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Posts Tagged ‘holbachinstitut’

Von japanischen Tee-Meistern wird gerne ein Gedicht von Fujiwara Teika (1162-1241) zitiert:

„Rundum sind keine blühenden Blumen zu sehen.
Ich sehe keine auffallenden Ahornblätter,
Ich sehe nur eine einsame Fischerhütte,
Am Meeresstrand, in der Dämmerung des Herbstabends.“

Der Tee-Raum, insbesondere jener des Rikyu-Stils, ist nur eine schmale Hütte für fünf Personen. Die Einrichtung ist einfach und reinlich, geradezu trostlos… –

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Schillers erste historische Schrift (1788) befaßt sich mit dem Freiheitskampf der Niederlande gegen die spanische Tyrannis. Darin findet sich im ersten Buch auch eine Charakterisierung der spanischen Inquisition. Diese Institution der Glaubensreinigung, einst erfunden gegen Sarazenen, Synkretisten, Muslime, Juden und Ketzer, betrieben von Bettelmönchen, „einer Abart des menschlichen Namens, die die heiligen Triebe der Natur abgeschworen“ und sich zu „dienstbaren Kreaturen des römischen Stuhls“ hochgedient hat, um die Wurzeln alter Religionen „auszureuten“, diese Institution trug bereits totalitäre Züge.

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Skribenten wandern gelegentlich durch die weiße Welt von Schnee und Eis, so auch Henry David Thoreau unweit des Walden Pond im Walde von Concord, Mass., wobei er einer Strix nebulosa begegnete, die auf einer Weißfichte hockte und durch das Knirschen der Füße im Schnee in ihren weißen Träumen gestört wurde, da ihre Traumwelt sonst eine stille, lautlose Welt ist, in der sie sich selbst völlig geräuschlos zu bewegen vermag.

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Im 22.Kapitel seiner „Deutschen Mythologie“ von 1835 hat Jacob Grimm einige Erzählungen dokumentiert, die vom Ursprung der Mondflecken handeln.

„Die Flecken und schattigen Vertiefungen im Licht des Vollmonds haben bei mehreren Völkern seltsame aber ähnliche mythische Vorstellungen hervorgebracht. Dem indischen Volksglauben erscheinen sie wie ein Hase, nämlich Chandras, der Gott des Monds, trägt einen Hasen (sasa) und der Mond heißt darum Sasin oder Sasânka (Hasenmahl, Flecken)…

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1951 stellte Barnett Newman in New York das Bild vir heroicus sublimis aus, eine rote Fläche von 2,42 Meter Höhe und 5,42 Meter Breite, unterbrochen von fünf schmalen, vertikalen Streifen. Diese Reißverschlüsse (Zips) inmitten der endlosen Fläche bieten den einzigen visuellen Haltepunkt. Auf horizontale Linien hat Newman verzichtet, es gibt kein Verhältnis von Senkrechten und Waagrechten, keine Beziehung auf eine Bedeutung jenseits der roten Fläche. Auf dem Bild ist nichts zu sehen außer der Fläche und den Streifen. Am Eingang der Ausstellung hatte Newman ein Schild angebracht, das den Besucher aufforderte, die Bilder aus unmittelbarer Nähe zu betrachten.

… Nachbild von Gottes erstem Schöpfungsakt, der Teilung von Licht und Finsternis, und was der tönenden Phrasen noch alle waren. Läßt man all dies beiseite, bleibt die überwältigende Wirkung eines Farbfelds, welche das Auge mit einer Hauptfarbe überwältigt. Die Farbe „betäubt“ das Auge, bannt den Blick, versperrt jeden Ausweg. Es ist wie ein visueller Zwang. Und das ist, setzt man sich diesem Erlebnis aus, ziemlich unangenehm, einengend, stumm…

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