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Posts Tagged ‘Martin in Broda’

Clemens Brentano

Hörst du, wie die Brunnen rauschen?

Hörst du, wie die Brunnen rauschen?
Hörst du, wie die Grille zirpt?
Stille, stille, laß uns lauschen,
Selig, wer in Träumen stirbt;
Selig, wen die Wolken wiegen,
Wem der Mond ein Schlaflied singt;
O! wie selig kann der fliegen,
Dem der Traum den Flügel schwingt,
Daß an blauer Himmelsdecke
Sterne er wie Blumen pflückt:
Schlafe, träume, flieg, ich wecke
Bald dich auf und bin beglückt.

http://martininbroda.blogspot.com/2016/02/selig-wer-in-traumen-stirbt.html

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Der Philosoph sieht, daß wir alle noch Strebende und Werdende sind, und ist daher vor solchen Enttäuschungen bewahrt. Er verliert den Glauben an die Menschheit und an die Wahrheit nicht, denn er hat das Sterben im Leben gesehen. Er hat gesehen, wie jeder sich selbst fremd wird und gerade dadurch sich selbst findet. Er hat gesehen, wie Wünsche und Wissen wie Träume verwehen, aber nur dann, wenn reichere und bessere Wahrheiten sie vertreiben. Auch das hat er erkannt, daß die Seele von Natur dem Göttlichen zustrebt, d.h. dem Wahren und Guten an sich.- martininbroda

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Aus den Confessiones, Elftes Buch

Über die Zeit, bevor sie von Gott geschaffen wurde

„Wenn aber jemand in seinen Phantasien sich in die sogenannten Zeiten vor der Schöpfung verliert und sich wundert, wie du, der allmächtige Gott, der Allerschaffer und Allerhalter, der Werkmeister des Himmels und der Erde, vor der Erschaffung dieses so großen Werkes unzählige Jahrhunderte geruht hast, so möge er aufmerken und bedenken, wie unbegründet sein Verwundern ist.“

„Denn eben diese Zeit hattest du geschaffen, und es konnte keine Zeit vorübergehen, bevor du die Zeit schufest. Gab es aber vor Himmel und Erde keine Zeit, wie kann man dann fragen, was du damals tatest? Denn wo noch keine Zeit war, gab es auch kein Damals.“

martininbroda.blogspot.com

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… Carl Gustav Carus hat dieses Gemälde „vielleicht das tiefsinnigste poetische Kunstwerk aller neueren Landschaftsmalerei“ genannt. Was sehen wir: Eine Kirchenruine inmitten von kahlen Eichen, die in statuarischer Symmetrie bizarr aufragen, ein Leichenzug geht an dem offenen Grab vorbei und durchschreitet das Portal eines Raumes, der lange vergangen ist, hin zu einem Kruzifix, das im Eingang sichtbar wird. Es ist der Leichenzug des Mönches vom Meer. Wir werden förmlich hineingezogen in dieses Bild, in diesen Raum von unendlicher Weite, als ob wir uns eben diesem Zug anschließen müßten…-

http://martininbroda.blogspot.de/2010/05/die-abtei-im-eichwald-nebst-einigen.html

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