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Posts Tagged ‘Laterna Magica’

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Liebe, Leid und Obsessionen: Zu seinem 100. Geburtstag erscheinen Ingmar Bergmanns Memoiren in einer Neuauflage. „Laterna Magica. Mein Leben“ ist ein rückhaltloses Bekenntnis zu seinen großen Leidenschaften: Theater und Film.

Als Ingmar Bergman „Laterna Magica“, die Betrachtungen über sein Leben, 1987 herausbrachte, war der weltberühmte Regisseur und Drehbuchautor knapp 70 Jahre alt. Bergman hatte zu diesem Zeitpunkt noch 20 Jahre zu leben, doch er spricht davon, in diesem Moment nun die Summe seines Lebens in der Hand zu halten…

https://www.deutschlandfunkkultur.de/ingmar-bergman-laterna-magica-mein-leben-ein-leben-wie-ein.1270.de.html?dram:article_id=422843

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Da sitzt er vor seinem rot gestrichenen Sommerhaus inmitten von Wiesen und spricht von: Bildern. Erklärt sie, stiftet Zusammenhänge. Zeigt alte Stiche, die auch wie Wende-, Roll- und Wimmelbilder funktionieren und gedeutet werden können. Von der Schattenkunst, der Camera obscura, Laterna magica zu den Projektoren und komplexen Techniken – die Apparate, Blick- und Sehmaschinen und Gehirn-Imaginationen waren seine Wissenschaft. In seinem Haus in Mülheim an der Ruhr, der ehemaligen Lederfabrik am Fluss, steigt Werner Nekes in den Underground seiner fabulösen Kollektion, wo er auch schneidet, montiert, »Augenmusik erzeugt«, Perspektiven bewusst macht, Leinwand gestaltet, amalgamiert, die Wirklichkeit zersetzt und neu setzt.

Nekes (1944 bis 2017), geistig gelassen, aber neugierig, weise und wissend, kam uns vor wie ein kluges, altes Kind. Auch in diesem Film. »Das Leben zwischen den Bildern« (Kinostart: 9. Nov.) macht seine künstlerische Biografie von Beginn an bis ins Alter anschaulich: kulturwest.de

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Plötzlich hörte ich mich zu Erland sagen:“Ich bin dabei, meine Freunde zu verlieren. Ich spüre es körperlich. Sie zerrinnt, lässt empfindliche Hohlräume und feuchte Schleimhäute zurück, die eintrocknen und zugrunde gehen.“

Laterna Magica –  Alexander Verlag Berlin

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Am Sonntag sitzen Erland Josephson und ich in meinem Zimmer im Theater und sprechen über Johann Sebastian Bach. Der Meister war von einer Reise zurückgekehrt, in der Zeit seiner Abwesenheit waren seine Frau und zwei der Kinder gestorben. Er notierte in seinem Tagebuch: Gütiger Gott, möge ich nicht meine Freude verlieren.
In meinem ganzen bewussten Leben habe ich mit dem gelebte, was Bach seine Freude nannte. Sie rettete mich über Krisen und Elend hinweg und funkti-onierte genauso treu wie mein Herz. Manchmal überwältigend und schwer zu meistern, aber niemals feindselig oder zerstörerisch. Bach nannte diesen Zustand seine Freude. Eine Freude von Gott. Gütiger Gott, möge ich meine Freude nicht verlieren.
Plötzlich hörte ich mich zu Erland sagen: „Ich bin dabei, meine Freude zu verlieren. Ich spüre es körperlich. Sie zerrinnt, lässt empfindliche Hohlräume und feuchte Schleimhäute zurück, die eintrocknen und zugrunde gehen.“

Ingmar Bergman – Laterna Magica – Alexander Verlag Berlin 2003 – ISBN 3-89581-093-2

 

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