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Posts Tagged ‘Heinrich Dumoulin’

Seng chao: Der Weg der Befreiung verläuft mit den Leidenschaften. Das Erwachen ist die Wiedergeburt selbst. Die Gegensätze versöhnen sich. Die Wahrheit ist undenkbar und kommt aus dem Schweigen.

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Der Ausdruck Wahrer Mensch ist taoistischen Ursprungs. Der wahre Mensch ist in keiner Weise etwas Besonderes. Er hat keinen Rang, – im alten China war jeder mit seinem Rang in die Gesellschaft eingeordnet. Ein Mensch ohne Rang war eine Randfigur.er ist mit den Sinnesorganen ausgestattet,- sie sind die Pforten seines Antlitzes. Und er ist, dieser wahre Mensch von Fleisch und Blut ist – Buddha.

Linji sagt von ihm: er ist ohne Form, ohne Merkmal, ohne Wurzel, ohne Stamm, ohne Wohnplatz, doch ihr sollt wissen, er ist Fisch-munter und quicklebendig, der Ort seiner Tätigkeit inmitten aller möglichen Umstände ist Nicht-Ort. Deshalb ist er um so ferner, je mehr man ihn sucht, desto mehr weicht er zurück, je mehr man nach ihm verlangt. Das ist, was Geheimnis genannt wird. (Reden, Nr. 14.)

Heinrich Dumoulin, Seite 183, in Geschichte des Zen-Buddhismus. 1 Indien und China

 

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Die merkwürdigste Art von Selbstsuggestion liegt in der sogenannten Buttermethode vor, die Hakuyu lehrte und dringend anriet. Er gab dafür Hakuin die folgende Anweisung: „Wenn bei dem Übenden während der Meditation die vier Elemente außer Harmonie geraten und wenn er merkt, dass Leib und Geist ermüden, soll er seinen Geist aufwecken und diese Erwägung anstellen:

„Wenn er beispielsweise wohlduftende, reine, weiche Butter in der Größe eines Enteneies auf den Kopf legte, so wird eine angenehme Empfindung entstehen. Sein ganzer Kopf wird feucht werden. Das feuchte Gefühl wird tiefer und tiefer bis zu beiden Schultern und beiden Armen, zu beiden Brüsten, zu Zwerchfell, Lunge, Leber, den Eingeweiden, dem Magen und bis zum Ende der Wirbelsäule und den Gesäßknochen allmählich herabsinken. Dann muss das in der Brust Angesammelte sowie die Schmerzen in Lenden und Eingeweiden wunschgemäß abfließen, und es entsteht ein deutliches Geräusch wie von fließendem Wasser. Dies durchflutet den ganzen Leib, fließt warm durch die Beine und lässt nicht nach, bevor es bis zu den Fußsohlen dringt“.

Der Übende soll diese Vorstellung wieder und wieder erwecken. So wird er von seiner Ermüdung genesen und seine volle Lebenskraft wieder erlangen.

(Heinrich Dumoulin, Zen.Bd. 2/336-337)

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