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Es ist das Jahr 519 vor Christi Geburt, da erblickt ein Junge das Licht der Welt, dessen Namen man noch Jahrtausende später kennen wird: Xerxes. Eine Menge Dinge zeichnen ihn aus: seine Taten, seine Untaten und der Umstand, dass man die Namen vieler Frauen aus seinem Umfeld kennt.

Eine Archäologin gräbt aus und erzählt dabei, wirft von Xerxes’ Leben einen Stein übers Wasser zu anderen Leben, lässt ihn durch die Zeit springen, der Gegenwart entgegen: von Jesus’ Kreuzigung zum apokalyptischen Pestausbruch von 1347, von der Entdeckung Amerikas bis zur Verbannung der Frauen aus Kirchenchören. Diese Verbannung ist es, der Hoden abertausender Knaben zum Opfer fallen. Fortan dürfen die Stimmen der Soprankastraten in keiner Oper mehr fehlen, so auch nicht in jener mit dem Titel Xerxes von Georg Friedrich Händel, dessen Arie Ombra mai fu an der Schwelle zum 20. Jahrhundert Radiogeschichte geschrieben hat…,.. hr.2

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HR 2 – Sonntag, 15. September 2019, 14:04 Uhr, (angekündigte Länge: 73:00)

Hörspiel des Monats Februar 2004 – Begründung der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste:

Schreie exotischer Vögel, das Schwirren zahlloser Insekten, Glucksen und Rauschen des Wassers, Geräusche menschlicher Tätigkeit und Gesang prägen das künstlerische Originalton-Hörspiel „Wie gut muss im Mond wohnen sein!“ und führen in den allgegenwärtigen, bald fernen, bald bedrängend dichten Klang des Urwalds.
Der Autor und Musiker Andreas Weiser hat seine faszinierenden O-Töne mit literarisch formulierten Beobachtungen des Amazonas-Reisenden Alexander von Humboldt um 1800 und den authentischen Erfahrungen zweier bodenständiger deutscher Auswanderer von heute auf zuweilen skurrile Weise verschränkt.
Weiser, der auch Regie führte, gelingt so eine (leider unglücklich betitelte!) akustisch vielschichtige, behutsam rhythmisch grundierte und glänzend ausbalancierte Collage, die den Dschungel mit seinen Schönheiten und Gefahren, in Realität und Mythos beeindruckend suggestiv durch die Ohren in den Kopf dringen lässt.

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Seine Erfahrungen während seiner großen und berühmten Expeditionen in fernste Regionen machten Alexander von Humboldt auch zu einem Kritiker des Kolonialsystems und einem erbitterten Gegner der Sklaverei…,.. hr.2

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Im Konzert still zuhören müssen, ohne laut mitsingen zu können: Das ist eindeutig „autoritär“. Ebenso, die Noten einer Partitur oder die Anweisungen eines Dirigenten zu befolgen. Der weltweite Kampf gegen Herrschaft und Autorität hat um 1968 auch die Neue Musik erfasst. – Von Werner Klüppelholz

© HR 2, Neue Musik, 3.5.2018 – radio.friendsofalan.de

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Eine Schumann-Sinfonie im Stehen spielen? Das ist die neueste Idee von John Eliot Gardiner. Schumanns 2. im Stehen. Nur die Celli dürfen sitzen, weil es anders nunmal nicht geht. Bei sehr guten Orchestern wie etwa dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks oder bei dem London Symphony Orchestra – da wagt er es.

Denn er weiß, dass diese Ensembles mit einer grandiosen Genauigkeit artikulieren. Warum die Musikerinnen und Musiker stehen – das wird eine der Fragen sein, auf die dieser Abend mit und über John Eliot Gardiner eine Antwort gibt.

Sir John Eliot Gardiner gehört zu den besten und profiliertesten Dirigenten unserer Zeit.- hr.2 und Boulanger und openculture.com

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