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Posts Tagged ‘Hakuin’

zen texte 44

Hakuin

Die Menschen wissen nicht, wie nahe die Wahrheit ist;

sie suchen sie in der Ferne? wie traurig!

Sie gleichen einem Mann, der mitten im Wasser steht

und vor Durst jämmerlich schreit.

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Ein Soldat namens Nobushige

Ein Soldat namens Nobushige kam zu Hakuin und fragte: «Gibt es wirklich ein Paradies und eine Hölle?» «Wer bist du?» erkundigte sich Hakuin. «Ich bin ein Samurai», antwortete der Krieger. «Du ein Soldat!» rief Hakuin. «Welcher Herrscher mag dich wohl zur Schildwache haben? Dein Gesicht sieht aus wie das eines Bettlers.» Nobushige wurde so wütend, daß er nach seinem Schwert griff, aber Hakuin fuhr fort: «So, du hast ein Schwert! Deine Waffe ist wohl viel zu stumpf, um mir den Kopf abzuschlagen.» Als Nobushige sein Schwert zog, bemerkte Hakuin: «Hier öffnen sich die Pforten der Hölle!» Bei diesen Worten steckte der Samurai, der die Methode des Meisters erkannte, sein Schwert in die Scheide zurück und verneigte sich. «Hier öffnen sich die Pforten des Paradieses», sagte Hakuin.  – Von Paul Reps

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Zum Heilen gibt es Akupunktur, Moxa, Medizin. Aber mit diesen dreien können die schweren Krankheiten doch nicht leicht geheilt werden. Und da eben springt dieses Geheimnis ein. Wer es probieren will, soll zuerst mit allem Denken und allen Koans aufhören. Also: Zuerst einmal richtig ausschlafen. Bevor man aber einschläft, bevor man die Augen zumacht: Beide Beine ganz lang und gleichmäßig ausstrecken und die geistige Kraft des ganzen Körpers unter dem Nabel (Tanden) und in Lenden und Beinen und der Fußmitte sammeln und „voll“ werden lassen! Und nun sich dieser wundersamen Schau hingeben… (fs):

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Die merkwürdigste Art von Selbstsuggestion liegt in der sogenannten Buttermethode vor, die Hakuyu lehrte und dringend anriet. Er gab dafür Hakuin die folgende Anweisung: „Wenn bei dem Übenden während der Meditation die vier Elemente außer Harmonie geraten und wenn er merkt, dass Leib und Geist ermüden, soll er seinen Geist aufwecken und diese Erwägung anstellen:

„Wenn er beispielsweise wohlduftende, reine, weiche Butter in der Größe eines Enteneies auf den Kopf legte, so wird eine angenehme Empfindung entstehen. Sein ganzer Kopf wird feucht werden. Das feuchte Gefühl wird tiefer und tiefer bis zu beiden Schultern und beiden Armen, zu beiden Brüsten, zu Zwerchfell, Lunge, Leber, den Eingeweiden, dem Magen und bis zum Ende der Wirbelsäule und den Gesäßknochen allmählich herabsinken. Dann muss das in der Brust Angesammelte sowie die Schmerzen in Lenden und Eingeweiden wunschgemäß abfließen, und es entsteht ein deutliches Geräusch wie von fließendem Wasser. Dies durchflutet den ganzen Leib, fließt warm durch die Beine und lässt nicht nach, bevor es bis zu den Fußsohlen dringt“.

Der Übende soll diese Vorstellung wieder und wieder erwecken. So wird er von seiner Ermüdung genesen und seine volle Lebenskraft wieder erlangen.

(Heinrich Dumoulin, Zen.Bd. 2/336-337)

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