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Posts Tagged ‘Hördat’

Deutschlandfunk Kultur – Von Markus Metz und Georg Seeßlen

Der polnische Autor und Philosoph Stanisław Lem (1921-2006) gilt als Klassiker der Science-Fiction. Jahrzehnte vor ihrer tatsächlichen Entwicklung beschrieb er visionär komplexe Techniken wie virtuelle Realität, neuronale Netze und Nanotechnik. Lem ist einer der meistgelesenen Science-Fiction-Autoren und zugleich einer der schärfsten Kritiker der trivialen Spielart des Genres. Seine bekanntesten Werke sind neben „Solaris“ und „Der futurologische Kongress“ die „Sterntagebücher“ um den Weltraumfahrer Ijon Tichy. Über sie sagte der Schriftsteller Siegfried Lenz: „Ich wüsste kein Buch zu nennen, in dem so viel gebildeter Sarkasmus versammelt ist, so viel zärtlicher Spott, soviel Humor, Schabernack, Witz und lichter Tiefsinn wie in den Sterntagebüchern.“

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SWR 2 – Sonntag, 22. August 2021 um 18:20 Uhr, (angekündigte Länge: 100:00) – Hördat

‚Warum hast du geschwiegen, warum hast du es wohl verschwiegen … auf welchem Boden wir stehen?‘ fragt Josef Winkler in seinem Text seinen verstorbenen Vater. Erst spät, nach dem Tod des Vaters, erfährt Winkler, dass der Roggen für das tägliche Brot der Familie auf einem Feld des kleinen Dorfes im Kärntner Drautal, der Sautratten, angebaut wurde, in dem 1945 der Leichnam Odilo Globocniks verscharrt worden war. Globocnik hatte sich in den letzten Kriegstagen in Kärnten versteckt und als er entdeckt wurde, mit Zyankali Selbstmord begangen. Er war der Organisator und Leiter der sogenannten ‚Aktion Reinhardt‘, maßgeblich verantwortlich für die Ermordung von mehr als eineinhalb Millionen Juden und Roma in den Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka zwischen Juli 1942 und Oktober 1943 und bis zuletzt stolz darauf. ‚Alle haben sie vom Brot aus den SAUTRATTEN gekostet und haben vom Brot aus den SAUTRATTEN gelebt, das aus dem Kadaver des Judenmassenmörders wuchs und haben dieses tägliche Brot gib uns heute weitergereicht in die nächste und übernächste Generation …‘, schreibt Winkler in dem 2017 für das Burgtheater entstandenen Text, ‚Warum hast du geschwiegen, mein Tate, warum hast du es wohl verschwiegen, denn du mußt es gewußt haben, wie all die anderen im Dorf…‘

Hörspiel des Jahres (Österreich) 2019 – https://www.swr.de/swr2/programm/download-swr-16154.pdf

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HR 2 – Sonntag, 22. August 2021 um 18:04 Uhr

Der Schriftsteller Wilhelm Koeppen zeichnet ein Bild der Eindrücke und Empfindungen seines »Spaziergangs« durch dieses weitgedehnte, wasserdurchzogene Land. Er besucht Amsterdam, Den Haag und viele andere Orte, beschreibt Atmosphäre, Besonderheiten, Schönheit und Schwermut dieser Städte und macht gleichzeitig die geschichtliche Vergangenheit lebendig.

https://www.hr2.de/programm/feature/feature–im-spiegel-der-grachten-oder-ein-spaziergang-durch-holland–wolfgang-koeppen-,epg-feature-686.html

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Bayern 2 – Freitag, 20. August 2021 um 21:05 Uhr 

Technischer Mord, das Verbrechen der Zukunft; Jack the Tripper macht Menschen zu atmenden Leichen. Hinter der Krimi-Handlung geht es um eine Untersuchung der Beziehung Star/Fan. Komplizierter gesagt: um die detektivische Analyse kommunikativer Prozesse in einer Gesellschaft, die mehr und mehr dazu tendiert, direkten persönlichen Kontakt zu ersetzen durch indirekte, gelenkte Beziehungen zwischen isolierten Individuen und ihren gedruckten, projizierten, gesendeten Leitbildern. In diesem Hörspiel flüchten sich schweridentifizierte Fans bis zum genau berechneten elektronischen Ausflippen ihres Bewußtseins in den Traum, Star zu sein. Dabei unterschlägt die Story nicht die Ambivalenz ihres Themas, unterschlägt nicht den Reiz, den es haben kann, das große Identifikationsspiel zu spielen.“ (Hördat)

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WDR 3 – Von Marie Darrieussecq

In die Körper der Menschen sind Chips implantiert, mit denen Roboter sie überwachen. Die Französin Marie Darrieussecq hat eine finstere Dystopie über unser Leben in einer gar nicht so fernen Zukunft entworfen. Viviane ist in den Wald geflohen. Mit anderen Rebellen versucht sie hier, der Überwachung und tödlichen Ausbeutung zu entgehen. Sie hat Angst, ihr ist kalt. Sie spricht in ein Aufnahmegerät, denn sie beginnt zu verstehen. In Marie Darrieussecqs Dystopie ist vom Wald nicht mehr viel übrig geblieben. Aber immerhin noch mehr als von den Menschenrechten und genug, um einigen Systemflüchtigen ein provisorisches Obdach zu bieten. Das, wovor sie geflohen sind ist allgegenwärtige Kontrolle, Gleichschaltung und Krankheit.

