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Posts Tagged ‘Ki’

Herbert W. Franke ist Autor, Wissenschaftler und Künstler. Golem.de hat den 95-Jährigen zu seiner Sicht auf aktuelle Entwicklungen befragt. Ein Interview von Martin Wolf

Die Bedeutung der aufkommenden Computer- und Informationstechnologie war mir von Anfang an klar. Schon damals war ich überzeugt, dass diese Technologie zwei wichtige Strömungen hat: die Schaffung Künstlicher Intelligenzen als alternativen Lebensentwurf – und die Perfektionierung von Traumwelten, die bisher wahrscheinlich nur ein einziges biologisches Wesen auf diesem Erdball entwickelt hat: der Mensch. Diese Entwicklungen bergen natürlich Chancen und Gefahren. Auf der Seite der Chancen liegt beispielsweise die Möglichkeiten in der Bildung – auf der anderen Seite, naja, da brauche ich nicht viel zu sagen: Kommerz und Militär sind meist die ersten, die Technologien für ihre Zwecke nicht nur brauchen, sondern auch missbrauchen.

https://www.golem.de/news/interview-mit-herbert-w-franke-die-welt-wird-anders-aber-nicht-besser-2205-164828.html

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Moderne Neandertaler mit Autoschlüssel, Sonnenbrille und Handyvertrag 

Falls wir jemals in Gottes Hand gewesen sein sollten, hat uns der Herr an der Schwelle des dritten Jahrtausends aus seinen Händen in die Hände der Technik übergeben. Worüber man sich jedoch keine Sorgen machen muss. Hat doch so wie Gott, der uns Wege zur Erlösung aus dem menschlichen Jammertal aufzeigte, auch die Technik wirklich Großes mit uns vor. Und im Gegensatz zum Herrn, den man nie an seinen Taten messen konnte, liefert die Technik weit mehr als sie verspricht. Indem sie nichts Geringeres als die totale Befreiung aus Unzulänglichkeiten unserer leiblichen Existenz vorantreibt. –

Technische Vernunft statt zerstörerischem Irrsinn – Humanität ist machbar

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Bayern 2 – Samstag, 13. November 2021 um 15:05 Uhr – (Kunstkopfstereo)

In einem utopischen Staat auf dem Boden der heutigen USA hat ein Sektenführer namens Papa Joe die Macht übernommen, der religiöse Inhalte mit neuartigen Methoden der Massenbeeinflussung verbindet und dadurch zum mystischen Übervater der gesamten Nation geworden ist. Zwei europäische Diplomaten besuchen im Auftrag ihrer beunruhigten Regierungen dieses Neu-Amerika. Einer der beiden, Boris van Veldern, läßt sich auf ein Experiment ein, bei dem er unverhofft selbst unter den Einfluß der ausgeklügelten Technik gerät, mit der Papa Joe die Menschen seines Landes manipuliert. Er soll als Missionar für Papa Joes Zwecke eingespannt werden. (Hördat)

 

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Eine seltsame und nicht ganz geheure Obsession befällt unseren Blick auf die Zukunft. Wir sind Produkte einer natürlichen Evolution und doch stellen wir uns die Weiter- und Höherentwicklung unserer Spezies gerne vor als eine Überwindung der Condition humaine durch Technologie. Die Träume vieler Futuristen gravitieren um das Zentrum einer post-biologischen Superintelligenz, welche alle Formen der organischen „Wetware“ abgestreift haben wird. Man hat fast den Eindruck, als erschallte aus den Schaltkreisen unserer Computer ein neuer Ton mit geradezu erlöserischen Oberklängen:

kaeser-technotopia.blogspot.com

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Was lässt ein Wesen lebendig erscheinen? Sind es irgendwelche sensorischen Wahrnehmungen, die wir ihm zutrauen, oder ist es die Fähigkeit, zu atmen / die Fähigkeit, sich aus eigenem Antrieb fortzubewegen? Braucht es die Idee einer selbständigen Existenz, die uns hinlänglich versichert, dass wir es mit Leben zu tun haben … was ja neben den genannten motorischen skills zumindest Spuren eines kognitiven Erkennens und kreatives Ersinnens voraussetzen würde?

Und, wenn alle diese Voraussetzungen erfüllt sind: Darf sich dann auch künstliches Leben „Leben“ nennen?

