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Posts Tagged ‘Georges Brassens’

In Frankreich galt er als Poet unter den Chansonniers. In Deutschland wurde Georges Brassens von Liedermachern wie Franz Josef Degenhardt oder Hannes Wader verehrt. Wenig bekannt ist, dass Brassens vor 1945 bei Berlin Zwangsarbeiter war.

Georges Brassens‘ „Chanson pour l’Auvergnat“ – 1954 erschien dieses wahrscheinlich bekannteste Lied des französischen Chansonniers. Des französischen Chansonniers. An dem Tag, an dem er stirbt, am 29. Oktober 1981, titelt die Tageszeitung „France Soir“: „La mort du poète“ – Der Tod des Dichters. Sein Name muss nicht erwähnt werden. Jede Französin und jeder Franzose, die auch nur ansatzweise kulturinteressiert sind, wissen an diesem Tag, wer gemeint ist. Für alle anderen ist unter der Schlagzeile sein Bild.

DLF Kultur

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Viele seiner Chansons sind heute Klassiker: Georges Brassens war ein Autodidakt, der sich seinen Weg suchte und über 200 Chansons schrieb. Und weil anfangs keiner seine Lieder singen wollte, tat er es selbst. Der Freidenker kämpfte gegen Intoleranz und Fanatismus – ohne sich je der Masse anzuschließen. – Von Karl Lippegaus – DLF

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Mit einem Spaten auf der Schulter

mit einer süßen Melodei

mit einer süßen Melodei

mit einem großen Mut im Herzen

ging er aufs Feld zur Plackerei

Armer Martin, arbeite weiter

grabe die Erde, grabe die Zeit

Bei jedem Wetter schuften, graben

vom Morgenrot bis an die Nacht

vom Morgenrot bis an die Nacht

um für sein Leben Brot zu haben

so hat er jeden Tag verbracht

Armer Martin, arbeite weiter

grabe die Erde, grabe die Zeit

Und ohne je in seinen Zügen

Ärger zu zeigen oder Neid

Ärger zu zeigen oder Neid

ging er das Land der Andern pflügen

Morgen für Morgen, jederzeit

Armer Martin, arbeite weiter

grabe die Erde, grabe die Zeit

Und als der Tod ihm gab ein Zeichen

das soll das letzte Tagwerk sein

das soll das letzte Tagwerk sein

grub er sein Grab um zu verschwinden

selber rasch in die Erde ein

Armer Martin, arbeite weiter

grabe die Erde, grabe die Zeit

Er grub sein Grab um zu verschwinden

selber rasch in die Erde ein

selber rasch in die Erde ein

und um die Leute nicht zu stören

ließ er sich wortlos selbst hinein

Armer Martin, ruhe in Frieden –

schlaf in der Erde,

schlaf in der Zeit!

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