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Posts Tagged ‘Lärm’

Dienstag, 25. Mai 2021, 20:00 bis 21:00 Uhr NDR Kultur Feature

Das Meer wird immer lauter. Mit Schiffsmotoren, Echoloten und Bohrinseln zerstört der Lärm den Lebensraum für viele Tiere. Eine Reise in die Klangwelt der Meere. – Feature

Walgesänge, sanftes Blubbern, große Stille. So stellen wir uns den Klang der Unterwasserwelt vor. In Wahrheit wird es in den Meeren immer lauter: Schiffsmotoren, Sonare, Echolote, Bohrinseln und Bagger machen permanent Lärm. Der verbreitet sich im Wasser viermal besser als in der Luft. Umweltschützer haben vor kurzem eine „Lärmkarte“ des Mittelmeers gezeichnet. Darauf gibt es kaum noch ruhige Flecken. Neueste Studien zeigen, dass Unterwasserlärm nicht nur bei Walen sondern auch bei Fischen, Wirbellosen und sogar bei Plankton großen Schaden anrichtet: Verlust der Orientierung, Missbildungen, Fehlgeburten, Verhaltensänderung, Massensterben.

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Es ist Zeit abzurechnen. – Und der Ort der Abrechnung ist hier.

Hier, auf dem Titelblatt von „Le Figaro“, wo vor 100 Jahren, am 20. Februar 1909, die Anbetung des Lärms, die Aufforderung zur Misshandlung unserer Körper, die Anleitung zur ewig währenden Folter durch Schall ihren Ausgang nahmen. Hier, wo sich Filippo Tommaso Marinetti mit dem Futuristischen Manifest über sich selbst erhob und in unglaublicher Hybris die Geißeln der grenzenlosen Maschinisierung, Motorisierung und Mobilität und mit ihr die Geißel der grenzenlosen Schallentwicklung und mit ihr den kollektiven Missbrauch unserer Körper verherrlichte und damit alles befeuerte, was unseren Vorfahren Unheil und Tod brachte und uns und unsere Kinder bis heute quält:

Lärm!

Das Akustische Manifest von Peter Androsch,  wurde veröffentlicht hundert Jahre nach dem Futuristischen Manifest von 1909 und ich hoffe, daß es segensreicher wirke.

Ich veröffentliche es hier auf Einschaltverweigerung.de mit ausdrücklicher Genehmigung.- https://www.einschaltverweigerung.de/das-akustische-manifest/

 

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Before they dropped the superfluous ‚The‘, Pink Floyd appeared on ‚The Look Of The Week‘ and defended their music that host Hans Keller infamously found all a bit too noisy. Watch out for his killer last line. – bbc.co.uk/archive

↗ Originally broadcast 14 May 1967

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Wird es wirklich lauter oder werden wir bloß älter? Sind wir gar wehleidig? Vielleicht ist es ja ein Zeichen fortschreitender Mieselsüchtigkeit, solch ein Schwerpunktthema zu setzen. Auch für mich gab es Zeiten, da hat mich der Lärm wenig gestört, ja er wurde gesucht und gemacht. Lärm stand für Bewegung, für Aktion. Da war was los. Sich in Bewegung zu setzen, hieß alarmieren. Auffällig war der Lärm und auffallen hieß lärmen. Lärm imponiert. Den Lärmenden sowieso, aber auch den Belärmten…,..

Im Kontinuum des Lärms

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In irgendeiner Zeitung hab ich kürzlich gelesen, dass durch die konstante Erwärmung auch die Lärmbelästigung durch Klimaanlagen und Ventilatoren zunimmt – es summt, brummt, klirrt und weht überall. Laut diesem Artikel wären die Menschen durch diese Lärmbelästigung zusätzlichem Stress ausgesetzt und würden sich nichts sehnlicher als Stille wünschen. Das Problem: Stille ist ein rein theoretisches Konzept … geistergesang

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„Noise“ treibt sein Unwesen in der Nachrichtentechnik, in Informationstheorie, in Kybernetik, in den Sozialwissenschaften – und in der Musik. „Noise“ kann ein ungewolltes Geräusch, einen störenden Rest, ein Rauschen, einen Überschuss von Lärm oder gleich das Gegenteil von „Information“ und „ästhetischem Sinn“ bezeichnen. „Noise“ ist ein Wort, das genau das tut, was es bezeichnet: Sich der Festlegung entziehen, Unruhe stiften, Unordnung anrichten.Das Verhältnis von Macht und Widerstand wird von „Noise“ im Bereich des Hörbaren konkret problematisiert. Macht und ihr Umschlagen in Gewalt äußern sich in einer Lautstärke, die Gehorsam erzwingen will. Zugleich sind Lärm und Störung Begleiterscheinungen von Protest, Unordnung und sozialem Aufruhr. – Vom 2. bis zum 4. März fand in Hamburg die zweite Ausgabe des internationalen Festivals „Noisexistence“ statt, das es sich zur Aufgabe gesetzt hat, diese vielfältigen Positionen zusammenzubringen und ihnen in Konzerten, Foren und Vorträgen ein Forum zu geben. Zur Sendung…

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Lärm macht unproduktiv, aggressiv und krank. Deshalb begeben sich viele auf die Suche nach Stille. Aber wie und wo ist sie zu finden? Und was passiert, wenn man ihr begegnet? Ein Feature über die Wirkung von Ruhe und Entschleunigung.- DLF Kultur

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Lärmverschmutzung verschärft sozialen Stress. Aber jeder hört anders.

Äsop erzählt von der armen Landmaus, die von ihrer Freundin in die Stadt eingeladen wird. Die Stadt bietet üppigste Speisen und Vergnügen im Überfluss, verspricht die Stadtmaus. Aber es geht nicht gut. Kaum sitzen sie an den Resten der Tafel, bricht Gefahr in Gestalt der Dienerschaft herein, und die beiden zittern und fliehen.

In der Stadt muss man ständig auf der Hut sein, lehrt die Fabel. Stressoren lösen Angstreaktionen aus, für Mäuse und Menschen. Städter haben das dünnere Nervenkostüm. Sie sind hypersensibilisiert für unvorhersehbare und unkontrollierbare Ereignisse. Nur können die menschlichen Städter im Zuge der stark zunehmenden Urbanisierung nicht ohne weiteres aufs Land ausweichen. Für sie stellt sich die Frage dramatisch: Machen Städte krank? Eine neue Fachrichtung, die Neurourbanistik, untersucht den „sozialen Stress“, der aus den Formen der Vergesellschaftung hervorgeht.

https://www.heise.de/tp/features/Von-der-Sinfonie-der-Grossstadt-zur-Geraeuschkulisse-3931532.html

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Elias Canetti

Ich bin nicht entstanden. Soviel Worte, soviel Lärm, und ich bin noch immer nicht entstanden.

(Provinz des Menschen, Hanser)

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