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Posts Tagged ‘kollektives Unbewusstes’

GESPRÄCH MIT KENZABURŌ ŌE, NOBELPREISTRÄGER FÜR LITERATUR AUS JAPAN

Als er 1994 aus Stockholm den Anruf erhielt, ob er den Nobelpreis annehme, war sein hirngeschädigter Sohn am Telefon und antwortete: Nein, danke. In dem Buch, an der er gerade schreibt, geht es um einen Sektenführer in Japan (ein Sektenführer war für die U-Bahn-Giftattentate verantwortlich). Er erkannte sich in einem anderen Menschen wieder und es ist nicht sicher, ob die verschiedenen Individualisten, sagt Kenzaburo Ōe, nicht durch unterirdische Flüsse miteinander verbunden sind. Verknüpft ist auch die Realität mit dem Antirealismus des Gefühls. Ich könnte, sagt Ōe, vor Verzweiflung oder vor Lachen sterben. In seiner Erzählung DER STOLZ DER TOTEN (man kann auch übersetzen: „Schamlosigkeit, Üppigkeit, Luxus, Macht der Toten“, die japanischen Schriftzeichen sind vieldeutig) geht es um einen Studenten und eine Studentin, die in der Anatomie Leichen in verschiedene Becken sortieren. Der „groteske Realismus“, für den Ōe ausdrücklich den Nobel-Preis erhielt, kommt zustande, weil Ōe die Risse im Gebälk der Wirklichkeit niemals zukittet. Mao Zedong und Sartre hat Ōe persönlich gekannt. Ein Gespräch von ungewöhnlichem Unterhaltungswert.

https://www.dctp.tv/filme/mann-des-grotesken-realismus?fbclid=IwAR1a2pqCzi5_PEa-Jt34gO_zohHFcbxCcbq_2q0ya3xse7s5wofoRhSSNsM

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C. G. Jung stellt in diesem Buch „Symbole der Wandlung“ seine Theorie von Bewusstsein und dessen Beziehung zum Unbewussten dar.

Dabei geht er aus von den Tagebüchern einer jungen Amerikanerin. Er nennt sie «Frank Miller». Sie war anfangs des 20. Jahrhundert an Schizophrenie erkrankt. C. G. Jung orientiert sich ausschliesslich an ihren Schriften, die von ihrem Psychiater im Jahr 1906 in einer Fachzeitschrift veröffentlicht wurden. Aus dieser Fachzeitschrift hatte C. G. Jung ihre Schriften übernommen. Miss Miller persönlich hat er nie gekannt.

In seinem Buch trägt viel schriftliches Material zusammen, um seine These vom kollektiven Unbewussten und den Archetypen zu stützen. Es ist schrifliches Material aus verschiedenen Jahrhunderten und Kulturkreisen… theologie-vision.eu

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Erich Neumann hat in seinem Buch „Ursprungsgeschichte des Bewusstseins“ die menschheitsgeschichtliche Entwicklung des Ich-Bewusstseins aus dem kollektiven Unbewussten dargestellt. Dabei geht er aus von der unbewussten Vollkommenheit, die von unserem Bewusstsein im Symbol der Kreisschlange, dem Uroboros, gerade noch wahrgenommen wird. Die Schlange, die sich in den Schwanz beisst, symbolisiert unser kollektives Unbewusstsein im dynamischen und statischen Aspekt seiner Ganzheit: Diese Ambivalenz kommt darin zum Ausdruck, dass sich die Kreisschlange sich selber auffrisst, aber auch gefressen wird. Sie gebiert sich und wird gleichzeitig geboren.- theologie-vision.eu/

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