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Bayern 2 – Samstag, 29. Februar 2020 um  15:05 UhrMit Thomas Holtzmann

Fast zweitausend Jahre galt der Verräter Judas als ein Schurke ohnegleichen, bis man aus neuerem Geschichts- und Religionsverständnis heraus anfing, in ihm eine tragische Figur zu sehen, einen gläubigen Juden, der sich als Werkzeug seines grausamen Gottes sah. So auch der Judas bei Marcel Pagnol. Am Vorabend des Passahfestes zu den Seinen, armen Weinbauern, heimgekehrt, muß er sich verstecken. Römische Soldaten fahnden schon auf Befehl des Pontius Pilatus nach Jesus und seinen Anhängern, die der Hohe Rat als Rebellen und Gotteslästerer denunziert hat. Judas‘ Vater rät ihm, das Versteck des Jesus preiszugeben, der Centurio billige ihm dann Straffreiheit zu. Doch Judas will davon nichts wissen. Er macht sich auf den Weg nach Jerusalem, um mit Jesus gemeinsam das Osterfest zu feiern. Jesus aber sagt dort vor allen anderen zu ihm, daß er, Judas, es sein wird, der ihn verrät, damit das Los des Messias erfüllt wird, wie es in der Schrift steht. Judas flieht voller Verzweiflung in sein Dorf zurück und bittet dort einen Alten um Rat. Der verweist ihn auf den Propheten Jesaia, der verkündete: „Wenn er der Messias ist, was hat er dann zu fürchten? Wenn du für ihn fürchtest, beweist das, daß du nicht an ihn glaubst.“ Judas nimmt die schwere Schuld des Verrats auf sich, weil er glaubt. (Hördat) – https://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/sendung-2622502.html

 

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„Im Leben lernt der Mensch zuerst das Gehen und Sprechen. Später lernt er dann, still zu sitzen und den Mund zu halten„, Marcel Pagnol.

Das Aufwachsen eines Menschen ist eine sehr ambivalente Erfahrung. Es ist wunderbar, Neues zu erlernen, das Wissen und die Macht der eigenen Kultur zu entdecken. Andererseits erfährt man Abwertungen und muss sein essentielles Selbst verleugnen. Oder die Unterwerfung an die Erwachsenen. In Einzelfällen oder eher in Form von allmählichen Unterwerfungen als einem einzigen grundsätzlichen, dramatischen Akt des Nachgebens. Immer wenn wir einen Aspekt unseres essentiellen Selbst unterwerfen, wird Energie von der Essenz abgezogen und zwecks Unterstützung und Entwicklung der Persönlichkeit kanalisiert. Hier wird eine Persona im ursprünglichen Sinn, also eine Maske geschaffen. Allmählich wird diese Maske immer komplexer, eine gesellschaftlich gebilligte Repräsentation von uns, die uns Beifall einbringt und uns so als normal wie jeder andere erscheinen lässt. Je vollständiger wir uns mit der Maske (Persönlichkeit) identifizieren, je mehr wir vergessen, dass wir eine Rolle spielen, und statt dessen identisch mit der Rolle werden, um so mehr von unserer natürlichen Energie fließt in die Persönlichkeit und um so mehr von unserer Essenz verschwindet. Je mächtiger die falsche Persönlichkeit wird, um so besser gelingt es ihr, die Essenz zu ersticken und deren Energie für ihre eigenen, selbstsüchtigen Ziele zu nutzen. – (Charles Tart: „Hellwach und bewußt leben“)

 

 

 

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