Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Gestaltkritik’

Gestalttherapie, Bewußtheit und Körper 

Hinweise auf Beiträge und Bücher von Barry Stevens:

Read Full Post »

Ich glaube, es ist sinnvoll, einen kritischen Blick auf das zu werfen, was unter dem Oberbegriff ›PSYCHOSOMATIK‹ eine zunehmende Rolle spielt in unseren Vorstellungen und in unserem Umgang mit den Konzepten von Krankheit und Gesundheit und ihrer Konstruktion, und – was weitaus bedeutsamer ist: im Umgang mit uns und anderen als erkrankten Menschen.

Ich glaube, es könnte gerechtfertigt sein, von der Existenz einer ›SCHWARZEN PSYCHOSOMATIK‹ zu sprechen, in Anlehnung an den von Alice Miller Anfang der 1980er Jahre entwickelten Begriff einer „Schwarzen Pädagogik“.

Zeigt die Erforschung der Schwarzen Pädagogik, wie Kinder unter die Machtausübung der Erwachsenen geraten, und wie diese Machtausübung und der Missbrauch der Kinder für die Interessen der Erwachsenen durch die Erwachsenen verschleiert wird, so dass sie gezwungen werden, zu lernen „nichts zu merken“, so könnte man die Schwarze Psychosomatik als das Vorgehen, als die Verfahren und Erklärungsmodelle/-prozesse bezeichnen, die dem Patienten verschleiern, inwieweit er und seine Erkrankung Objekt von Machtausübung durch Ärzte, Therapeuten etc. ist, die diese Macht über ihn ausüben – wobei ein Aspekt darin liegt, dass sie nicht Tatsachen feststellen, sondern Bewertungen und Bedeutungszuschreibungen vornehmen, und diese als Tatsachen ausgeben.

Mir scheint folgendes der Fall zu sein:

Jubelnd stürzen sich seit geraumer Zeit so genannte Psychosomatiker (egal ob psychologische oder medizinische) auf all die Erkrankungen, die nicht oder nicht vollständig schulmedizinisch in ihrer Ursächlichkeit geklärt, und nicht oder nur unzureichend heilbar sind. Und sie füllen die Lücken mit ihren pathologisierenden Phantasien (egal, ob sie sich dabei traditioneller, etablierter Phantasien wie die Psychoanalyse oder neuer, „esoterischer“ Phantasien bzw. Phantastereien bedienen, oder ihre eigene, willkürliche benutzen); – und bürden den geplagten kranken Menschen nun zusätzlich noch das Stigma der psychischen Störung, der psychischen Defizite oder der Fehlentwicklungen auf, und leiten die Auseinandersetzung mit der Erkrankung in neue, zusätzliches Leid schaffende Bahnen.

Und es ist genauso wichtig, über tatsächlich existierende Zusammenhänge, Wechselspiele von Körper, Geist und Seele bescheid zu wissen und diese gründlich und verlässlich zu erforschen, um zu intersubjektiv überprüfbaren, gesicherten Erkenntnissen zu kommen.

 

http://www.gestalt.de/kranz_psychosomatik.html

Read Full Post »

In Zeiten unsicherer Arbeitsplätze steigen die zwischenmenschlichen Konflikte und das Kränkungspotenzial am Arbeitsplatz. Menschen fühlen sich ungerecht behandelt und kritisiert, bekommen einen neuen Chef vor die Nase gesetzt, der Ihre bisherige Arbeit nicht wertschätzt, werden durch Umstrukturierungen im Betrieb zurückgestuft oder sind mit Arbeitslosigkeit konfrontiert. Diese und viele andere Situationen können kränken und das Selbstwertgefühl der Betroffenen schwächen. Kränkungen am Arbeitsplatz sind aber nicht nur ein persönliches Problem, sondern können sowohl die Zusammenarbeit stören als auch das Leistungsniveau mindern und Arbeitsgruppen sprengen. Ein konstruktiver Umgang mit Kränkungen dient daher nicht nur der Wiederherstellung des persönlichen inneren Gleichgewichts, sondern auch der ­Lösung aktueller Konflikte in der Zusammenarbeit.- http://www.gestalt.de/wardetzki_arbeitsplatz.html

Read Full Post »

1

Von Anfang an war Sigmund Freuds Psychoanalyse politisch. Die Psychoanalyse transportierte diese Provokation der gesellschaftlichen Realität: die herrschende Sexualfeindlichkeit mache krank. Es ging bei der gesellschaftlichen Provokation der Psychoanalyse demnach nicht um eine politische »Meinung«, eine politische »Position« oder gar eine politische »Partei«, die mehr oder weniger zufällig und willkürlich mit der Psychoanalyse assoziiert wurde, vielmehr darum, dass das Zentrum der psychoanalytischen Theorie politically incorrect war.

http://www.gestalt.de/blankertz_begeisterung.html

Read Full Post »

maslow-cover… drehte in der Mitte des 20. Jahrhunderts die bis dahin übliche Fragestellung der Psychotherapie völlig um. Er fragte nicht mehr, ‚Was macht Menschen psychisch krank?‘ sondern, ‚Was zeichnet psychisch besonders gesunde Menschen aus?‘ Dadurch stieß er auf eine ganz überraschende und für ihn selber als Agnostiker kaum akzeptable Tatsache: Psychisch besonders gesunde Menschen tendieren zu ‚mystischen Erfahrungen.‘
Die Folgen dieser Entdeckung sind auch heute, ein halbes Jahrhundert später, noch kaum absehbar.“ (David Steindl-Rast)

http://www.gestaltkritik.de/maslow-leseprobe.pdf

http://www.gestalt.de/

Read Full Post »