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Jutta Assel und Georg Jäger: Rätselhafte Weihnacht: Weihnachtsrätsel
Die Weihnachtsseite für 2020 bringt als Einstieg die „lustige Geschichte“ vom Pelzmärtel in 4 Bildern. Sie hat ihren Schwerpunkt jedoch in Rätseln, die bei literarischen Geselligkeiten des 19. Jahrhunderts beliebt waren. Auch von Goethe bringen wir einige Beispiele. Ferner orientieren wir über die verschiedenen Arten des Rätsels und die damalige Rätselbegeisterung, konzentrieren uns aber auf die Rätsel für Kinder, die Friedrich Güll (1812-1879), der seinerzeit beliebteste Autor von Kinderliedern, gedichtet und gesammelt hat. Zwei Texte enthalten je 33 Rätsel, so das „Nußsäcklein“, das 33 Nüsse (Rätsel) zu knacken gibt: „Beißt nur, daß die Schale kracht, / Doch nehmt auch den Kern in acht!“ Gülls gesammelte „Neckrätsel“ beschließen den Beitrag. Das bis heute zitierte und gesungene Kinderlied „Ein Männlein steht im Walde“ von Hoffmann von Fallersleben geben wir in der Vertonung als Volkslied wieder. Die Rätsel werden ergänzt durch merkwürdige und rätselhafte Texte, so „Das Männlein in der Gans“, ein „Weihnachts-Spaß“ von Friedrich Rückert. Dies Gedicht wie auch von Güll „Wenn das Kind nicht schlafen will“ aus über 100 Zweizeilern nach dem Muster „Ein Schwanz ist kein Zopf, / Ein Zopf ist kein Schwanz“ weisen mit ihren Sprachspielen voraus auf die Avantgarde.
Seit 2006 bringt das Goethezeitportal jedes Jahr eine eigene Seite zu Weihnachten. Bilder und Texte bilden einen reichhaltigen Fundus an Weihnachtsmotiven. Stöbern Sie darin mit Hilfe der Links am Ende der Weihnachtsseiten.- goethezeitportal.de

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Das Märchen erzählt von einem Ritter mit blauem Bart, der seine Ehefrauen ermordet. Das Muster des Verbrechens bleibt gleich: Wieder einmal neu verheiratet, bricht der Ritter nach kurzer Zeit zu einer Reise auf und gibt seiner Frau die Schlüssel zu allen Gemächern der Burg. Alle Räume darf sie aufschließen, nur eine Kammer, für die sie gleichfalls den Schlüssel erhält, ist ihr bei Todesstrafe zu öffnen verboten. Die Neugier treibt die junge Frau so lange um, bis sie das Gebot bricht:

http://www.goethezeitportal.de/wissen/enzyklopaedie/franz-graf-von-pocci/blaubart.html

 

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Das Märchen erzählt von zwei unzertrennlichen Schwestern, Schneeweißchen und Rosenrot, die nach zwei Rosenbäumchen benannt sind, die weiße bzw. rote Rosen tragen. Sie stehen vor dem „Hüttchen“ ihrer Mutter, einer Witwe, die mit ihren Mädchen ein bescheidenes und frommes Leben im Einklang mit der Natur führt. Zur Hausgemeinschaft gehören ein Lämmchen und Täubchen; im Winter aufgenommen wird auch ein schwarzer Bär, der sprechen kann und mit den Schwestern spielt und tollt. Drei Mal treffen die Schwestern auf ihren Gängen auf einen hässlichen Zwerg, den sie aus lebensbedrohlichen Situationen retten, zum Dank aber beschimpft werden. Der Zwerg ist nur an der Mehrung seiner Schätze interessiert. Zum Verhängnis wird ihm, dass er „auf einem reinlichen Plätzchen“ – auf dem er sich unbeobachtet glaubt – einen Sack mit Edelsteinen ausschüttet, um seinen funkelnden Schatz zu genießen. Doch der Bär hat den Zwerg, der auch dessen Schätze geraubt hatte,  ausgemacht und tötet ihn. Sogleich verwandelt sich der Bär in einen Königssohn. „Schneeweißchen ward mit ihm vermählt und Rosenrot mit seinem Bruder, und sie teilten die großen Schätze miteinander, die der Zwerg in seine Höhle zusammengetragen hatte.“ – goethezeitportal.de

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In dem seit 1874 in Wien ansässigen Verlag von Martin Gerlach erschien seit 1901 die kleinformatige, ansprechend gestaltete Reihe „Gerlach’s Jugendbücherei“ mit dem Schulmann Hans Fraungruber als Redakteur und Künstlern der jüngeren Generation als Illustratoren, deren einige – wie Ignatius Taschner – aus München waren. Auf den Wiener Secessionsstil – und damit wohl auf Vorgaben des Verlegers – verweisen das quadratische Format, der streng flächige kreisrunde Linien-Pflanzen-Dekor auf dem vorderen Einband und das Vorsatzpapier, welches ähnlich im zeitgleich erschienenen Bändchen mit Illustrationen von A. Weisgerber verwendet wurde. Ignatius Taschner (1871-1913) entwarf für den Verleger Gerlach bereits seit Ende der 1890er Jahre Blätter für dessen ambitionierte Sammlung „Allegorien und Embleme“…, goethezeitportal.de

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Als Johann Wolfgang Goethe sich am 3. September 1786, früh drei Uhr, aus Karlsbad fortstahl, um nach Italien aufzubrechen, holte er etwas nach, das er nach dem Willen seines Vaters schon früher hätte unternehmen sollen. Die Italienreise gehörte im 18. Jahrhundert als Kavalierstour zum festen Bestand der vornehmen Erziehung. Schon Johann Caspar Goethe hatte diese unter anderem aus der Tradition der Pilgerreisen des Mittelalters entstandene Tour unternommen, und der Romaufenthalt Winckelmanns verschaffte ihr einen erneuten Popularitätsschub. So war es kaum verwunderlich, daß Goethe in Italien eine größere deutsche Künstlerkolonie vorfand, deren Mitglieder, unter ihnen Tischbein, er kennenlernte. Von den bekannteren Schriftstellern seiner Zeit war er bei weitem nicht der einzige Rombesucher; Lessing, Herder, Karl Philipp Moritz, Johann Gottfried Seume und andere machten ebenfalls eine solche Reise. Für die Nachwelt im 19. Jahrhundert war es vor allem Goethe, dessen Italienische Reise traditionsbildend wirkte.

Doch nicht auf den Stipendiaten der Villa Massimo: Rolf Dieter Brinkmann. In der Studie “Dieses Arkadien ist die reinste Lumpenschau”. Goethe und Rom in Rolf Dieter Brinkmanns Rom, Blicke untersucht Hans-Edwin Friedrich den eher traditionsbrechenden, von einer Verweigerungshaltung geprägten kontrastreichen Gegentext zu Goethes Beschreibungen arkadischer Ideallandschaften. hier und dort:

Klicke, um auf friedrich_brinkmann.pdf zuzugreifen

 

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