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Posts Tagged ‘Lesen’

Gebe der Himmel, daß der Leser, kühn geworden und für den Augenblick so ausschweifend wild wie das, was er liest, seinen abschüssigen, ungebahnten Weg durch die öden Sümpfe dieser düsteren Seiten voll Gift finde, ohne sich zu verirren; sofern er nämlich nicht mit strenger Logik und einer Anspannung des Geistes an die Lektüre geht, die seinem Misstrauen wenigstens gleichkommt, werden die tödlichen Ausdünstungen dieses Buches seine Seele durchtränken wie das Wasser den Zucker. Es ist nicht gut, daß jedermann die folgenden Seiten lese; einige wenige nur werden diese bittere Frucht gefahrlos genießen.

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Jean Paul

„Das Lesen nimmt so gut wie das Reisen die Einseitigkeit aus dem Kopfe.“

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Wir haben abgestimmt. Wir haben unsere Erklärung unterzeichnet. Wir haben eine Meinung. Woher sie kommt und worauf sie sich begründet? Gott ja. Man liest so viel…

Ein bisschen Hoffnung war da, als die große Koalition noch auf der Kippe stand: Vielleicht würde mit einem Minderheitskabinett ja der Bundestag zu neuen Ehren kommen, als Forum der Debatte und der konstruktiven Auseinandersetzung. Der Ausgang ist bekannt…

https://futurzwei.org/article/1020

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Die Reinkarnationslehre wird heute fast immer mit asiatischen Religionen verbunden, für welche sie eine Selbstverständlichkeit ist. Jedoch scheint im Grunde die Reinkarnationsidee von universeller Natur zu sein, denn es gibt keine große Religion, die sie nicht wenigstens einmal gekannt hat.

 

In der jüdischen Kabbalah wird zum Teil offen und klar über die Reinkarnation gesprochen. Wir lesen zum Beispiel im „Zohar”, dass „alle Seelen gehen durch die Prüfungen der Seelenwanderung”. Im Buch „Bahir” lesen wir: „Was bedeutet: ,ein Geschlecht geht und ein Geschlecht kommt‘? Ein Gleichnis: Ein König hatte Diener und kleidete sie … sie gerieten auf Abwege … da warf er sie hinaus und stieß sie weg von sich und zog Ihnen seine Gewänder aus … er … nahm die Gewänder, wusch sie gut … und warb sich andere Diener und kleidete sie in jene Gewänder … So hatten sie denn Teil an Gewändern, die schon auf die Welt gekommen waren, und andere Leute hatten sie vor ihnen angezogen.” Professor Gerschom Scholem, der Kabbalah-Forscher in Jerusalem, kommentiert: „Dies Gleichnis ist auffällig” und erklärt, mit „Gewand” sei hier die Seele gemeint, die von verschiedenen Körpern „getragen” würde… christian-reincarnation.com

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„Das Büro“ von J.J. Voskuil – gelesen von Wolfgang Schiffer, KulturSalon Freiraum, Köln, Gottesweg 116a, samstags 11:00 Uhr, sonntags 17:00 Uhr – wolfgangschiffer

24. Februar 2018

1.Der 2008 verstorbene niederländische Autor J.J. Voskuil war ein Unikat. Im Rentenalter schuf er mit dem mehrteiligen Roman „Das Büro“ einen Bestseller. Experten feiern ihn schon jetzt als ersten Klassiker des neuen Jahrtausends. Jetzt ist der siebte und letzte Band auf Deutsch erschienen.

Von Enno Stahl – Auch Maarten Koning würde vorziehen, es nicht zu tun, zu arbeiten nämlich – ganz so wie Bartleby, die genial anarchische Figur Herman Melvilles. Aber Kooning, dem unverhohlenen alter ego seines Autors Johannes Jacobus Voskuil, fehlt dieser Schuss Desporadotum freundlicher Verweigerung. Daher heuert er widerwillig und gegen den energischen Widerstand seiner Frau Nicolien, die ihn nicht mit einer beruflichen Anstellung teilen möchte, Ende der 1950er-Jahre im Institut für Volkskultur seines Mentors Anton P. Beerta an. DLF

2.Einmal im Jahr – Geburtstag. Sich selbst beschenken. Wieder ist es passiert. Diesmal das wohl langwierigste literarische Gesamtkunstwerk von J.J.Voskuil – Das Büro genannt. Eine Biographie eines Büroangestellten von 1957 an. Erblickte das Licht der Welt 1996 und erzeugte, wenn man dem Nachwort aus Band 1 glauben darf, eine regelrechte Voskuil Manie in den Niederlanden. Die Leute standen Schlange nach diesem eigenwilligen Buch, das (fast) ohne Sex und Crime auskommt. Das liest sich wie „Buchhalterprosa“, schimpften die Kritiker. Der Harry Potter der Niederlande? Ein neuer Marcel Proust? verhoovensbuch.wordpress.com

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Zygmunt Bauman – Alte und neue Gewalt

In den Vereinigten Staaten von Amerika gehört der Kampf gegen den
Terrorismus im In- und Ausland zu den Hauptbeschäftigungen der
Zentralregierung. Er schafft die Rechtfertigung dafür, einen stetig ansteigenden
Anteil des Nationaleinkommens in die Budgets von Polizei
und Streitkräften einzuspeisen. „Terrorismus“ ist zum Schlagwort geworden,
das jedes Mal in Erinnerung gerufen wird, wenn die Marines
oder die Bomberpiloten auf eine neue Mission geschickt werden, wenn
eine neue Serie intelligenter Raketen gestartet wird oder wenn den
Einwohnern der Innenstädte neue und härtere Restriktionen auferlegt
werden. Der Begriff des „Terrorismus“ kommt besonders dann gut zupass,
wenn irgendjemand irgendwo der Unterdrückung bewaffneten
Widerstand leisten will, vor allem, wenn sich der Widerstand gegen
Regierungen richtet, die schon vor langer Zeit ihren Widerstand gegen
das amerikanische „Globalisierungsprogramm“ des Freihandels und der
offenen Grenzen aufgegeben haben.

http://www.uni-bielefeld.de/ikg/jkg/1-2000/bauman.pdf

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Wenn er lange nicht gelesen hat, erweitern sich die Löcher im Sieb seines Geiste, und alles fällt durch und alles bis auf das Gröbste ist, als wäre es nicht da. Es ist das Gelesene bei ihm, das zum Auffangen des Erlebten dient, und ohne Gelesenes hat er nichts erlebt.

Provinz des Menschen, 122 – Carl Hanser

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