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Posts Tagged ‘Lissabon’

Inhalt: Ein Einsamer in Lissabon, Buchhalter in der Straße der Vergolder, spricht Monologe vor sich hin: In seinem Büro, auf den Straßen der Stadt, im Restaurant, in seiner Wohnung. Die Sätze, in den schwarzen Raum der Melancholie gerichtet, rufen andere Stimmen auf, in seinem Kopf erdachte Figuren: Seefahrer, Dichter, Träumer, Abenteurer. Sie überkreuzen einander mit ihren imaginären Wünschen, Sehnsüchten, Witzen, Verzweiflungen, Vergeblichkeiten. Und abends, nach den Tagesreisen auf der Route der Traurigkeit, singt den Verlorenen eine Frau in den Schlaf – mit Opernarien und den Botschaften einer Liebe, die niemals stattgefunden hat.

Sprecher: Ulrich Wildgruber (Er) Margit Neubauer (Sie/Gesang) Marianne Lochert (Sprecherin) Peter Fricke (Abenteurer) Walter Renneisen (Dichter) Joachim Höppner (Seefahrer) Matthias Fuchs (Träumer)

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Der Sonnenuntergang ist über die Wolken ausgebreitet, die einzeln losgelöst den ganzen Himmel bedecken. Reflexe in allen Farben, sanfte Reflexe, erfüllen die Mannigfaltigkeit der Luft hoch oben, treiben abwesend in den großen Schmerzen der Höhe. An den Firsten der hohen Dächer, halb Farbe, halb Schatten, nehmen die letzten weichen Strahlen der scheidenden Sonne Farbformen an, die weder ihre noch die der Dinge, auf denen sie liegen, sind. Es herrscht eine große Ruhe oberhalb des Geräuschpegels der sich ebenfalls beruhigenden Stadt. Alles atmet jenseits der Farbe und des Klangs, in einem tiefen und stummen Atemschöpfen.

An den bunten Häusern, die die Sonne nicht sieht, nehmen die Farben langsam ihre Grautöne an. Kälte ist in den Verschiedenartigkeiten dieser Farben. Es schläft eine kleine Beunruhigung in den falschen Tälern der Straßen. Schläft und ruht. Und nach und nach beginnen an den tiefsten der hohen Wolken die Reflexe zu Schatten zu werden; nur an jener kleinen Wolke, die als weißer Adler über allem schwebt, bewahrt die Sonne von weitem ihr lachendes Gold.

Alles, was ich im Leben gesucht habe, habe ich selbst ebendeshalb aufgegeben zu suchen. Ich bin wie jemand, der geistesabwesend etwas sucht, von dem er im Traum unter dem Suchen schon vergessen hat, was es war…,..

https://signaturen-magazin.de/fernando-pessoa–o-poente-esta-espalhada-pelas-nuvens.html

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Hörspiel in zwei Teilen nach Erich Maria Remarque

1942, abends in Lissabon: Ein Mann steht am Hafen und starrt auf das Schiff, das ihn und seine Frau Ruth am nächsten Morgen in die Freiheit bringen könnte, nach Amerika. Aber es gibt keine Rettung für ihn: Er hat keine Tickets und keine Pässe. Da trifft er einen Mann, der ihm alle notwendigen Papiere überlassen wird. Unter einer Bedingung: Er soll mit ihm die Nacht verbringen und seine Geschichte anhören.

https://www.sr.de/sr/sr2/sendungen_a-z/uebersicht/hoerspielzeit/20210404_die_nacht_von_lissabon_hoerspielzeit_100.html

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 Ö1 – Dienstag, 2. Jun 2020 um 16:05 Uhr – https://oe1.orf.at/player/

 ‚Ich bin ja ein Meerfanatiker. Ich brauch‘ das Gefühl, dass das Meer in der Nähe ist, dann leb‘ ich schon auf‘.

Ab 1974 reiste Thomas Bernhard regelmäßig nach Portugal. Häufig in Begleitung seines ‚Lebensmenschen‘, Hede Stavianicek, aber auch mit dem Bruder oder der langjährigen Freundin Gerda Maleta, seinem ‚Schiacherl‘. Noble Hotels und Kartenspiele hätten es ihm möglich gemacht, ‚quälende Gedanken wegzuwischen‘. Zumindest kurzfristig, denn Eklat und Drama waren nie weit. Ebenso wenig Österreich. Erzählte Thomas Bernhard von Portugal, erzählte er im Vergleich.
‚Dort in Portugal hat’s zwanzig Grad über Null und da zwanzig Grad unter Null – vierzig Grad Unterschied‘. Seine Liebe zu dem Land am äußersten Rand Europas währte bis zu seinem Tod.

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Ein Einsamer in Lissabon, Buchhalter in der Straße der Vergolder, spricht Monologe vor sich hin: in seinem Büro, auf den Straßen der Stadt, im Restaurant, in seiner Wohnung. Die Sätze, in den schwarzen Raum der Melancholie gerichtet, rufen andere Stimmen auf. In seinem Kopf erdachte Figuren: Seefahrer, Dichter, Träumer, Abenteurer. (Via Radiohörer) Viele Grüße!

Hörspiel: „Das Büro der schwarzen Stunden“ Von Fernando Pessoa / Auf Wunsch wieder Online!

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Pessoas „Buch der Unruhe“ ist posthum im Jahre 1982 in Lissabon veröffentlicht worden, 47 Jahre nach dem Tod des Dichters. Pessoa hat an diesem Buch über zwanzig Jahre lang gearbeitet. Der Hilfsbuchhalter Bernardo Soares arbeitet – wie Pessoa – in einem Lissaboner Handelshaus. „Wir alle, die wir träumen und denken, sind Buchhalter und Hilfsbuchhalter in einem Stoffgeschäft oder in einem Geschäft mit einem anderen Stoff in irgendeiner anderen Altstadt. Wir führen Buch und erleiden Verluste; wir summieren und gehen dahin; wir schließen die Bilanz und der unsichtbare Saldo spricht immer gegen uns.

Ein Einsamer in Lissabon, Buchhalter in der Straße der Vergolder, spricht Monologe vor sich hin: in seinem Büro, auf den Straßen der Stadt, im Restaurant, in seiner Wohnung. Die Sätze,… Der Beitrag Hörspiel: „Das Büro der schwarzen Stunden“ Von Fernando Pessoa erschien zuerst auf radiohoerer – Der Blog für Radiotipps – und Jazzfans.

über Hörspiel: „Das Büro der schwarzen Stunden“ Von Fernando Pessoa — radiohoerer

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