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Posts Tagged ‘Kreis’

Blick nach tief unten

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„Die Eigenschaft ist das weibliche Prinzip, das Subjekt, der Reiz ist das männliche Prinzip, das Objekt.“ 

Mit solchen Sätzen streift Novalis, ohne es selbst noch zu wissen, an die Urpolarität: Seele und Bild.

Beide Pole, in welcher Gestalt sie immer zusammentreffen, erzeugen ein magnetisches Wechselverhältnis mit der Neigung zum Ausgleich des Spannungsgefälles. Der magische Kreis umfasst grundsätzlich alle Erfahrungsgegenstände, dergestalt dass es gleichgültig ist, ob man die Anziehung zweier kosmischen Massen aus dem Gesichtspunkt der Sympathie oder die Sympathie zweier Menschengemüter aus dem einer kosmischen Gravitation erklärt. Der orphische Eros ist zum Erklärungsprinzip der Metaphysik geworden; das Symbol von Vermählung, Schwangerschaft und Geburt tritt an die Stelle der Lösung des „Rätsels der Welt“.

Ludwig Klages. Der Geist als Widersacher der Seele, 899 (Aus der Vorgeschichte der Entdeckung der Bilder)

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(Ausschnitt): Der Garten* hat die Bedeutung eines eingefriedeten Bereiches, also eines Raumes, in den der Friede geholt wurde. Von Anfang an also ist der Garten ein umhegter Bezirk, ein Schutzraum, in dem Intimität und Geborgenheit gefunden werden. Ein Ort der wesentlichen menschlichen Beziehungen und des mußevollen Lebens…

*ahd. Gart, der Kreis. Verwandt ist der Begriff des Gürtens, des Gürtels.

Das Verlangen, in den Armen eines anderen aufgehoben zu sein, erschöpft sich keineswegs in den Kinderjahren („Wer kommt in meine Arme?“), es begleitet ein Leben lang. Wenn der junge Mensch heranwächst und seine Lösung vom Elternhaus in manchmal harten Prozessen sucht, wird die Sehnsucht nach Freundschaft und Geborgenheit zu einem anderen Menschen umso intensiver. Und ist die Ehe nicht, bildlich gesprochen, ein Leben in den Armen des Partners als Ausdruck und gleichzeitig auch Hoffnung, hier nun endlich als Erwachsener zu Hause zu sein. Selbst der alte Mensch, vielleicht wieder vereinsamt, weil die Lebenspartnerin, der Lebenspartner bereits gestorben ist, auch der alte Mensch bewahrt den Wunsch nichts ausschließlich auf sich selbst verwiesen zu bleiben, sondern immer noch Arme zu finden, in denen er Annahme und Wärme erfährt, Schutz findet vor alldem, was hilflos macht und entmutigt. So sind den die aufnehmenden liebenden Arme eine andere Umschreibung des Gartensymbols, vom dem die Bibel erzählt.

 

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Franz Kafka

Zwei Möglichkeiten: sich unendlich klein zu machen oder es sein. Das zweite ist Vollendung, also Untätigkeit, das erste Beginn, also Tat.

Zwei Aufgaben des Lebensanfanges: Deinen Kreis immer mehr einschränken und immer wieder nachprüfen, ob du dich nicht irgendwo außerhalb deines Kreises versteckt hältst.

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IMG_1346Die Kugel ist der ins Dreidimensionale übertragene Kreis und entspricht in Wesentlichen dessen Symbolik. Sie ist jedoch noch vollkommener das Symbol für Vollständigkeit und Ganzheit, für die Seele und die Gesamtheit aller einander aufhebenden Gegensätze.

Das Symbol der Kugel bedeutet die Gesamtheit aller Möglichkeiten in der endlichen Welt; die Urform, die die Möglichkeiten aller anderen Formen enthält; das Welten-Ei; die Überwindung von Zeit und Raum; Ewigkeit; die Anima mundi (Platon) und die zyklische Bewegung der Erneuerung; Die Kugel galt im Altertum nicht nur als Bild der Einzelseele, sondern auch der Weltseele und infolgedessen zum Teil auch als Bild der Gottheit.

Die als vollkommenste Raumform angesehene Kugel wurde zum Symbol des Universums (Erdkugel), des die Erde als sphaera umschließenden Himmels (Sternenhimmel, Himmelsgewölbe) und des Urmenschen (Platon)…- http://www.symbolonline.de/

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