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Bayern 2 – Freitag, 25. Juni 2021 um 21:05 Uhr

Das Mikrofon auf Wanderung durchs Unterholz: Es findet radikale Feen, verschmuste Bären, asexuelle Moose, polypotente Schnecken, einige Menschen. Dokumentarisches Hörspiel über Geschichten queeren Lebens auf dem Land.

In der Mitte der Republik: Eine tausend Quadratkilometer große, grüne Fläche. Schafe hüten die Ränder. Eine kultivierte Wildnis, ein Stück Forstwirtschaft, ein Naherholungsgebiet für Vögel aller Art. Manche suchen hier den Rückzug aus der Stadt, andere leben hier schon immer. Das Mikrofon macht sich auf Wanderung durchs Unterholz.

„Im tiefen, queeren Wald“ ist als Teil einer Installation auf dem Kunstfest Weimar zu hören. (Hördat)

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Deutschlandfunk Kultur – Hörstück: Wie bekommen Pflanzen ihre Namen? – Bitte mit Kopfhörern genießen!

Die Pflanzenwelt spricht Latein. Zumindest benennen westliche Wissenschaftler Lebewesen seit Jahrhunderten mit lateinischen Namen. Nun forschen zwei Künstlerinnen nach indigenen Bezeichnungen für Pflanzen aus dem Botanischen Garten in Berlin.

Auf den ersten Blick sieht sie aus wie eine zarte Seerose. Mit ihren filigranen Blüten bevölkert sie Sümpfe und Wasserflächen in Südamerika. Die westliche Wissenschaft nennt sie: Nymphoides humboldtiana, Humboldts Seekanne. Mindestens ebenso gut steht ihr aber der Name Yvoty mboporã pónhuregua: „Fünfblättrige Blume des Geistes der Felder und Wälder: Du wirst eines Tages fortgehen, aber ich nicht.“

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Bayern 2 Hörspielpool – Das „Marlowe“ ist ein Hotel mit großer Vergangenheit. Die mühsam aufrechterhaltene Fassade kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es im Lauf der Jahre ziemlich heruntergekommen ist. Dieses Ambiente passt gut zu seinen Dauergästen. Es sind vorwiegend alleinstehende Damen unbestimmbaren Alters, die ihre beste Zeit hinter sich haben: Witwen, Geschiedene oder Abgeschobene. Nur wenige können – wie die verwitwete Conny – von sich berichten, dass sie noch einmal einen reizenden Mann kennen gelernt haben, bei dem sie zum zweiten Mal jung geworden sind. Aber auch Conny war das Glück nicht von Dauer: „Er fand dann eine, die zum ersten Mal jung war.“ (Hördat)

Online: https://www.br.de/mediathek/podcast/hoerspiel-pool/new-yorker-sittenbild-ladies-im-hotel-von-dorothy-parker/1808104

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SRF 1 – Freitag, 29. Mai 2020 um 20:00 Uhr

Radiohörer: Und am Wochenende auch auf Ö1 in 2 Teilen!

Silentium! ist der fünfte Krimi von Wolf Haas mit dem eigensinnigen und eigenbrötlerischen Privatdetektiv Brenner als Hauptfigur.
Brenner ermittelt diesmal in Salzburg, wo er sich den kriminellen Vorkommnissen im katholischen Knabeninternat Marianum widmet. Er soll herausfinden, was es mit den Gerüchten um einen Bischofskandidaten auf sich hat, der für Waschungen an Zöglingen das „Duschkabinensilentium“ ausgerufen haben soll. Angeblich hat sich Monsignore an seinen Schülern vergangen. Das erzählt zumindest ein ehemaliger Bewohner des Internats seinem Psychiater und Brenner soll nun herausfinden, was an der Geschichte dran ist. (Hördat)

https://www.srf.ch/play/radio/hoerspiel/audio/teil-1-silentium-von-wolf-haas?id=690829d8-07ff-4d20-8be7-b70d620348a2

https://www.srf.ch/play/radio/hoerspiel/audio/teil-2-silentium-von-wolf-haas?id=9c7427e0-a0f0-45d7-b230-85f2968570ee

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