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Posts Tagged ‘Kinhin’

Kinhin ist ein sehr langsamer, auf der Atmung basierender Gang, der im Dojo zwischen zwei Zazen-Sitzungen geübt wird.Meister Wang-Genh erklärt Ihnen die Einzelheiten dieser Form des Gehens

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Kinhin_Gehen im Zen

(Handnotizen,alt): Man steht aufrecht, die Wirbelsäule ist ganz gerade, das Kinn zurückgezogen, der Nacken gestreckt, der Blick drei Meter vor dem eigenen Körper nach unten gerichtet. Die linke Faust umschließt den Daumen und liegt auf der Knorpelplatte über dem Solarplexus. Die rechte Hand umfasst die linke Faust, und beide Hände werden beim Ausatmen fest aneinander und gegen das Brustbein gedrückt. Die Ellbogen sind nach außen gerichtet und die Unterarme werden in der Waagerechten gehalten; die Schultern sind locker und entspannt. Zu Beginn des Ausatmens setzt man den rechten Fuß einen Schritt nach vorn und drückt mit der Fußsohle auf den Boden, genauer, mit der Wurzel der großen Zehe, als wolle man eine Spur im Boden hinterlassen.

Es besteht eine tiefe Beziehung zwischen diesem Teil des Fußes und dem Gehirn, und es ist wohltuend, den Kontakt mit dem Boden zu spüren. Wenn nun das Knie gut gestreckt wird, befindet sich das Bein und die ganze rechte Körperseite vom Scheitel bis in die Fußspitze in Spannung. Das andere Bein und die andere Körperseite bleiben locker und entspannt. Gleichzeitig atmet man durch die Nase tief, langsam und so lange wie möglich aus, doch ohne Zwang und lautlos. Danach hält man kurz inne, entspannt den ganzen Körper, und das Einatmen geschieht von allein, automatisch und frei.

Zu Beginn des nächsten Ausatmens wechselt man das Bein, und der ganze Vorgang beginnt von neuem, indem man den Druck auf den linken Fuß verlagert und das rechte Bein locker läßt…

… Dieses Laufen ist rhythmisch, wie das einer Ente, wobei Spannung und Entspannung, starke und schwache Phasen einander abwechseln, wie ein Tiger im Wald. Der Blick ist nach innen gerichtet, so als wäre man mit sich selbst allein. Wie auch beim Zazen (Sitzen) läßt man die Gedanken vorbeiziehen. Kinhin ist wie Zazen eine Methode tiefer Konzentration. Die Energie wird durch den Druck des Ausatmens im Unterbauch (Hara) gesammelt, wo sie wahrhaft aktiv ist. Dies ist die Einübung der Stabilität der Energie im Hara.

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