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Posts Tagged ‘Komödie’

WDR 3 – Der junge Staat Israel, behauptet der Autor, sei infiziert mit der Kinderkrankheit aller optimistischen Nationen: der Bausucht. Und was alle Israeli tun, private wie staatliche Organisationen, das macht in diesem Hörspiel auch der rotbärtige Straßenbauarbeiter Kasimir Blaumilch. Bei einer Führung durch die Irrenanstalt soll er vorgeführt werden, der Mann in der Zelle 103 mit der fixen Idee: Er versucht immer wieder, auf phantastische Weise ins Ausland zu gelangen. Und siehe da: Zelle 103 ist leer. Dafür fehlen im Materialdepot ein Kompressor und mehrere Bohrer, und am nächsten Morgen beginnen in Tel Aviv auf der Kreuzung Allenby Road und Rothschild Boulevard Aushubarbeiten in Richtung Meer, über deren Veranlassung sich die Staatsorgane lange Zeit nicht im Klaren sind. Und weil offensichtlich keine Instanz die Bauarbeiten angeordnet hat, findet sich logischerweise auch keine, die sie einstellt. WDR 3

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Der trottelige Wallace stolpert in ein Agentenspiel, als er aus Versehen den Anruf eines Spions entgegen nimmt… Skurrile Slapstick-Agentenkomödie mit BILL MURRAY als naiv-trotteligem Loser

https://de.wikipedia.org/wiki/Agent_Null_Null_Nix

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Lancelot kommt auf seiner Wanderschaft in eine Stadt, die ein Drache seit hunderten von Jahren tyrannisiert: Der Drache verlangt von den Städtern ein schönes junges Mädchen zur Ehe, um es sofort nach der Hochzeit zu töten. Alle haben sich mit diesem Brauch abgefunden, denn, so tröstet man sich, dafür beschützt der Drache die Stadt ja auch – vor möglichen anderen Drachen. Lancelot hingegen drängt es danach, die Stadt zu befreien, zumal ihm das als nächstes Opfer vorgesehene Mädchen sehr gefällt…

Seine Märchenkomödie schrieb Schwarz 1943, der „Drache“ symbolisierte zunächst Hitler und seine Armee, doch der weitere Verlauf der Handlung spiegelt die politischen Verhältnisse in der Sowjetunion unter Stalin und attackiert damit durch den Märchencharakter ironisch gebrochen Zwangsherrschaft und Totalitarismus ganz allgemein. „Der Drache“ durfte zu Lebzeiten des Autors nicht in Russland aufgeführt werden. – SR 2

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SR 2 – Sonntag, 6. Juni 2021 um 17:04 Uhr – SR2

Langeweile und Überdruss, Monotonie und Unsinn des Erdendaseins sind die Themen dieses ironischen Lustspiels von Georg Büchner, das er 1836 im Alter von 23 Jahren schrieb.

Leonce, müder und zynischer Prinz im Reiche Popo, bricht aus der sozialen Ungerechtigkeit im Lande seines Vaters und aus dem Müßiggang seines Lebens aus. Er wandert, zusammen mit dem Gleichgesinnten Valerio, über die Landesgrenzen, um sich vor seiner geplanten Hochzeit mit der ihm unbekannten Lena aus dem Reiche Pipi zu drücken. Aber auch Lena fürchtet sich vor Konvention und Leere, auch sie will eher sterben, als standesgemäß heiraten.

Als ironische Pointe entwirft Leonce das utopische Bild eines epikureischen Musenstaates, in dem Valerio als Staatsdiener darüber wachen wird, dass keiner zuviel arbeitet. – (Hördat)

 

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Das Durchbrechen einer jahrzehntealten Gewohnheit führt in dem 1985 zuerst erschienenen Prosaband mit dem Untertitel »Komödie« von Thomas Bernhard dazu, daß der Privatgelehrte Atzbacher und der Musikphilosoph Reger sich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen im Wiener Kunsthistorischen Museum treffen. Atzbacher nimmt diese außergewöhnliche Verabredung zum Anlaß, den in seine Betrachtung versunkenen Reger zu beobachten. Der Zweiundachtzigjährige, der seit dreißig Jahren aus Wien für die Times Musikkritiken schreibt, hat im Kunsthistorischen Museum seine Kunstbetrachtung zur Perfektion entwickelt: Sie besteht darin, jedes Kunstwerk, das für vollendet gehalten wird, so lange zu studieren, bis dessen Fehler aufgedeckt sind. Alle Alten Meister und Großen Geister sind unvollkommen.

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Charles Dickens

Wir müssen lernen, die Komödie zu Ende zu spielen. Wir müssen das Unglück müde machen.

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