Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Keiji Nishitani’

„Was Religion notwendig, was sie für den Menschen notwendig werden lässt, ist dies: Sie lässt uns zum Ursprung des Lebens zurückkehren. Dort ist das Leben etwas jenseits von Funktionalität oder Nützlichkeit; das bedeutet, dort gehen wir über unsere übliche Lebensweise hinaus, unsere gewöhnliche Seinsweise wird durchbrochen.“
„Der Mensch, für den Religion noch nicht notwendig wurde, ist in Wahrheit vom Ursprung des Lebens entfernt. Er lebt unter dem Vorzeichen bestimmter Zwecke, die er verfolgt, und irgendwelcher Nutzeffekte, die er hier und jetzt zu erlangen hofft.“
Warum existieren wir eigentlich? – „Wenn wir dahin gelangen, den Sinn unserer Existenz zu bezweifeln und wenn wir uns selbst zu einer Frage werden, dann steigt das religiöse Bedürfnis in uns auf.“
„Das religiöse Bedürfnis zeigt sich dort, wo das gewöhnliche Leben, auch nach seinen Höhepunkten in Kultur und Wissenschaft, an Bedeutung verliert, ja im Grunde unwichtig wird.“

Read Full Post »

T.S Eliot

Unreal City,

Under the brown fog of a winter dawn.

A crowd flowed over London Brigde, so many,

I had not thought death had undone so many.

+

Unwirkliche Stadt,

Im braunen Nebel eines Wintermorgens,

Strömte die Menge über London Brigde, so viele,

Ich glaubte nicht, der Tod fälle so viele.

+

Eliot zeigt in der letzten Zeile eine Beschreibung der Totenprozession in Dantes Inferno, wie die Menschen über London Brigde strömen. Die geschäftige Stadt London, eine vor Augen liegende Wirklichkeit, erscheint dem Dichter als solche als „unreal“, das heißt: als tot.

(im Schlußteil von Das wüste Land werden nicht nur London, sondern auch Jerusalem, Athen und Alexandria, die Entstehungszentren der westlichen Kultur, „unreal“ genannt. Das doppelsichtige Auge richtet sich auch auf die Geschichte).

Eine solche Doppelbelichtung ist der wahren Sicht der Wirklichkeit in ihrer Realität gemäß. Die Wirklichkeit selbst erheischt sie. Hier werden Geist, Personalität, Leben und Materie zusammengesehen. sie sind nicht getrennt…

> Keiji Nishitani – Was ist Religion? – Shukyo towa nanika – Insel 1986

Read Full Post »

  • … ist ein Vertreter der der zenbuddhistischen Kyoto-Schule. Er sagt: „Was Religion notwendig, was sie für den Menschen notwendig werden lässt, ist dies: Sie lässt uns zum Ursprung des Lebens zurückkehren. Dort ist das Leben etwas jenseits von Funktionalität oder Nützlichkeit; das bedeutet, dort gehen wir über unsere übliche Lebensweise hinaus, unsere gewöhnliche Seinsweise wird durchbrochen.“
  • „Der Mensch, für den Religion noch nicht notwendig wurde, ist in Wahrheit vom Ursprung des Lebens entfernt. Er lebt unter dem Vorzeichen bestimmter Zwecke, die er verfolgt, und irgendwelcher Nutzeffekte, die er hier und jetzt zu erlangen hofft.“
  • Warum existieren wir eigentlich? – „Wenn wir dahin gelangen, den Sinn unserer Existenz zu bezweifeln und wenn wir uns selbst zu einer Frage werden, dann steigt das religiöse Bedürfnis in uns auf.“
  • „Das religiöse Bedürfnis zeigt sich dort, wo das gewöhnliche Leben, auch nach seinen Höhepunkten in Kultur und Wissenschaft, an Bedeutung verliert, ja im Grunde unwichtig wird.“

Read Full Post »