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Moral ist nur was für arme Schlucker

Ein Kommentar von Christiane Florin

https://www.deutschlandfunkkultur.de/kirche-missbrauch-moral-bistum-koeln-100.html

Das Erzbistum Köln ist ein göttliches Ding. Das behaupteten seine Spitzenvertreter, als sie noch nicht in geistlichen Auszeiten oder im afrikanischen Ausland weilten. Die römisch-katholische Kirche, so pflegten Rainer Maria Woelki und seine geweihte Entourage zu sagen, sei nicht irgendeine weltliche Institution, nein, sie sei von Gott selbst eingesetzt und dürfe nicht verändert werden.

Wenn das stimmt, dann kam Jesus in Köln zur Welt und arbeitete bis zu seinem 33. Lebensjahr als Jurist oder PR-Berater. Denn diese Berufsgruppen scheinen für die Verkündigung dessen, was man in der Domstadt fürs Evangelium hält, systemrelevant zu sein.

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Bebauungsplan für Kohlekraftwerk Datteln 4 rechtswidrig – Ohne Rücksicht auf Recht und Gesetz

Das Gerichtsurteil lasse an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig, kommentiert Georg Ehring. Behörden und Landesregierungen hätten das Kohlekraftwerk Datteln 4 mit allen Mitteln durchgedrückt. Es sei zu hoffen, dass das Urteil letztlich zur Stilllegung des widerrechtlich errichteten Kraftwerks führe.

Alle tragen Verantwortung

Das Urteil ist eine Schlappe für die schwarz-gelbe Landesregierung in Nordrhein-Westfalen unter Führung von Ministerpräsident Armin Laschet. Für den Wahlkampf taugt dieser Umstand allerdings nur bedingt. Denn auch die heutige Opposition steckt tief mit drin im Skandal um Datteln 4. Die frühere rot-grüne Regierung von Hannelore Kraft erteilte dem Projekt eine Sondererlaubnis. Die Grünen waren zwar dagegen, doch sie wehrten sich vergeblich und setzten die Koalition wegen des Kraftwerks nicht aufs Spiel. – DLF

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I can understand every single word in a Russian song. So proud of myself.

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Die Süddeutsche Zeitung schreibt zum Kahlschlag der Kulturprogramme im WDR:Die Sendeanstalt verkündet massive Streichungen in ihrem Literaturprogramm, schon von März an soll es in der Sendung „Mosaik“ im WDR 3 keine Buchrezensionen als feste Rubrik mehr geben. Insgesamt stehen vier Literatursendungen und -Rubriken vor einer ungewissen Zukunft. Timing, Kommunikation, Organisation erinnern an eine Art feindliche Übernahme. Man traut seinen Augen kaum.“
siehe dazu meinen kommentar einige tage vor der offiziellen verlautbarung: ich nenne sie mal wellenkraken, die öffentlich-rechtlichen sender, die mit dem aufkommen der privatradios in den 1980er jahren zu ihrem letzten UKW-wellenkauf aufbrachen. ziel der geldigen aktion war, frequenzterrain zu besetzen und es nicht den „privaten“ zu überlassen… mit der zeit schlichen sich immer mehr originäre inhalte in die neuen kanäle, sodass zum beispiel WDR 5 vom wiederholungskanal zum vollen kultur- und wort-kanal wurde. das war enorm teuer, ging aber lange gut, weil man genug geld hatte. jetzt, da man nicht mehr genug geld hat (und das liegt am wenigsten an den nicht mehr gestiegenen rundfunkgebühren), rächt sich das. die wellen wurden schon anfang der 2000er jahre zart ausgedünnt, was immer hieß: weniger wort, mehr musik. denn musik ist billig. kostet nur die GEMA-pauschale…,..

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Fast 40 Jahre lang lieferte die SPEX zuverlässig Gedankenfutter für kritische Musikfans, seit Herbst 2018 nur noch digital. Jetzt ist auch die Online-Version des Popkulturmagazins Opfer der Corona-Krise geworden. Erinnerungen an eine große Ära.

Die SPEX war wichtig, nicht nur in der Provinz. Sie war die einzige Popmusik-Zeitschrift im deutschsprachigen Raum, die sich den irritierenden New Wave- und Postpunk-Phänomenen widmete. Im Großformat, anfangs in nüchternem Schwarz-Weiß gehalten, wurden hier neue Popkünstler*innen und Bands vorgestellt. Es war klar, dass dies nicht mit dem Kumpeljournalismus geschehen konnte, der in älteren Rock-Musik-Zeitschriften wie SOUNDS angesagt war. In der SPEX wurde um die reine Lehre gerungen, um eine angemessene Sprache für Pop und New Wave, um Modernität.

BR.de

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Es ist eine Tragödie, dass dieser Tag der Befreiung von Corona überschattet wird. Denn das, was der Nationalsozialismus zum Vorschein brachte, kommt wieder näher. Von 
Dieses Kleinerwerden des Nationalsozialismus, man kann es in Deutschland seit Jahren wieder beobachten. Etwa wenn ganz normale Leute erregt fragen, warum der Bundespräsident in Yad Vashem eine Rede auf Englisch und nicht auf Deutsch vorgetragen hat. Oder 41 Prozent der Deutschen laut einer Studie aus dem vergangenen Jahr sagen, die Juden in Deutschland sprächen zu viel über den Holocaust.- Zeit.de

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Ein Kommentar: Was haben sich Ende März noch alle aufgeregt, als reaktionäre Republikaner in Texas ihre Mitbürger angesichts des einsetzenden Wirtschaftseinbruchs aufforderten, ihr Leben für das Wohl der US-Wirtschaft zu opfern – und trotz Pandemie zu arbeiten. Dabei bildeten die USA auch damals nur die Avantgarde der krisenbedingten Verrohung der veröffentlichten Meinung. Wenige Wochen später ist eben dieser monströse Opferdiskurs in der Öffentlichkeit der Bundesrepublik plötzlich präsent.

Und es sind keine bloßen Hinterbänkler, die Menschenleben gegen ein Ende des „Lockdowns“ abwägen. Wolfgang Schäuble, der in der Eurokrise ganze Länder – etwa das geschundene Griechenland – mittels eines drakonischen Sparregimes zu immer neuen, sinnlosen Opfern nötigte, erklärte gegenüber dem Tagesspiegel, dass das Leben der höchste der Werte nun wirklich nicht sei.- Heise.de

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