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Posts Tagged ‘Innenschau’

Da dein Blick nach aussen gerichtet ist, ist das Selbst aus deiner Sicht verschwunden, und deine Schau ist eine äussere geworden. Das Selbst wird aber nicht in äusseren Objekten gefunden. Wende deinen Blick nach innen, tauche tief ein – und du wirst das Selbst sein

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Und nun sich der wunderbaren Schau hingeben:

Mein Tanden (Unterbauch, Hara, Dantian), meine Lenden und Beine und Fußmitten – sie sind das eigentliche Gesicht meines Ichs. Hat dieses Gesicht ein Nasenloch?

Mein Tanden (…), sie sind das reine land meines Sinnes (Seele), Heimat – und was für Nachrichten kommen aus dieser Heimat?

Mein Tanden (…), was für eine Pracht und Herrlichkeit hat dieses reine Land?

Mein Tanden (…), sind mein eigener Amida-Buddha*, den ich mir für mich selbst vorstelle. Und was für Lehren predigt dieser Buddha?

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Zum Heilen gibt es Akupunktur, Moxa, Medizin. Aber mit diesen dreien können die schweren Krankheiten doch nicht leicht geheilt werden. Und da eben springt dieses Geheimnis ein. Wer es probieren will, soll zuerst mit allem Denken und allen Koans aufhören. Also: Zuerst einmal richtig ausschlafen. Bevor man aber einschläft, bevor man die Augen zumacht: Beide Beine ganz lang und gleichmäßig ausstrecken und die geistige Kraft des ganzen Körpers unter dem Nabel (Tanden) und in Lenden und Beinen und der Fußmitte sammeln und „voll“ werden lassen! Und nun sich dieser wundersamen Schau hingeben… (fs):

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Die Auswirkung von Tao, oder das Selbst, das reine yang der Schöpferkraft des Mikromakrokosmos, wird auch bezeichnet als Licht oder Reines Licht; es ist das Licht eines Bewusstseins auf höherer Ebene, das erreicht wird durch die Innenschau.

(Zum Lichtkreislauf) bedarf es ausschließlich des Ohren-Lichtes. Es gibt ein Augen-Licht und ein Ohren-Licht. Das Augen-Licht ist die Vereinigung des Lichtes von Sonne und Mond. Das Ohren-Licht ist der Schnittpunkt der Strahlen des inneren Mondes und der inneren Sonne im Samenkorn. Das Samenkorn ist also der Ort, wo das Licht sich sammelt und vereinigt. Das innere und das äußere Licht haben denselben Ursprung, aber verschiedene Namen. So ist denn Verstand und Weisheit (Verstehen durch das Ohr) und Klarheit und Einsicht (Erhellung durchs Auge) ein und dasselbe wunderbare Licht. (86)

(Die Erfahrung der Goldenen Blüte. Basistext taoistischer Meditation aus dem China des 12. Jahrhunderts. – O.W. Barth Verlag 1984) Von Mokusen Myuki (86)

 

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Die merkwürdigste Art von Selbstsuggestion liegt in der sogenannten Buttermethode vor, die Hakuyu lehrte und dringend anriet. Er gab dafür Hakuin die folgende Anweisung: „Wenn bei dem Übenden während der Meditation die vier Elemente außer Harmonie geraten und wenn er merkt, dass Leib und Geist ermüden, soll er seinen Geist aufwecken und diese Erwägung anstellen:

„Wenn er beispielsweise wohlduftende, reine, weiche Butter in der Größe eines Enteneies auf den Kopf legte, so wird eine angenehme Empfindung entstehen. Sein ganzer Kopf wird feucht werden. Das feuchte Gefühl wird tiefer und tiefer bis zu beiden Schultern und beiden Armen, zu beiden Brüsten, zu Zwerchfell, Lunge, Leber, den Eingeweiden, dem Magen und bis zum Ende der Wirbelsäule und den Gesäßknochen allmählich herabsinken. Dann muss das in der Brust Angesammelte sowie die Schmerzen in Lenden und Eingeweiden wunschgemäß abfließen, und es entsteht ein deutliches Geräusch wie von fließendem Wasser. Dies durchflutet den ganzen Leib, fließt warm durch die Beine und lässt nicht nach, bevor es bis zu den Fußsohlen dringt“.

Der Übende soll diese Vorstellung wieder und wieder erwecken. So wird er von seiner Ermüdung genesen und seine volle Lebenskraft wieder erlangen.

(Heinrich Dumoulin, Zen.Bd. 2/336-337)

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