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Posts Tagged ‘Gott’

Arno Schmidt / Ludwig Tieck: (3) A.: Die Wahrheit – das heißt, die Wahrheit der romantischen Schule – ist vielmehr diese: / nach Tiecks Erfahrungen sind die bunten grausamen, teils sinnlosen, teil witzigen Durchkreuzungen, nicht nur des menschlichen Lebens, sondern alles Existierenden überhaupt, mit der vernünftigen Lenkung e i n e s Gottes – womöglich noch eines weise=gütig=mächtigen – nicht vereinbar. Die einfachste Erklärung für die uns, unleugbar und hagelschlagartig=unerwartet betreffenden Possen und `Schicksals=Streiche` wäre – : das Quer-Durcheinander-Regieren eines ganzen Olymp. (166)

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Ein haidnisches Symposion

Am Vormittag des 3. Juni 1998, dem 19. Todestag Arno Schmidts, gleichzeitig Tag des ICE-Unglücks von Eschede, kehrt Gott in Gestalt Arno Schmidts in den Heidegasthof ‚Zum Blauen Enzian‘ ein und zwingt den Anwesenden – dem Wirt (im Jägermeister-T-Shirt), einem arbeitslosen Soziologen (im Netzunterhemd), vier angetrunkenen Sargträgern (in Schwarz) – ein Gespräch auf. In der Unterhaltung geht es um Hermann Löns, Arno Schmidt und Herrn Natürlich, um das Gemächt des Toten, um Beischlaf und Mißbrauch vor der Theke, auf der Kegelbahn und auf dem Billardtisch, um Valerie Solanas, Abe Sada, die Zeitschrift ‚Schwanz ab‘ und um Gott, der allwissend und „selbstverständlich Atheist“ sein will. –

https://irrationale.net/buecher/herrgott.html

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Romanauszug von Hermann Hesse aus: Das Glasperlenspiel / Rezitation: Hans-Eckart Eckardt /

Anmerkung: Die Welt zu durchschauen, sie zu verachten, mag großer Denker Sache sein. Mir aber liegt einzig daran, die Welt lieben zu können, sie und mich und alle Wesen mit Liebe und Bewunderung und Ehrfurcht betrachten zu können. (H.Hesse) Einsam steh ich, vom Wind gezerrt, Ungeliebt und verlassen In der feindlichen Nacht. Schwer ist mein Gemüt und voll Bitterkeit, Wenn ich Deiner gedenke, Blinder Gott, der voll Grausamkeit Immer das Unbegreifliche tut…,…

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Wenn es das Sichtbare gibt, muss es das Unsichtbare geben, das galt und gilt in allen Kulturen für ausgemacht. Mit der Pandemie hat das, was sich der menschlichen Wahrnehmung entzieht, neue Aktualität gewonnen. Die Wirklichkeit steckt noch voller Geheimnisse und Ungewissheiten. Von Thomas Palzerhttps://www.deutschlandfunk.de/das-unsichtbare-100.html

In der Tradition steht der Begriff Gott für das radikal Unsichtbare. In der Antike galt das, was im Moment evident ist, als wirklich – also das, was vor Augen liegt. Im Mittelalter war es der Schöpfer, der für die Wirklichkeit des Wirklichen die Gewähr übernahm. In der Neuzeit wiederum wurde Wirklichkeit dadurch garantiert, dass sie etwas ist, was keine Unterbrechung kennt. Anders gewendet, scheint das Einzige, was beanspruchen kann, den Status des Wirklichen innezuhaben, ausgerechnet das Unsichtbare zu sein…
Es ist stark anzunehmen, dass es der Menschheit nicht gelingen wird, jemals all das, was gewusst werden könnte, auch zu wissen.
Wissen schwimmt seiner Natur nach in einem Meer aus Unwissen.

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Blaise Pascal stellte eine berühmte Kosten-Nutzen-Rechnung über den Gottesglauben an. Was bringt er mir? Wenn Gott existiert, verspricht der Glaube ewige Glückseligkeit; dagegen bestraft Gott den Unglauben mit ewiger Verdammnis. Wenn Gott nicht existiert, dann ist es ziemlich egal, ob man an ihn glaubt oder nicht. Summa summarum beschert mir der Glaube Glück, mit dem Unglauben riskiert man Elend. Und zwar ungeachtet, ob Gott nun existiert oder nicht.

Ich will damit nicht insinuieren, der Gottesglaube sei ein religiöses Placebo. Aber mit diesem Argument – als «Pascals Wette» in die Geschichte eingegangen –  lässt sich überraschenderweise ganz profan eine Analogie zur Pandemie herstellen…,.. kaeser-technotopia.blogspot.com

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Markolf H. Niemz im Gespräch mit Christopher Ricke – Die Liebe ist wie Elektromagnetismus oder Gravitation eine universelle Urkraft. Das behauptet der Physikprofessor Markolf Niemz in seinem Buch „Die Welt mit anderen Augen sehen“. Ein Gespräch mit dem Autor über Gott, Liebe und Physik.- DLF Kultur

 

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DIEU EST LE POINT TANGENT DE ZÉRO ET DE L’INFINI – (god is the tangential point of zero and infinity) – (gott ist der berührungspunkt von null und unendlich)

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Der Psychoanalytiker Erich Fromm hatte in den 1960er-Jahren Kultstatus – auch wegen seiner Kritik an religiösen Autoritäten. Er brach mit dem Judentum seiner Familie und verachtete den Machtmissbrauch der Kirchen. Über den Buddhismus fand er zur Spiritualität ohne Gott.

Von Sven Ahnert – DLF

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