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Posts Tagged ‘Karl Kraus’

Ö1 – Samstag, 2. Juli 2022 um 14:00 Uhr (Kurzfassg.) – https://oe1.orf.at/player
Die Geschichte des Ersten Weltkrieges erscheint als Mosaik von Wirklichkeitsausschnitten. Mehr als ein Drittel des Tragödientextes ist aus Zitaten montiert, die Zeitungsmeldungen, Leitartikeln, militärischen Tagesbefehlen, Verordnungen, Gerichtsurteilen, kommerziellen Anzeigen und Gedichtsammlungen entnommen wurden. Überallhin führt Kraus: in die Straßen Wiens und Berlins, in Kanzleien und Kasernen, in Hinterhöfe und großbürgerliche Wohnungen, in Friseursalons und Redaktionen, in Vergnügungslokale und Truppenunterkünfte, in Lazarette und Wallfahrtskirchen, in den Prater und an die Kriegsschauplätze. Es treten auf, neben dem „Nörgler“ und dem „Optimisten“, der deutsche Kaiser Wilhelm II. sowie Österreichs Kaiser Franz Joseph, der deutsche Kronprinz und die österreichischen Erzherzöge – daneben Militärs und Zivilisten jeder sozialen Schattierung. Viele dieser Repräsentaten eines entmenschten Geschehens werden von Kraus ins Maskenhaft-Typische stilisiert.

http://www.xn--hrdat-jua.de/index.php?aktion=suche&dat=2022-07-02

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Genau einen Monat, nachdem der österreichisch – ungarische Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajewo durch serbische Nationalisten ermordet wurde, eröffnete am 28.7.1914 die KuK-Monarchie gegen Serbien den Krieg, der binnen Tagen mit dem Eintritt Deutschlands, Frankreichs, Rußlands und Englands zum Ersten Weltkrieg sich ausweitete.

„Die Handlung, in 100 Szenen und Höllen führend, ist unmöglich, zerklüftet, heldenlos.“

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Ich für meinen Teil war von Beginn dieser Aktion der Ansicht, daß der Kopfsturz der Menschenwürde von einem Gehirnbazillus verursacht ist, dem nur die ihm selbst verfallene Wissenschaft bislang nicht auf die Spur kommen konnte. Der Eindruck, daß die ganze aktiv und passiv am Opfer beteiligte Gemeinschaft aus spezifischen Tollhäuslern besteht, wird nicht so sehr durch die täglich gesteigerte Rapidität des Entschlusses, sich in Schmach und Schuld zu stürzen, bewirkt als durch die totale Fühllosigkeit im Angesicht der geistigen und ethischen Kontraste, zwischen denen sich dieses Schauerdrama abspielt.

Karl Kraus: Das technoromantische Abenteuer. In: Die Fackel, H. 474–483 v. 23.5.1918, S. 41–45. – http://cenex.net/technoromantik/

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„Die letzten Tage der Menschheit“ widmete Karl Kraus einem Marstheater, da es auf Erden nicht aufführbar ist: zu lang und mit zu vielen Rollen, d. h. es würde Tage dauern es aufzuführen und man bräuchte dafür Unmengen von Schauspielern. Helmut Qualtinger jedoch führte es wie hier in einer Fernsehaufzeichnung aus dem Jahr 1965 ganz allein auf.- ARD Alpha

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Ö1 – Freitag, 26. Okt 2018 14:00 Teil 1/2 

„Die letzten Tage der Menschheit“ (Teil 1 von 2) von Karl Kraus. Mit Erwin Steinhauer, Musik: Georg Graf, Pamelia Stickney, Joe Pinkl, Peter Rosmanith. Bearbeitung: Franz Schuh und Erwin Steinhauer (2014).

Karl Kraus hat sein in fünf Akte gegliedertes und insgesamt 200 Szenen umfassendes und in einem Weltuntergang endendes „Marsdrama“ in den Jahren 1915 bis 1922 geschrieben, als Reaktion auf den Ersten Weltkrieg, dem bis dahin umfassendsten Krieg der Geschichte. 70 Millionen Menschen waren unter Waffen, 17 Millionen starben. Erwin Steinhauer und Franz Schuh haben für Ö1 eine Auswahl aus den mehr als 200 Szenen der „Letzten Tage der Menschheit“ getroffen.- Ö1

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