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Posts Tagged ‘Gregory Bateson’

Gregory Bateson hatte (1966) über neuere Geschichte zu sprechen und als er auf dem Wege zu diesem Vortrage war … begannen donnernde Worte in seinem Kopf nachzuhallen, kräftiger als irgendwelche, die er sich selbst hätte erdenken können. Einige dieser Worte lauteten: “Die Väter haben saure Trauben gegessen, und den Kindern sind die Zähne stumpf geworden.” Eine weitere war die Behauptung von Joyce, daß “die Geschichte ein Alptraum ist, aus dem es kein Erwachen gibt.” – Und schließlich, nicht so unmittelbar relevant, aber wohl doch von Bedeutung für das Problem des Gesellschaftsmechanismus: “Wer anderen Gutes tun will, muß es in winzigen Kleinigkeiten machen. Das allgemein Gute ist die Ausrede des Gauners, Heuchlers und Schmeichlers.”

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(Gedanken im Buch von Bernardin Schellenberger: „Spirituelle Wendezeit“.)

Die Teilbereiche wuchern. Aber kein Teil kann Probleme lösen. Die Freiheit der Einzel-Teile ist eine Ellbogen-Freiheit. Die einen sagen es so: „Wenn ich wachse, musst Du kleiner werden“. Newtons Physik erklärte: „Wo sich ein Objekt befindet, da kann kein anderes sein“.

Dem entgegen sagt Martin Buber: „Du sagend werde ich erst zum Ich“.

Die moderne Systemtheorie behauptet: Wer einen anderen erniedrigt, erniedrigt auch sich selbst. Immer wenn ich einen anderen Teil unterdrücke, verarme auch ich selbst. Jedes Übervorteilen des Anderen setzt letztlich mich in den Nachteil. Ich kann mich nur dann entfalten, wenn sich alle anderen auch entfalten.

Gregory Bateson schreibt über den kosmischen Prozess der Selbstorganisation. Er versteht diesen als einen geistigen Prozess. Sinn findet der Mensch nur im Kontext. Sinn finden die Menschen nur im Ganzen, nie in der Isolation, nie als eigensinnige Teile. Tiefster endgültiger Sinn wäre demnach zu finden, wenn man in Beziehung zum allumfassenden Ganzen treten könnte.

 

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Gregory Bateson

Ich kannte mal einen kleinen Jungen in England, der seinen Vater fragte: „Wissen Väter immer mehr als Söhne?“, und der Vater sagte: „Ja“. Die nächste Frage war: „Pappi, wer hat die Dampfmaschine erfunden?“, und der Vater sagte: „James Watt“. Darauf der Sohn: „Aber warum hat sie dann nicht James Watts Vater erfunden?“

(Ökologie des Geistes)

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http://denkstil.bankstil.de/gregory-bateson-on-stability

Oder auch: „Ich kannte mal einen kleinen Jungen in England, der seinen Vater fragte: „Wissen Väter immer mehr als Söhne?“, und der Vater sagte: „Ja“. Die nächste Frage war: „Pappi, wer hat die Dampfmaschine erfunden?“, und der Vater sagte: „James Watt“. Darauf der Sohn: “ – aber warum hat sie dann nicht James Watts Vater erfunden?“ – (Ökologie des Geistes)

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Welches Muster verbindet den Krebs mit dem Hummer und die Orchidee mit der Primel und alle diese vier mit mir?

Und mich mit Ihnen?

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Gregory Bateson (1904–1980) ist ein zentraler Vordenker im Bereich systemischer und konstruktivistischer Theorie. Bereits vor über fünfzig Jahren (1951) publizierte er eine Theorie der Kommunikation, deren grundlegenden Einsichten bis heute ihre Gültigkeit nicht verloren haben. Die vielleicht wichtigste damalige Erkenntnis bestand darin, daß Kommunikation sich notwendigerweise stets auf mehreren Ebenen zugleich ereignet. Wir sprechen seitdem von Meta-Kommunikation, ein Begriff, den Bateson dem amerikanischen Linguisten Benjamin Lee Whorf entlehnte.-

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… begannen donnernde Worte in seinem Kopf nachzuhallen, kräftiger als irgendwelche, die er sich selbst hätte erdenken können. Einige dieser Worte lauteten: „Die Väter haben saure Trauben gegessen, und den Kindern sind die Zähne stumpf geworden.“ Eine weitere war die Behauptung von Joyce, daß „die Geschichte ein Alptraum ist, aus dem es kein Erwachen gibt.“ – Und schließlich, nicht so unmittelbar relevant, aber wohl doch von Bedeutung für das Problem des Gesellschaftsmechanismus: „Wer anderen Gutes tun will, muß es in winzigen Kleinigkeiten machen. Das allgemein Gute ist die Ausrede des Gauners, Heuchlers und Schmeichlers.“

Ökologie des Geistes – Suhrkamp – 603

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