ (PU) und den unter dem Namen „Philosophische Untersuchungen. Teil 2“ veröffentlichten Bemerkungen (PU II).

Wittgenstein selbst benutzt den Begriff „Bewusstsein“ selten und spricht lieber von Empfindungen, Schmerzen, Denken usw. – Der Begriff „Bewusstsein“ soll hier daher lediglich als Sammelbegriff für alle „mentalen Phänomene“, die „erlebt“ oder „erfahren“ werden, verwendet werden und manchmal auch im Sinne eines gedachten Rahmens für die einzelnen Bewusstseinsphänomene (Gefühle sind „im Bewusstsein“, analog zu „im Kopf“) – ohne weiter definiert zu werden.

Copyright © Martin Welzel, Düsseldorf – Alle Rechte vorbehalten.

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Ich habe versucht, aus meinem Exzerpt von Sartres Hauptwerk „Das Sein und das Nichts“ die grundlegenden Gedankengänge herauszuarbeiten, und zwar möglichst klar und möglichst ohne Sartres eigentümliche Ausdrucksweise (die ich – hoffentlich – nur verwende, wenn ihre Bedeutung geklärt ist). Ich bin der Auffassung, dass das ideale Verständnis eines philosophischen Textes dann erreicht ist, wenn man ihn seiner (nicht senilen, aber etwas langsamen und philosophisch ungebildeten) Grossmutter erklären könnte, und nicht bereits in dem Moment, in dem sich der interne Zusammenhang der Lieblingsphrasen des Autors erhellt – auch dann nicht, wenn man dieses System korrekt mit den Systemen anderer Autoren in Verbindung setzen kann.

Es handelt sich hierbei um keine akademische Arbeit (und auch nicht um die Vorstufe einer solchen). Ich wollte ein bekanntes älteres, nicht-analytisches, bewußtseinsphilosophisches Werk wirklich lesen und verstehen. (Kontext ist das aus beruflichen Gründen jahrelang „eingeschlafene“ Projekt einer Promotion über Bewußtseinsphilosophie an der Universität Düsseldorf.) –

Das Ergebnis dieser Lektüre (die Ausformulierung meines Exzerptes, ergänzt um eine Art Einleitung) mache ich zugänglich, weil zur Zeit im Web eine detailliertere deutschsprachige Darstellung von Sartres Frühwerk zu fehlen scheint.- http://mwelzel.de/sartre/

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Der „philosophische Zombie“ ist als Gedankenexperiment in der jüngeren Bewusstseinsphilosophie berühmt geworden, weil er es erlaubt, das philosophische Problem des Bewusstseins leicht verständlich und auf den Punkt gebracht darzustellen.

Der erste Teil dieses 1999 entstandenen Textes soll die Philosophie des Bewusstseins darstellen, wie sie von Wittgenstein in seinen späteren Schriften entwickelt (oder angedeutet) wurde – kurz und auf das Wesentliche beschränkt und natürlich nur so, wie ich sie verstanden habe.

Wittgenstein selbst benutzt den Begriff „Bewusstsein“ selten und spricht lieber von Empfindungen, Schmerzen, Denken usw. – Der Begriff „Bewusstsein“ soll hier daher lediglich als Sammelbegriff für alle „mentalen Phänomene“, die „erlebt“ oder „erfahren“ werden, verwendet werden und manchmal auch im Sinne eines gedachten Rahmens für die einzelnen Bewusstseinsphänomene (Gefühle sind „im Bewusstsein“, analog zu „im Kopf“) – ohne weiter definiert zu werden. In diesem Sinne muss z. B. die Frage, ob Fische Bewusstsein haben, mit Ja beantwortet werden, wenn sie Schmerzen empfinden, auch wenn sie kein „Selbst-“ oder „Ich-Bewusstsein“ haben (was immer das ist). „Bewusstsein“, so wie der Ausdruck hier gebraucht wird, entspricht also in etwa dem etwas komplizierteren Ausdruck „Phänomenales Bewusstsein“.- http://www.mwelzel.de/wittgenstein/

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Zu Sartres Text

Wer der üblichen Empfehlung folgt, und vor „Das Sein und das Nichts“ die „Transzendenz des Ego“ liest, wird eine ähnliche Erfahrung machen wie ein Restaurantbesucher, der das Menü bestellt hat, und dem nach einer leichten und bekömmlichen Vorspeise überraschend eine Badewanne gefüllt mit halbgarem, durchwachsenen Bauchspeck vorgesetzt wird. – Während „Die Transzendenz des Ego“ ein sachlich abgefaßter, um Deutlichkeit bemühter philosophischer Fachaufsatz ist, frei von literarischen Ornamenten, präsentiert sich „Das Sein und das Nichts“ als das glatte Gegenteil davon. – Das macht das Werk nicht ungenießbar, aber eben schwer verdaulich:

Mehr als tausend Seiten lang, wimmelt es darin von Sätzen wie „Die menschliche-Realität ist das Sein, insofern es in seinem Sein und für sein Sein einziger Grund des Nichts innerhalb des Seins ist.“ (Ein harmloses Exemplar.) – Gerne greift Sartre zu bildhaften Vergleichen, die seiner literarischen Begabung entsprechen, aber den ausgedrückten Gedanken nicht wirklich klarer werden lassen, wie z. B. das bekanntes Diktum, dass das Nichts im Kern des Seins steckt „wie ein Wurm“.- http://mwelzel.de/sartre/

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