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Posts Tagged ‘Herz’

Hannah Arendt: Das Herz ist ein komisches Organ; erst wenn es gebrochen ist, schlägt es seinen eigentlichen Ton; wenn es nicht bricht, versteinert es. Der Stein, der einem vom Herzen fällt, ist fast immer der, in welchen sich das Herz fast verwandelt hätte.

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… ist Kants sogenanntes „Bewußtsein überhaupt“, und das ist nichts anderes als das Herz.

So ein Herz ist wie ein Spiegel, der alle Dinge, die von außen in ihn einfallen, unverändert wiederspiegelt. Was sich im Spiegel spiegelt, ist daher nicht von ihm zu trennen, solange es sich nur durch die Spiegelung selbst verändert. Wenn nur ein Spiegel vorhanden ist, aber nichts, das von außen in ihn einfällt, so kann kein Spiegelbild entstehen; denn aus dem Innern des Spiegels kann kein Bild hervortreten. Aber im Buddhismus kommt das, was sich im Spiegel zeigt, nicht von außen, sondern es entspringt in seinem Innern. Es entspringt dem Spiegel selbst, spiegelt sich in ihm wieder und tritt damit in Erscheinung; es verschwindet im Innern des Spiegels und hinterläßt beim Vergehen in ihm keine Spur. Im Buddhismus ist das Herz, welches mit „Alles was ist, ist aus dem einzigen Herzen hervorgebracht“ gemeint ist, diesem Spiegel gleich. Das sich Spiegelnde kommt niemals von außen. (…) Ein Spiegel, aus dessen Innerem das Spiegelbild entspringt, kann niemals Wirklichkeit sein; deshalb ist für das Herz des Buddha das Gleichnis vom Spiegel nur ein Notbehelf.

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Das zen-buddhistische Nichts hat einen Charakterzug, den wir gewöhnlich Herz nennen. Dieser Begriff Herz lässt sich mit Leere oder unendlichem Raum nicht erschöpfend vergleichen. Außer den Menschen, so heißt es, haben auch die höher entwickelten Tierarten ein Herz, und selbst bei den niederen Lebewesen ist der Keim eines Herzens zu erkennen. Die Leere dagegen besitzt gar kein Herz und auch nichts, was in irgendeiner Weise Leben genannt werden könnte, während selbst noch der Mikrobe Leben eigen ist.

(Seite 39 in „die fülle des nichts“ von Hoseki Shinichi Hisamatsu. Verlag Günther Neske.)

Von Herz zu Herz kennzeichnet das Wesen des Zen, und es bedarf dabei keiner schriftlichen Erläuterung.

 I shin den shin (Jap.) bedeutet „von Herz zu Herz“

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Da das zen-buddhistische Nichts in mancher Hinsicht der Leere oder dem leeren unendlichen Raum sehr ähnlich ist, wird es oft durch einen Vergleich mit den Eigenschaften der Leere erklärt. Im Grunde kann es aber der Leere nicht gleichgesetzt werden, weil dabei ein wesentliches Merkmal unberücksichtigt bleibt, nämlich die Herz-Natur des Nichts.

(Seite 39 in „die fülle des nichts“ von Hoseki Shinichi Hisamatsu. Verlag Günther Neske.)

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Herz 

Die Alten unterschieden nie zwischen dem Herzen und dem Denken. In der alten Zeichenschrift ist beides synonym. Dieser Punkt kann gar nicht stark genug betont werden, und Sie werden die alten Schriften hundertmal besser verstehen, wenn Sie daran denken, daß beides als eins betrachtet wurde.

Die Alten trennten Geist und Körper nicht voneinander und somit auch nicht Denken von Emotion.
Sie trennten nicht den Gedanken von der Tat.
Sie trennten nicht die Logik von der Intuition.

Indem sie das Denken als synonym mit dem Herzen betrachteten, vermieden sie tausend philosophische Probleme. Wir, die wir vergessen haben, daß Herz und Denken eins sind, könnten tausend tägliche Probleme lösen, wenn wir uns nur an das eine Wort erinnern: Herz.

> Deng Ming-Dao, chinesisch-amerikanischer Philosoph und Künstler, Qigong- und Kung-Fu-Lehrer

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Von Wilhelm Gundert

Der Ort aber, wo die Sache ihren Sitz hat, wo sie sich offenbaren und bewähren kann, der ist nirgendwo zu suchen, als in der eigenen Brust. Mag einer auch von Himmeln oder Höllen reden, sie alle sind nur Bilder, sind nur Formen, aufgestiegen aus dem Grund der hin und her bewegten Seele. Sei es ein Gott, sei es ein Buddha: er wird immer nur im Geiste eines Menschen festzustellen sein, sonst nirgends. Geist, Seele, Herz – es ist chinesische stets dasselbe hsin, das ist für diese Menschen mehr als jede andere sogenannte Wirklichkeit. Denn nur im Geist wird alle Wirklichkeit erlebt, erfahren und erkannt. Der Geist, das Herz ist darum dasjenige Feld, das zu beackern jedem Menschen mehr als alles andere not tut.

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Hüte dich, des Menschen Herz zu stören! Wird das Menschenherz bedrückt, so wird es verzagt; wird es gefördert, so wird es trotzig.

psp-tao

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Über den Dünndarm findet sich nicht ein Eintrag, aber über den Darm als solchen:

1 Auf leeren Därmen ist gut liegen.  Andere Sprichwörter sind anderer Ansicht, z.B. Bauch 95

4 Besser was im Darm, als Ringe am Finger und Arm.

Füll‘ nicht zu sehr den Darm, halt den Kragen warm, mach dich der Grete nicht zu nah, also wirst du langsam graw. 

Lieber einen Darm im Leibe zersprengt, als dem Wirth ein Tröpflein geschenkt. – woerterbuchnetz

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Über das Herz hingegen gibt es Sprichworte ohne Ende. Thomas Ots zählt, glaube ich, 587 Einträge über das Herz bei Wander!

2 Auf einem traurigen Herzen steht kein fröhlicher Kopf

3 Aus einem engen Herzen kommen keine grossen Gedanken.

Aus einem schmutzigen Herzen kommen keine reinen Worte. – Die Chinesen: Verdorbenes Herz, riechender Mund. (Cahier, 2072.)

12 Betrübte Herzen sind Gefässe, in denen alle Getränke versauern.

29  Das Herz des Thoren ist auf seiner Zunge, die Zunge des Weisen ist in seinem Herzen. – woerterbuchnetz.de/Wander/

 

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Alles Unglück in der Welt kommt daher, dass man nicht versteht, ruhig in einem Zimmer zu sein.“ +

„Das Herz hat seine Gründe, die die Vernunft nicht kennt.“ +

„Weißt du, wie du Gott zum Lachen bringen kannst? Erzähl ihm deine Pläne.“ +

Wollt ihr, dass man gut von euch denke, sprecht nicht davon.“ +

Wie man sich den Geist verdirbt, verdirbt man sich auch das Gefühl.“

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