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Posts Tagged ‘Jean-Jacques Rousseau’

Hat der Fortschritt der Wissenschaft und Künste zur Läuterung der Sitten beigetragen? Die Preisfrage der Académie de Dijon aus dem Jahre 1750 verdiente mehr denn unsere Aufmerksamkeit. Rousseausche Sätze aus seiner preisgekrönten Schrift bieten sich geradezu an, auf aktuelle Zustände angewendet zu werden. Etwa auf die Politik: „Die antiken Politiker sprachen ohne Unterlass von den Sitten und der Tugend, die unseren sprechen nur vom Handel und vom Geld“; oder auf das Internet: „Das Falsche lässt eine Unendlichkeit von Kombinationen zu, die Wahrheit hat nur eine Weise des Seins.“ Rousseau, der zu seiner Zeit die ersten Vorboten der Industrialisierung beobachtete, würde triumphierend den von ihm diagnostizierten kulturellen Verfall bestätigt sehen. Filosofaxen

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MDR Kultur – Montag, 3. Jun 2019 22:00 Uhr, (angekündigte Länge: 90:00) – Von Mischa Zickler

Unglaubliches hat sich herausgestellt: Jean-Jacques Rousseau lebt noch! Und er wird bei seinen täglichen Spaziergängen durch den Wald von einem aufdringlichen Journalisten verfolgt, dessen Neugierde nicht nur beruflich motiviert scheint. Die Gespräche in der Natur werden dabei zu einer vorsichtigen Annäherung der beiden Männer, denen sich die Welt so unterschiedlich offenbart hat. Und der alternde Rousseau muss erleben, wie sein bequemes Weltbild – in dem er sich so häuslich eingerichtet hat – durch den jungen Mann genauso in Frage gestellt wird wie Rousseaus Beziehung zu seiner Frau Thérese. In einer Hörspiel-Originalproduktion verlegt Ö1 das Leben des französischen Aufklärers und Schriftstellers in die Gegenwart. Die Begegnungen im Freien sind von Rousseaus letztem Werk – den unvollendeten ‚Träumereien des einsamen Spaziergängers‘, das auch in Zitaten vorkommt – inspiriert. Die Spaziergänge für dieses Hörspiel wurden dabei als Außenaufnahmen tatsächlich im Wald aufgezeichnet. xn--hrdat-jua.de

 

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Bodo Primus liest „Zurück zur Natur“ von Jean-Jacques Rousseau. Hanjo Kesting kommentiert das Werk.

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Gelesen von Markus Boysen – Sendung vom September 2017

„Um dem Titel dieser Sammlung ganz gerecht zu werden, hätte ich sie vor 60 Jahren beginnen müssen, denn mein ganzes Leben ist nur eine lange Träumerei gewesen, in Kapitel gegliedert und durch meine täglichen Spaziergänge.“ So schreibt Jean-Jacques Rousseau in einer Einleitung zu seinen „Träumereien eines einsamen Spaziergängers“, und er fährt fort: „Obgleich spät, beginne ich sie heute, weil mir in dieser Welt nichts besseres zu tun bleibt. Ich fühle meine Einbildungskraft schon erstarren und alle meine Kräfte schwächer werden. Ich warte darauf, zu sehen, wie meine Träumereien von Tag zu Tag kälter werden, bis die Mühsal, sie aufzuschreiben, mir den Mut dazu nehmen wird. So muss mein Buch, wenn ich es fortsetze, auf natürliche Weise enden, wenn ich mich dem Ende meines Lebens nähere.“ Zur Sendung…

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Jean-Jacques Rousseaus Angriff auf die kosmopolitischen Eliten des 18. Jahrhunderts wertet der indische Essayist Pankaj Mishra im historischen Rückblick als prophetische Tat. US-Präsident Donald Trump zog schon im Wahlkampf lautstark die ungebildeten Schichten den globalen Eliten vor, beim Brexit wurde ebenso vernehmlich gegen „unelected elites“ und „experts“ gewettert. – Von Pankaj Mishra DLF

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