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Posts Tagged ‘Joachim Scholl’

Vor 70 Jahren erschien Jerome D. Salingers moderner Klassiker „Der Fänger im Roggen“. Der Schriftsteller Clemens J. Setz sagt heute: „Ich war begeistert und hypnotisiert von dem Sound. Das ist ein Roman mit einer ganz klaren Stimme, die direkt zu einem spricht. Das macht wahrscheinlich auch die Wirkung aus.“

Setz war bereits Anfang Zwanzig, als er das Buch zum ersten Mal las. Seitdem hat er sich intensiv mit Salingers literarischem Werk beschäftigt. Wie Setz auch waren Millionen junger Leser von Holden Caulfield, dem Helden und Erzähler des Romans, begeistert. Das liege wahrscheinlich daran, dass Caulfield darum ringt, angenommen und akzeptiert zu werden und gleichzeitig autonom zu bleiben und sich nicht „von der blöden Erwachsenenwelt korrumpieren zu lassen“, meint Setz.

DLF Kultur

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Als Studentin ging Katja Cassing nach Japan, um dann zwölf Jahre dort zu bleiben. Als Wissenschaftlerin am Deutschen Institut für Japanstudien in Tokio war sie mit ihrem Ehemann und Kollegen Jürgen Stalph auf einem sicheren Karriereweg. Noch in Japan gründeten beide aber einen kleinen Verlag mit Sitz in Deutschland. Heute ist der Cass-Verlag in Bad Berka eine der wichtigsten Adressen für japanische Literatur. Moderation: Joachim Scholl

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Mit seinem Buch „Männerphantasien“ schrieb er Kulturgeschichte – als wilder Denker wurde Klaus Theweleit berühmt. Wegen seiner „ungezügelten Intelligenz“ ließ ihn die Freiburger Universität vorsichtshalber nicht auf die Studenten los – der frischgebackene Dr. phil. Klaus Theweleit machte das Beste draus, schrieb seine Dissertation über die Freikorps-Literatur um, in zwei Bände „Männerphantasien“. – DLF

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Bernhard Kegel im Gespräch mit Joachim Scholl – DLF Kultur

Jedes vierte Tier auf der Welt ist ein Käfer – die Artenvielfalt ist riesig, aber auch gefährdet. Der Biologe und Autor Bernhard Kegel hat ein Buch über die Insekten geschrieben. Im Gespräch erklärt er, was seine Faszination für Käfer ausmacht.

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“ Dass es sich bei dem Ungeziefer in der „Verwandlung“ von Franz Kafka, wie gemeinhin angenommen, um einen Käfer handelt, daran hat Bernhard Kegel seinen Zweifel. Er habe in der Erzählung „keinen konkreten Hinweis“ dafür gefunden, dass Kafka einen Käfer oder überhaupt ein Insekt beschreibe.

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László Földenyi im Gespräch mit Joachim Scholl – Weil heute für alles eine Lösung her muss, wirkt der Melancholiker wie aus der Zeit gefallen: Das sagt der ungarische Auto László Földényi, der in seinem neuen Buch überraschende Parallelen zwischen Albrecht Dürer und Stanley Kubrick entdeckt.

Die Melancholie ist ein ganz merkwürdiger Begriff in unserer abendländischen Geschichte, denn er hatte ganz unterschiedliche, manchmal einander ausschließende Bedeutungen.

Manchmal war Melancholie ein Zeichen der herausragenden Persönlichkeit, mal war Melancholie ein Zeichen der Geisteskrankheit – die ‚Idioten‘ wurden Melancholiker genannt –, manchmal die herausragenden Künstler, die kreativen Menschen, die Genialität oder die faulen Leute.

Es ist interessant: Ganz unterschiedliche Deutungen, aber trotzdem blieb der Begriff Melancholie immer lebendig. Mich interessiert, was der gemeinsame Nenner dieser unterschiedlichen Deutungen ist…,.. DLF Kultur

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„Das tue ich mir künstlerisch nicht an“

 

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Die „Political Correctness“ sei ein „neoliberales Phänomen“, sagt der Wiener Philosoph Robert Pfaller. Das Leid der sich massiv verschärfenden ökonomischen Ungleichheit in den westlichen Gesellschaften würde auf die Sprachebene verschoben und so entpolitisiert.

Als Urszene seines neuen Buches „Erwachsenensprache: Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur“ beschreibt der Wiener Philosoph Robert Pfaller, wie er auf einer Flugzeugreise den Film „Amour“ von Michael Haneke anschauen wollte und im Vorspann vor „adult language“ gewarnt wurde – also davor, dass bestimmte Worte im Film verletzend wirken könnten. Anders als bei einer Altersfreigabe sieht er hierin die Besonderheit, dass Erwachsene vor „Erwachsenensprache“ gewarnt werden. „Man darf nicht mehr selbstverständlich erwarten, dass erwachsene Menschen mit erwachsener Sprache angemessen umgehen können – nein, es gibt sogar unter den Erwachsenen besonders Empfindliche, nach deren Empfindlichkeiten man jetzt den öffentlichen Raum zurechtstutzt.“- DLF Kultur

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SO – 22 März – um 13.30 Uhr im Deutschlandfunk

Die Japanologin Irmela Hijiya-Kirschnereit im Gespräch mit Joachim Scholl

Sie ist die bedeutendste deutsche Japanologin: Irmela Hijiya-Kirschnereit. Als erste deutsche Professorin hat sie japanische Literatur in Tokio gelehrt und wurde mit den höchsten Wissenschaftspreisen geehrt. In zahlreichen Büchern und Schriften hat Irmela Hijiya-Kirschnereit für die Kultur und Literatur Japans geworben…

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