Schon nur aufgrund solcher Fragen eröffnet sich die doppelte Natur der Faszination für etwas, was sich je nachdem, „künstliches Leben“ oder „künstliche Intelligenz“ nennt. – http://symbolforschung.ch/Artifizielle.html

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Aus einem wahrscheinlich schon historischen und kaum mehr (?) erhältlichen Artikel (Leseblätter, Fernleihe, lang ist`s her) hier Auszüge aus dem Artikel von Josephine Zöller unter dem Titel: „Prophylaxe, Therapie, Uralte Chinesische Weisheit„.

Qi als Naturkraft, im Makro- wie im Mikrokosmos. Ohne Qi kein Leben. Qi scheint offenbar mit keiner der bisher erforschten Naturkräfte identisch, wie z.B. der Elektrizität. der Europäer fühlt sich bemüßigt zu fragen: Was ist Qi? – Dem Chinesen hat sich diese Frage nie gestellt. Man hat dort die Erfahrung gemacht, dass das Qi existiert. –  Man kann nicht sagen, es sei Gas, es sei Luft, es sei der Atem, auch nicht, dass es unsere Seele sei. Aber mit all diesem hat es zu tun.

In der japanischen Sprache heisst es Ki, im Indischen ist es das Prana, im Altgriechischen könnte das Wort, der Begriff Pneuma dem, was die Chinesen mit Qi meinen, eng verbunden sein. Qi  ist auch dem altdeutschen Od nahe, Kleinod oder in Odem. Mit Odem schließt sich auch der Kreis zum Atem. So wie im Kosmos alles in pulsierender Bewegung ist, Energie und Masse, Nichts und Etwas, Polarität zwischen dem, was wir mit Plus und Minus bezeichnen, so ist auch der Atem – mit ihm das Qi – eine Bewegung zwischen Ein und Aus, Auf und Ab. Qi ist im ständigen Fließen.

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– Er stellte zwei Prinzipien auf, Ri und Ki. Ri ist die Weltseele, Ki (Qi) der Weltstoff. Ri und Ki sind aber eines und dasselbe, indem sie die Attribute Gottes sind und daher nur in ihm und durch ihn sind. Gott ist ihre Vereinigung. Ebenso umfasst die Seele Ri und Ki. Von Gott sagt Toju: „Gott als das Wesen der Welt umfasst die Welt, aber befindet sich zugleich ganz in der Nähe von uns, und zwar in unserem eigenen Leib.“ Gott ist für ihn ein allgemeines Ich, während das individuelle Ich „Himmel“ in uns ist, etwas Übersinnliches, Götlliches, als Ryochi bezeichnet. Ryochi ist „Gott in uns“ und wohnt in jedem Individuum. Es ist das wahre Ich. Toju unterscheidet nämlich ein wahres und falsches Ich. Das falsche Ich ist eine erworbene, aus verkehrten Meinungen entstandene Persönlichkeit. Man könnte dieses falsche Ich zwanglos als „Persona“ bezeichnen, nämlich als jene Gesamtvorstellung unseres Wesens, die wir aus der Erfahrung unserer Wirkungen auf die Umwelt und ihrer Wirkungen auf uns herausgebildet haben. Die Persona bezeichnet das, als was sich einer selber und der Umwelt erscheint, nicht aber das, was einer ist, um mit den Worten Schopenhauers zu reden. Was einer ist, ist sein individuelles, nach Toju „wahres“ Ich, das Ryochi. Ryochi wird auch das „Alleinsein“ als „Alleinerkennen“ genannt, offenbar weil es ein auf das Wesen des Selbst bezogener Zustand ist,  jenseits von allen durch äußere Erfahrung bedingten persönlichen Urteilsbildungen. Toju fasst Ryochi als das „summum bonum“, als „Wonne“ auf. (Brahman ist ananda = Wonne). Ryochi ist das Licht, das die Welt durchdringt. Ryochi ist Menschenliebe, unsterblich, allwissend, gut. Das Böse kommt vom Wollen (Schopenhauer!). Es ist die selbstregulierende Funktion, der Vermittler und Vereiniger der Gegensatzpaare, Ri und Ki. Es ist, ganz nach indischer Vorstellung, der „alte Weise, der dir im Herzen wohnet“, oder wie Wang Yang-Ming, der chinesische Vater der japanischen Philosophie sagt: „In jedem Herzen wohnt ein Sejin (Weiser). Nur glaubt man es nicht fest genug, deshalb ist das Ganze eingegraben.“ –  (C.G. Jung, Psychologische Typen, S.233/234)

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