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Posts Tagged ‘J.D.Salinger’

Vor 70 Jahren erschien Jerome D. Salingers moderner Klassiker „Der Fänger im Roggen“. Der Schriftsteller Clemens J. Setz sagt heute: „Ich war begeistert und hypnotisiert von dem Sound. Das ist ein Roman mit einer ganz klaren Stimme, die direkt zu einem spricht. Das macht wahrscheinlich auch die Wirkung aus.“

Setz war bereits Anfang Zwanzig, als er das Buch zum ersten Mal las. Seitdem hat er sich intensiv mit Salingers literarischem Werk beschäftigt. Wie Setz auch waren Millionen junger Leser von Holden Caulfield, dem Helden und Erzähler des Romans, begeistert. Das liege wahrscheinlich daran, dass Caulfield darum ringt, angenommen und akzeptiert zu werden und gleichzeitig autonom zu bleiben und sich nicht „von der blöden Erwachsenenwelt korrumpieren zu lassen“, meint Setz.

DLF Kultur

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Kalenderblatt: Eine ganze Generation trug die Geschichte des Holden Caulfield ständig mit sich herum. J. D. Salingers Roman „Der Fänger im Roggen“ erlangte nicht nur in den USA eine nahezu mythische Bedeutung. Am 16. Juli 1951 wurde das Buch veröffentlicht. – Von Maike Albath. DLF

Am Morgen des 16. Juli 1951 liegt in den Buchhandlungen auf der New Yorker Fourth Avenue ein brandneuer Roman im Schaufenster. Der Umschlag sticht sofort ins Auge: ein wildgewordenes rotes Karussellpferd auf weißem Grund und darüber in Druckbuchstaben der Titel „The Catcher in the Rye“, „Der Fänger im Roggen…

Neugierige Kunden, die das Buch im Laden in die Hand nehmen, schauen auf der Rückseite einem attraktiven jungen Mann ins Gesicht: J. D. Salinger, kurze dunkle Haare, weißes Hemd, Krawatte und Tweed-Jackett, Jahrgang 1919, und, wie der Klappentext verrät, nach drei misslungenen Versuchen an verschiedenen Colleges, Verfasser von Kurzgeschichten, Veteran des Zweiten Weltkriegs. Spätestens jetzt schlagen die meisten die erste Seite auf:

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Der „Fänger im Roggen“ von 1951 hat den Status eines modernen Klassikers – und sein Autor einen Platz im Pantheon der Weltliteratur. Am 1. Januar 1919 – vor hundert Jahren – wurde Jerome David Salinger in New York geboren.

In „Der Fänger im Roggen“ lässt Salinger seinen Protagonisten, den jugendlichen Schulverweigerer Holden Caulfield, erzählen, wie er aus dem Internat abhaut und sich zwei Tage lang in New York herumtreibt. Während er seine Geschichte erzählt, sitzt er in einem Sanatorium – ob in einer Lungenheilanstalt oder einer Einrichtung für psychisch kranke Teenager, bleibt offen.- SWR2

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J.D. Salinger

1. Januar 1919 in New York; † 27. Januar 2010 in Cornish, New Hampshire

J.D. Salinger gilt als der „zurückgezogenste” Autor Amerikas. Sein bislang veröffentlichtes und in Buchform erhältliches Werk umfaßt gerade vier schmale Bändchen, deren Kurzgeschichten und Novellen zwischen 1951 und 1963 zum Teil in Buchform, zum Teil als Zeitschriftenveröffentlichungen erschienen sind. Salinger ist dermaßen eigen, was sein Privatleben und seine Veröffentlichungen angeht, daß er seinen Biographen Ian Hamilton verklagt hat und sogar Internetseiten verfolgt, die ihn zu ausgiebig zitieren.

Hamilton, so Salingers Tochter Peggy, hatte J.D. Salinger stolz die Korrekturfahnen seines Buches zugeschickt und wurde juristisch gezwungen, es zu überarbeiten und zu kürzen. Angesichts der überaus großen Verbreitung des Fängers ist es aber wohl auch gar nicht nötig, das Copyright zu verletzen. Eigentlich braucht doch nur jeder an sein Regal zu gehen und nachzuschauen, wo das schmale Bändchen geblieben ist.

Wie es sich für einen “reclusive author” (den Titel muß er sich allerdings mit Thomas Pynchon teilen, der seinem Vorbild gefolgt ist) gehört, sind auch in seinem Fall biographische Angaben rar. Die Quellenlage hat sich jedoch im Jahr 2000 entscheidend gebessert.

Man sollte bei autobiographischer Literatur nicht den Fehler begehen, den Autor mit seinen Figuren zu verwechseln, und das gilt auch für Salinger, der bewußt darauf hingewiesen hat, daß seine individuelle Geschichte in sein Werk eingeflossen ist, weshalb sein Privatleben nach seiner Ansicht auch niemanden etwas angehe.

http://www.ottosell.de/jds/jdsindex.htm  +  http://www.spiegel.de/thema/j_d_salinger/

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