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Posts Tagged ‘Heiner Müller’

Hörspielvom 09.11.2019, 20:05 Uhr im Deutschlandfunk

„Ich will seit langem ein Stück schreiben, das in Stalingrad anfängt und mit dem Fall der Mauer aufhört. Man muss solche gigantomanen Pläne gerade jetzt haben. Im Moment ist ja das Schlimme, dass es nur noch Zeit oder Geschwindigkeit oder Verlauf von Zeit gibt, aber keinen Raum mehr. Man muss jetzt Räume schaffen und besetzen gegen diese Beschleunigung.“ (Heiner Müller) DLF

Hinterlassen hat er eine Szenenfolge, die einerseits einen historischen Zusammenhang von Verdun über Stalingrad bis zum Kollaps des sozialistischen Systems herstellt, andererseits ganz unmittelbar Erlebnisse der eigenen Biografie aufnimmt: Szenen des großen Welttheaters und Kunstdebatten, Horrorszenen aus Vergangenheit und Gegenwart, absurd, komisch, bevölkert von Gespenstern.

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Hörspiel nach Motiven aus Erik Neutschs Roman „Spur der Steine“ von Heiner Müller

Als das Deutsche Theater Berlin 1963 Heiner Müller beauftragte, den Roman „Spur der Steine“ von Erik Neutsch zu dramatisieren, erlebte es eine herbe Enttäuschung. Zwar handelte Müllers Stück vom Bau des Wasserwerks auf der mitteldeutschen Großbaustelle Leuna II, …

https://www.ndr.de/ndrkultur/sendungen/hoerspiel/Hoerspiel-Der-Bau,sendung967634.html

Hier können Sie den vom MDR produzierten und in der Kategorie „Beste Innovation“ für den Deutschen Radiopreis 2019 nominierten „Müllerbaukasten“ erforschen.

 

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Für das Radio entstanden, mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden 1985 ausgezeichnet und danach in einer veränderten live-Version auf die Bühne gelangt, verwandelt sich diese Fassung nun wieder in ein Hörstück fürs Radio. Dem Hörstück liegt ein Prosatext aus „Zement“ von Heiner Müller zugrunde. „Ich versuche aber, mit selbständigen musikalischen Mitteln, die in der Ausdruckshierarchie nicht unter, sondern neben dem Text rangieren (mit Songformen, Collagen, der Filmtechnik nahen Schnitten und Rückblenden) mindestens zweierlei hörbar zu machen: Die große Faszination, die die unvorstellbaren Dimensionen von Arbeit und Zeit, Kot und Gestank auf mich ausüben, und die neuen politischen Perspektiven der Arbeit am Mythos, mit denen Müller den Doppelcharakter des Prometheus humorvoll ausstattet.“ (Heiner Goebbels). (hördat)

Zum Nachhören hier: SWR2

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„Der Aufenthalt in der DDR war in erster Linie ein Aufenthalt in einem Material.“
(Heiner Müller, Krieg ohne Schlacht)

Aus diesem Material heraus, das dieser Staat bot, sammelte Müller kräftig: Szenen, Gestalten, Mythen und auch das Gegenbild zum Faschismus, die neue Ordnung, die neuen Menschen lieferten ihm die nötigen Geschichten.

https://bersarin.wordpress.com/2019/01/09/ein-riss-in-der-geschichte-heiner-mueller-zum-90-geburtstag/

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Am 30.12.2015 jährt sich der 20. Todestag von HEINER MÜLLER, einer der großen, weltbekannten, deutschen Dramatiker. Alexander Kluge hat im Zeitraum von 1990 – 1995 an die zwanzig Gespräche mit Heiner Müller geführt.

https://magazin.dctp.tv/2019/01/09/heiner-muller-zum-90-geburtstag/

Sehen Sie dazu auch auf dctp.tv:

► Heiner Müller: Napoleon zum Beispiel

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Thomas Irmer im Gespräch mit Susanne Burkhardt – DLF Kultur

Schon zu Lebzeiten wurden über Heiner Müller gern und oft Anekdoten erzählt, „häufig auch über seine Schlagfertigkeit und seine verblüffende Urteilskraft in vielen Situationen.“ Müller sei, so Irmer, „schon zu Lebzeiten ein Quell von Anekdoten“ gewesen.

„Er hat sich sehr viel in dieser Kurzform der unpersönlichen Erzählung geäußert. Das waren natürlich Witze … und sehr viele Zitate, die er wie einen Riesenwerkzeugkasten immer bei sich hatte und die er zu unterschiedlichsten Gelegenheiten herausholen konnte und die meistens etwas treffend Witziges hatten. Man hatte den Eindruck, er erzählt nicht unbedingt was von sich selbst oder was er denkt…“

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