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Posts Tagged ‘Hördat’

Sind Sie bereit ins Hibernat zu gehen? … Der medizinisch-technischen Forschung ist es gelungen, die Menschen in den künstlichen Winterschlaf zu versetzen. In den Ressourcen zehrenden Monaten von November bis Februar nimmt der ehemalige Kulturdezernent Simon Reese an einem dezentralen Großversuch teil – dem Hibernat. Das Hörspiel verfolgt seine 100-tägige Vorbereitung auf die viermonatige Auszeit.

https://literaturhandbuch.de/inhaltsangabe-das-hibernat-von-rolf-schoenlau/

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„Ich habe Angst, Dave!“, „Das hier bin ich, Alex, und meine drei Droogs.“ Zwei Sätze – und schon startet in vielen Köpfen das Kino des Regisseurs Stanley Kubrick. Der erste Satz stammt von einem Computer, der um sein Leben fürchtet. Die andere zitierte Filmfigur ist ein jugendlicher Schläger, der erst Täter und dann Opfer wird. Doch es ist nicht in erster Linie die menschliche Sprache, die Kubrick’s Kinowelt ausmacht. Kaum einem anderen Regisseur ist es so gelungen, Bild und Musik zu einer vollständigen Einheit zu verschmelzen. Kubricks Perfektionismus ist berühmt-berüchtigt. Viele hielten dieses Streben nach Vollkommenheit für überzogen. Kubrick- Fans sind dem Regisseur von Filmen wie ‚2001 Odyssee im Weltraum‘, ‚Uhrwerk Orange‘ und ‚Shining‘ bis heute dankbar, dass er nicht davor zurückschreckte, ein Filmhandwerk zu praktizieren, das so konsequent gründlich war.

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DLR – Freitag, 26. November 2021 um 00:05 (Ursendung)hoerspielundfeature.de

Auf der Suche nach einem Testgelände für Atomwaffen stieß die chinesische Zentralregierung Ende der 1950er Jahre auf den ausgetrockneten Salzsee „Lop Nor“. Echo Ho und Ulrike Janssen komponieren ein Hörstück über einen weitgehend vergessenen Ort.

Auf Satellitenbildern erinnert das ausgetrocknete Seebett an eine übergroße Ohrmuschel. Der „See, in den viele Quellen zusammenströmen“, so sein mongolischer Name, liegt heute in Xinjiang, einem autonomen Gebiet im Nordwesten Chinas. 1964 machte die chinesische Zentralregierung nördlich des Seebeckens erste Atomwaffentests. Der nukleare Fallout breitete sich aus wie Schallwellen. Vor dem zerdehnten Sound einer Atomexplosion erzählen die Künstlerinnen von den Mythen und Relikten zahlreicher Zivilisationen, die einst am Ufer des Sees lebten. (Hördat)

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Deutschlandfunk Kultur – Von Markus Metz und Georg Seeßlen

Der polnische Autor und Philosoph Stanisław Lem (1921-2006) gilt als Klassiker der Science-Fiction. Jahrzehnte vor ihrer tatsächlichen Entwicklung beschrieb er visionär komplexe Techniken wie virtuelle Realität, neuronale Netze und Nanotechnik. Lem ist einer der meistgelesenen Science-Fiction-Autoren und zugleich einer der schärfsten Kritiker der trivialen Spielart des Genres. Seine bekanntesten Werke sind neben „Solaris“ und „Der futurologische Kongress“ die „Sterntagebücher“ um den Weltraumfahrer Ijon Tichy. Über sie sagte der Schriftsteller Siegfried Lenz: „Ich wüsste kein Buch zu nennen, in dem so viel gebildeter Sarkasmus versammelt ist, so viel zärtlicher Spott, soviel Humor, Schabernack, Witz und lichter Tiefsinn wie in den Sterntagebüchern.“

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SWR 2 – Sonntag, 22. August 2021 um 18:20 Uhr, (angekündigte Länge: 100:00) – Hördat

