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Posts Tagged ‘Islam’

Eine junge Frau ohne Kopftuch, die auf dem Dach eines Autos steht und „Tod dem Diktator“ ruft. Zwei Frauen, die ohne Kopftuch frühstücken gehen. Frauen, die gegen die allgegenwärtige Sittenpolizei protestieren. Noch vor kurzer Zeit wäre all das im Iran undenkbar gewesen. Seit etwa zwei Wochen ereignen sich derartige Szenen in der Islamischen Republik immer wieder. Auslöser der Proteste war der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini, die von der Sittenpolizei festgenommen wurde und später im Krankhaus starb. Die daraus entstandenen Proteste berühren einen Kernbestandteil der Islamischen Republik: die Pflicht für Frauen, ein Kopftuch zu tragen. Schreiben die Frauen im Iran gerade feministische Weltgeschichte? „Ja“, sagt die Journalistin Natalie Amiri im SWR2 Podcast „Was geht – was bleibt“. „Denn auf den Straßen stehen Frauen, sie reißen sich das Kopftuch vom Leib, unter dem Beitrag von Männern und Frauen, sie verbrennen ihre Kopftücher, sie widersetzen sich der Sittenpolizei, die sie mehr als 40 Jahre lang diskriminiert hat, beleidigt, beschimpft, verhaftet und in Mini-Busse gezerrt und sie fertig gemacht hat…,..

https://www.ardaudiothek.de/episode/was-geht-was-bleibt-zeitgeist-debatten-kultur/frauen-leben-freiheit-schreibt-der-iran-gerade-feministische-weltgeschichte/swr2/10854141/

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Wir springen in dieser Folge ins frühe Mittelalter, Ort des Geschehens ist das byzantinische Reich. Bedroht durch die islamische Expansion, wird hier eine Waffe entwickelt, die so noch nie existiert hat und sich als äußerst effektiv gegen ihre bisher übermächtigen Feinde herausstellt.

Wir sprechen über diese Waffe, wo sie überall verwendet wurde und warum sie trotz ihrer Effektivität ab dem 12. Jahrhundert nur noch vereinzelt verwendet wurde.

ZS211: Griechisches Feuer

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Die Investigativ-Reporterin Souad Mekhennet wagt sich hinter die Fronten des Dschihad und führt rare Interviews mit den Chef-Strategen des IS. Die Reporterin ist überzeugt, dass den Terror nur besiegen kann, wer die Terroristen versteht.

Deutschlandfunk Kultur: Zu Gast ist in Tacheles eine der mutigsten Frauen, die mir je begegnet sind: eine Journalistin, die hinter den Fronten des Dschihad recherchiert. – Souad Mekhennet hat zum Beispiel Jihadi John enttarnt, jenen blutrünstigen Mörder des IS, der vor laufender Kamera Menschen geköpft hat. Sie hat mit Rekrutierern des Terrors im Westen gesprochen, genauso mit Chefstrategen des IS. Und sie hat für die Fragen, um sie stellen zu können, ihr Leben riskiert. Denn das sind Männer, deren politisches Geschäft darin besteht, auch westliche Journalisten zu foltern, zu töten, um daraus ein Propagandavideo zu drehen. Jetzt zu Gast in Tacheles, herzlich willkommen, Frau Mekhennet.- DLF Kultur

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Der Religionswissenschaftler Michael Blume beobachtet einen „stillen Rückzug“ der Muslime. Viele hätten Glaubenszweifel und mit der Religion wenig oder gar nichts mehr zu tun, sagte er im Dlf. – Michael Blume im Gespräch mit Andreas Main

Herr Blume, ich zitiere mal eine Überschrift von Ihnen, wie der Islam erstarrte. Sie sprechen vom – so wörtlich – „Schicksalsjahr 1485“. Es geht um den Buchdruck. Sie sprechen von einer der ‚verhängnisvollsten Fehlentscheidung der Weltgeschichte‚. Damals wurde verboten, arabische Buchstaben zu drucken. Wie kam es dazu und was waren die Folgen?

Blume: Also, wir haben in Europa ja die Situation, dass um 1450 Gutenberg den Buchdruck erfindet. Und das breitet sich dann sehr schnell aus, auch deswegen, weil Europa sehr zersplittert ist und es nicht möglich ist, das zentral zu verbieten.

Und um 1485 kommt eine Handelsdelegation nach Istanbul und fragen bei der hohen Pforte an, ob sie auch im Osmanischen Reich eine Druckerpresse aufbauen können…

Die islamische Welt ist eigentlich auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Sie breitet sich aus. Die Schriftgelehrten sagen dem Sultan: Auf gar keinen Fall soll er das zulassen, weil dann kann ja nachher jeder lesen und schreiben. Und das ist eine verantwortungsvolle Kunst, für die man Jahre braucht und die nur wenigen Gebildeten vorbehalten sein soll.

Und so verbietet Sultan Bayezid II. den Buchdruck im Osmanischen Reich, und zwar für arabische Buchstaben, was auch bedeutet für Persisch und Osmanisch. Und das Ergebnis davon ist eben, dass tatsächlich das Osmanische Reich stabil bleibt.

Also, wir haben in Europa die Reformation, die Kirche bricht auseinander, es entstehen Konfessionskriege, dann aber auch Aufklärung und Humanismus, während umgekehrt in der islamischen Welt, es bleibt zwar stabil, aber es entwickelt sich auch nicht weiter…

http://www.deutschlandfunk.de/religion-der-islam-kann-auch-untergehen.886.de.html?dram:article_id=394307

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