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Posts Tagged ‘Johan Huizinga’

Für den niederländischen Kulturhistoriker Johan Huizinga ist der Mensch immer auch homo ludens. Weil er im Spiel nicht bloß eine Kulturerscheinung unter vielen sieht, sondern eine gestaltende Kraft für Kulturen.

1938 veröffentlichte der niederländische Kulturhistoriker Johan Huizinga sein Hauptwerk „Homo Ludens: Vom Ursprung der Kultur im Spiel“. Erst nach dem Weltkrieg jedoch wanderte das Werk um die Welt, wurde alsbald zu einem Meilenstein der Ludologie und machte seinen Autor als Erfinder des spielenden Menschen bekannt. Huizinga stellt dem denkenden (homo sapiens) und schaffenden Menschen (homo faber) den Menschen als Spieler (homo ludens) an die Seite. Im Spiel – und nicht im Geist und der Vernunft oder dem Tätigsein – findet Huizinga ein Grundelement, das die gesamte menschliche Kultur durchzieht. – ludologie.de

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Seine Schilderung der Welt des Mittelalters hat ihn berühmt gemacht. Nun kann man Johan Huizinga auch als Zeitdiagnostiker kennenlernen.

Der Ruhm des niederländischen Kulturhistorikers Johan Huizinga beruht auf einem einzigen Buch: „Herbst des Mittelalters“. Daneben haben sich allenfalls seine Essays über Erasmus und über den „Homo ludens“ behauptet. Huizinga gilt als Meister der Schilderung vergangener Welten, die er auf einzigartige Weise zu beleben verstand. So hat er das ausgehende Mittelalter durch Betrachtungen zu Literatur und Kunst in ein ganz neues Licht gerückt. Es war die Kunst, aus der er die Wesenszüge der Epoche herauslas.

Damit glückte ihm etwas Seltenes, wenn nicht Einzigartiges: diese Zeit nicht, wie es üblich geworden war, in die Bewegung der europäischen Renaissancen einmünden zu lassen, sondern als Abgesang, als Ausklang, eben als Herbst des Mittelalters zu sehen, in dem sich Neues, nie Gesehenes als späte Blüte zeigte… FAZ.net

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Gegenüber der Versuchung des Nationalsozialismus haben viele europäische und fast alle deutschen Historiker geringe Widerstandskraft gezeigt. Eine Ausnahme war der holländische Kulturhistoriker Johan Huizinga. Ihm verdanken wir das vielleicht schönste Buch, welches die europäische Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert hervorgebracht hat. Es trägt den Titel „Herbst des Mittelalters“ und beschäftigt sich mit den Lebens- und Denkformen im Burgund des 15. Jahrhunderts… journal21.ch

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http://repositorium.uni-muenster.de/document/miami/d0c08053-7f4d-4784-8b39-9477ef8394a0/Bock_2007_Johan_Huizinga_Mag.pdf

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…. – Schaut man in die Niederlande … gilt Huizinga schon seit dem Zweiten Weltkrieg als der berühmteste Historiker, den der niederländische Sprachraum hervorgebracht hat. Es ist die logische Konsequenz, im Rahmen einer neuen Kulturgeschichtsschreibung sein Werk wieder stärker in die Öffentlichkeit zu bringen. Um 1990 wurde der Briefverkehr des Historikers erstmals ediert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die drei Herausgeber sind anschließend jeweils noch mit einer Dissertation zu Huizinga in Erscheinung getreten. Seit 1995 liegt eine Neuausgabe von Huizingas geschichtstheoretischen Schriften vor. Diese ist mit einem umfassenden Nachwort versehen, welches in die zentralen Punkte seiner Auffassung von Geschichtsschreibung einführt. Huizingas Nachlass ist inzwischen erschlossen, inventarisiert und über die Leidener Universitätsbibliothek zugänglich. Eine ausführliche Biographie wurde ebenso vorgelegt.

Das Anfang der 1990er Jahre neu gegründete Institut für Kulturgeschichte an der Universität von Amsterdam wurde nach Huizinga benannt. Er hat seinen festen Platz in der Geschichte der niederländischen Geschichtsschreibung. Dies sieht man auch den Überblicksdarstellungen zur Geschichtswissenschaft an, in denen Huizinga ausführlich präsentiert wird … –

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