‚Warum hast du geschwiegen, warum hast du es wohl verschwiegen … auf welchem Boden wir stehen?‘ fragt Josef Winkler in seinem Text seinen verstorbenen Vater. Erst spät, nach dem Tod des Vaters, erfährt Winkler, dass der Roggen für das tägliche Brot der Familie auf einem Feld des kleinen Dorfes im Kärntner Drautal, der Sautratten, angebaut wurde, in dem 1945 der Leichnam Odilo Globocniks verscharrt worden war. Globocnik hatte sich in den letzten Kriegstagen in Kärnten versteckt und als er entdeckt wurde, mit Zyankali Selbstmord begangen. Er war der Organisator und Leiter der sogenannten ‚Aktion Reinhardt‘, maßgeblich verantwortlich für die Ermordung von mehr als eineinhalb Millionen Juden und Roma in den Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka zwischen Juli 1942 und Oktober 1943 und bis zuletzt stolz darauf. ‚Alle haben sie vom Brot aus den SAUTRATTEN gekostet und haben vom Brot aus den SAUTRATTEN gelebt, das aus dem Kadaver des Judenmassenmörders wuchs und haben dieses tägliche Brot gib uns heute weitergereicht in die nächste und übernächste Generation …‘, schreibt Winkler in dem 2017 für das Burgtheater entstandenen Text, ‚Warum hast du geschwiegen, mein Tate, warum hast du es wohl verschwiegen, denn du mußt es gewußt haben, wie all die anderen im Dorf…‘

Hörspiel des Jahres (Österreich) 2019 – https://www.swr.de/swr2/programm/download-swr-16154.pdf

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HR 2 – Sonntag, 22. August 2021 um 18:04 Uhr

Der Schriftsteller Wilhelm Koeppen zeichnet ein Bild der Eindrücke und Empfindungen seines »Spaziergangs« durch dieses weitgedehnte, wasserdurchzogene Land. Er besucht Amsterdam, Den Haag und viele andere Orte, beschreibt Atmosphäre, Besonderheiten, Schönheit und Schwermut dieser Städte und macht gleichzeitig die geschichtliche Vergangenheit lebendig.

https://www.hr2.de/programm/feature/feature–im-spiegel-der-grachten-oder-ein-spaziergang-durch-holland–wolfgang-koeppen-,epg-feature-686.html

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Bayern 2 – Freitag, 20. August 2021 um 21:05 Uhr 

Technischer Mord, das Verbrechen der Zukunft; Jack the Tripper macht Menschen zu atmenden Leichen. Hinter der Krimi-Handlung geht es um eine Untersuchung der Beziehung Star/Fan. Komplizierter gesagt: um die detektivische Analyse kommunikativer Prozesse in einer Gesellschaft, die mehr und mehr dazu tendiert, direkten persönlichen Kontakt zu ersetzen durch indirekte, gelenkte Beziehungen zwischen isolierten Individuen und ihren gedruckten, projizierten, gesendeten Leitbildern. In diesem Hörspiel flüchten sich schweridentifizierte Fans bis zum genau berechneten elektronischen Ausflippen ihres Bewußtseins in den Traum, Star zu sein. Dabei unterschlägt die Story nicht die Ambivalenz ihres Themas, unterschlägt nicht den Reiz, den es haben kann, das große Identifikationsspiel zu spielen.“ (Hördat)

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WDR 3 – Von Marie Darrieussecq

In die Körper der Menschen sind Chips implantiert, mit denen Roboter sie überwachen. Die Französin Marie Darrieussecq hat eine finstere Dystopie über unser Leben in einer gar nicht so fernen Zukunft entworfen. Viviane ist in den Wald geflohen. Mit anderen Rebellen versucht sie hier, der Überwachung und tödlichen Ausbeutung zu entgehen. Sie hat Angst, ihr ist kalt. Sie spricht in ein Aufnahmegerät, denn sie beginnt zu verstehen. In Marie Darrieussecqs Dystopie ist vom Wald nicht mehr viel übrig geblieben. Aber immerhin noch mehr als von den Menschenrechten und genug, um einigen Systemflüchtigen ein provisorisches Obdach zu bieten. Das, wovor sie geflohen sind ist allgegenwärtige Kontrolle, Gleichschaltung und Krankheit.

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Bayern 2 – Freitag, 25. Juni 2021 um 21:05 Uhr

Das Mikrofon auf Wanderung durchs Unterholz: Es findet radikale Feen, verschmuste Bären, asexuelle Moose, polypotente Schnecken, einige Menschen. Dokumentarisches Hörspiel über Geschichten queeren Lebens auf dem Land.

In der Mitte der Republik: Eine tausend Quadratkilometer große, grüne Fläche. Schafe hüten die Ränder. Eine kultivierte Wildnis, ein Stück Forstwirtschaft, ein Naherholungsgebiet für Vögel aller Art. Manche suchen hier den Rückzug aus der Stadt, andere leben hier schon immer. Das Mikrofon macht sich auf Wanderung durchs Unterholz.

„Im tiefen, queeren Wald“ ist als Teil einer Installation auf dem Kunstfest Weimar zu hören. (Hördat)

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