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Posts Tagged ‘Hans Wolfgang Schumann’

Der Atman ist zwar das Selbst, aber er ist nicht auf die Einzelperson begrenzt, sondern mit allen Atmans identisch: „Dieser dein Atman ist der in allen vorhandene Atman“ belehrt uns die Brhadaranyaka-Upanishad. Zwischen den Seelen der Wesen gibt es keinen Unterschied, sie sind alle eins. Jeder „Andere“ ist wesenhaft „Ich“.

H.W. Schumann – Der historische Buddha, Seite 51 – Diederichs 1999

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Das Subjekt des Erkennens ist der Atman, die Seele. Er ist es, der das Sehen, Hören, Denken, Erkennen ausführt. Der Atman schafft die Welten, Götter und irdischen Wesen, er ist Herrscher über alles. Im Herzen wohnt er, kleiner als ein Reiskorn, als ein Gerstenkorn, aber größer als die Erde, größer als der Himmel und diese Welten. Der Körper ist der Aufenthaltsort des unsterblichen, unphysischen Atman und stirbt, sobald dieser ihn verlässt. Der Atman aber ist ungeboren (weil ewig) alterslos, todlos, ungefährdet, unsterblich. Nur in Negationen kann man von ihm sprechen.

H.W. Schumann – Der historische Buddha, Seite 51 – Diederichs 1999

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Im Veda bezeichnete es das Opferwort, das aufgrund der in ihm innewohnenden Wahrheit zauberisch wirksam ist; in den Upanischaden wird brahman zur Vollverkörperung, zum Synonym der Wahrheit: „Der Name (= Das Wesen) dieses Brahman ist Wahrheit“… Ja noch mehr: Brahman ist in den Upanischaden zum Namen des Absoluten, der „Letzten Wirklichkeit“ geworden…

Das Brahman ist die Ursache des Alls; wie alles Existente in den Raum eingewoben ist, so ist der Raum ins Unvergängliche, das Brahman eingewoben. Da es alles durchgeistet, ist es auch im Menschen beheimatet: der Körper ist die Burg des Brahman. In dem kleinen leeren Raum im Herzen wohnt es, winzig, und doch so groß wie dieser Weltraum. In ihm liegt dieses ganze All, alles Existente und alles latent Mögliche. Wenn der Körper altert und stirbt, nicht altert und stirbt das Brahman. Wer das unvergängliche Brahman kennt, dem ist nach dem Tod die Erlösung sicher.

Aufgabe eines jeden, der Befreiung anstrebt, ist es, ein Kenner des Brahman zu werden.

H.W. Schumann – Der historische Buddha, Seite 51 – Diederichs 1999

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