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Posts Tagged ‘Gewalt’

Durch das Gesetz des abnehmenden Ertrages verwirkt unser unseliges Jahrhundert* die Chance auf Glück, und weil es dem Glück nichts abgewinnt, versinkt unsere Welt im Chaos.

Warum? Weil das Glück … in Mäßigung und Selbsterkenntnis besteht, und diese Tugenden sind dem heutigen Normalmenschen nicht mehr zugänglich, denn der ist auf Gewaltaffekte aus und kann nicht mehr zwischen Lust und Schmerz unterscheiden.

*Und um wie viel mehr wird das auf unser Jahrhundert zutreffen!

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Michel Foucault: Das ist das Faszinierende an den Gefängnissen, daß sich die Gewalt nicht verbirgt, nicht maskiert, daß sie sich als eine bis in die letzten Details ausgeklügelte zynische Tyrannei darstellt und daß sie andererseits vollkommen «gerechtfertigt» ist, da sie in eine Moral eingebettet ist: ihre brutale Tyrannei ist die ungetrübte Herrschaft des Guten über das Böse, der Ordnung über die Unordnung.

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Kaum ein Film hat Gewalt so konsequent ästhetisiert – und das zugleich hinterfragt wie „A Clockwork Orange“. 50 Jahre nach seiner Premiere am 19. Dezember 1971 hat Stanley Kubricks düsteres Meisterwerk nichts an Intensität verloren. – Von Katja Nicodemus 

Kubrick: „Jeder ist von der Gewalt fasziniert.“

Die Szene ist eine Zumutung, weil sie die Frage nach dem Unterhaltungswert von Gewalt auch dem Kinopublikum stellt. Gegenüber dem Magazin „Newsweek“ sagte Kubrick: „Jeder ist von der Gewalt fasziniert. Schließlich ist der Mensch der unbarmherzigste Killer, der je auf Erden jagte.“ – DLF

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Aber ist nicht das Geld eine ebenso sichere Methode der Behandlung menschlicher Beziehungen wie die Gewalt, und erlaubt uns, auf ihre naive Anwendung zu verzichten? Es ist vergeistigte Gewalt, eine geschmeidige, hochentwickelte und schöpferische Spezialform der Gewalt. Beruht nicht das Geschäft auf List und Zwang, auf Übervorteilung und Ausnützung, nur sind diese zivilisiert, ganz in das Innere des Menschen verlegt, ja geradezu in das Aussehen seiner Freiheit gekleidet? – Der Mann ohne Eigenschaften

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Der Krieg in Afghanistan und die Ambivalenzen des unscharfen Terrorismus-Begriffs hatten eine unvorhergesehene, praktische Folge: Die Frage, wie man Terroristen erkannte und rechtlich behandeln sollte, wurde entscheidend und belastete den Konflikt. Der Verlauf des „Kriegs gegen den Terror“ hing nicht mehr nur vom Kampf vor Ort ab, sondern auch von seiner in Washington formulierten, rechtlichen Definition. arte.tv.1

Der zweite Teil „9/11 – Die Welt danach – Spirale der Gewalt“ verfolgt das Geschehen um die US-Entscheidung, die Genfer Konvention für Gefangene auszusetzen. Er illustriert, wie dadurch Aufstände angeheizt und der Kampf gegen den Terrorismus bis zum Dauerzustand ausgedehnt wurde. Folter, Geheimlager (Black Sites) und Auslieferungen waren nur einige der neuen Taktiken, mit denen die CIA ein geheimes Programm einleitete, das sich rasch von Afghanistan bis Guantánamo und von dort bis in den Irak ausbreitete. Mit desaströsen Folgen: arte.tv.2

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Das ist das Faszinierende an den Gefängnissen, daß sich die Gewalt nicht verbirgt, nicht maskiert, daß sie sich als eine bis in die letzten Details ausgeklügelte zynische Tyrannei darstellt und daß sie andererseits vollkommen «gerechtfertigt» ist, da sie in eine Moral eingebettet ist: ihre brutale Tyrannei ist die ungetrübte Herrschaft des Guten über das Böse, der Ordnung über die Unordnung.

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Interview mit Klaus Theweleit über aktuelle Gewalt in Deutschland

Die Bilder von Männern, die Menschen durch eine Stadt jagen, die sie zuvor als Flüchtlinge ausmachten, haben die Republik in den vergangenen Wochen regelrecht verstört. In den begleitenden Medien entzünden sich die Debatten nicht zuletzt entlang der Frage, ob in Deutschland ein neuer Faschismus aufkommt, dem man entgegenzutreten habe. Außerdem fragt man sich, was diese Männer antreibt, gegen alles fremdländisch Erscheinende gewaltsam vorzugehen, ungeniert menschenverachtende Parolen zu skandieren oder NS-Symbolik offen zu demonstrieren? Prof. Dr. Klaus Theweleit hat sich bereits in den 1970er Jahren mit Gewalt und Männerphantasien im Zusammenhang mit faschistischem Gedankengut auseinandergesetzt. In seiner jüngsten Analyse über das Lachen von Tätern gewaltsamer Exzesse hat er dieses Thema noch einmal aufgegriffen. Wir haben ihn um ein Psychogramm dieser Männer gebeten.- lisa.gerda-henkel-stiftung.de

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Amok und Unglück

Nachdem ich am Tag nach der Tat in der Stadtbibliothek gewesen bin und die dort ausliegenden Zeitungen durchgesehen habe, drängte sich mir der Eindruck auf: Der Mann war abgrundtief einsam – und gleichzeitig sehr wütend. In Abwandlung eines Satzes von Goethe könnte man sagen: »Die einsamen Menschen sind gefährlich!« Bei Goethe sind es die »unglücklichen Menschen«, aber das ist nur ein anderes Wort. Einsam, unglücklich und depressiv ist für die Mitwelt meist unproblematisch, einsam und aggressiv kann unangenehm werden und wird es gelegentlich. Jens R. fühlte sich offenbar von seinen Eltern und aller Welt gedemütigt und verkannt und entwickelte einen ausufernden Hass gegen alles und jedes. Solche inneren Unglücksvorräte sind am explosivsten, wenn sie ausschließlich in sich rotieren. Auf die Frage, ob seine Tat zu verhindern gewesen wäre, hat ein überlebender amerikanischer Amokläufer gesagt: »Es hätte nur jemand mit mir reden müssen.« – jungewelt.de/

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Das ist das Faszinierende an den Gefängnissen, daß sich die Gewalt nicht verbirgt, nicht maskiert, daß sie sich als eine bis in die letzten Details ausgeklügelte zynische Tyrannei darstellt und daß sie andererseits vollkommen «gerechtfertigt» ist, da sie in eine Moral eingebettet ist: ihre brutale Tyrannei ist die ungetrübte Herrschaft des Guten über das Böse, der Ordnung über die Unordnung.

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