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Posts Tagged ‘Georg Büchner’

SR 2 – Sonntag, 6. Juni 2021 um 17:04 Uhr – SR2

Langeweile und Überdruss, Monotonie und Unsinn des Erdendaseins sind die Themen dieses ironischen Lustspiels von Georg Büchner, das er 1836 im Alter von 23 Jahren schrieb.

Leonce, müder und zynischer Prinz im Reiche Popo, bricht aus der sozialen Ungerechtigkeit im Lande seines Vaters und aus dem Müßiggang seines Lebens aus. Er wandert, zusammen mit dem Gleichgesinnten Valerio, über die Landesgrenzen, um sich vor seiner geplanten Hochzeit mit der ihm unbekannten Lena aus dem Reiche Pipi zu drücken. Aber auch Lena fürchtet sich vor Konvention und Leere, auch sie will eher sterben, als standesgemäß heiraten.

Als ironische Pointe entwirft Leonce das utopische Bild eines epikureischen Musenstaates, in dem Valerio als Staatsdiener darüber wachen wird, dass keiner zuviel arbeitet. – (Hördat)

 

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Ein Lustspiel

gutenberg.spiegel.de

Personen:

König Peter vom Reiche Popo
Prinz Leonce, sein Sohn, verlobt mit
Prinzessin Lena vom Reiche Pipi
Valerio
Die Gouvernante
Der Hofmeister
Der Ceremonienmeister
Der Präsident des Staatsraths
Der Hofprediger
Der Landrath
Der Schulmeister
Rosetta
Bediente, Staatsräthe, Bauern etc.

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Zeittafel – Werke – Aufsätze&Dokumente hier: http://buechnerportal.de

„Signalement des stud. med. Georg Büchner von Darmstadt Alter: 20 Jahre. – Größe: 6 Schuh 9 Zoll hessisches Maas. – Haare: blond. – Stirn: sehr gewölbt. – Augenbrauen: blonde. – Augen: graue. – Nase: stark. – Mund: klein. – Bart: blond, etwas am Kinne und schwacher Schnurrbart. – Kinn: rund. – Angesicht: oval. – Gesichtsfarbe: frisch. – Besondere Zeichen: düsteren, nach der Erde gesenkten Blick, dem Anscheine nach kurzsichtig, trägt zuweilen eine Brille. Geht etwas einseitig. – Wahrscheinliche Kleidung: Runder schwarzer Hut; Rock: blautüchner, eine Art Polonaise mit Schnüren auf Brust und Rücken, sog. Blattlitzen; Beinkleider: unbekannt; Stiefeln: gewöhnlich.“ hier  , und hier

Für das Sommersemester 1837 plante Georg Büchner eine weitere Vorlesung in Zürich, aber dazu kam es nicht mehr, denn er erkrankte Anfang Februar an Typhus. Möglicherweise hatte er sich an einem Präparat infiziert. Das mit ihm befreundete Ehepaar Caroline und Wilhelm Schulz benachrichtigte seine Verlobte. Im Beisein Luise Wilhelmine Jaeglés starb der Dreiundzwanzigjährige am 19. Februar 1837 in Zürich.

 

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Den 20. ging Lenz durchs Gebirg. Die Gipfel und hohen Bergflächen im Schnee, die Thäler hinunter graues Gestein, grüne Flächen, Felsen und Tannen. Es war naßkalt, das Wasser rieselte die Felsen hinunter und sprang über den Weg. Die Aeste der Tannen hingen schwer herab in die feuchte Luft. Am Himmel zogen graue Wolken, aber Alles so dicht, und dann dampfte der Nebel herauf und strich schwer und feucht durch das Gesträuch, so träg, so plump. Er ging gleichgültig weiter, es lag ihm nichts am Weg, bald auf- bald abwärts. Müdigkeit spürte er keine, nur war es ihm manchmal unangenehm, daß er nicht auf dem Kopfe gehen konnte. Anfangs drängte es ihm in der Brust, wenn das Gestein so wegsprang, der graue Wald sich unter ihm schüttelte, und der Nebel die Formen bald verschlang, bald die gewaltigen Glieder halb enthüllte; es drängte in ihm, er suchte nach etwas, wie nach verlornen Träumen, aber er fand nichts. Es war ihm Alles so klein, so nahe, so naß, er hätte die Erde hinter den Ofen setzen mögen, er begriff nicht, daß er so viel Zeit brauchte, um einen Abhang hinunter zu klimmen, einen fernen Punkt zu erreichen; er meinte, er müsse Alles mit ein paar Schritten ausmessen können… – wikisource

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Mit Fritz Kortner, Elfriede Kuzmany, Bruno Hübner, Peter Lühr, Marianne Kehlau u.a. / Bearbeitung: Arnold Weiß-Rüthd / Komposition: Mark Lothar / Regie: Walter Ohm / BR 1948 / Länge: 104’55 // Ein Ausschnitt aus der Spätphase der Französischen Revolution – zehn Tage im März und April 1794 – in der sie in Diktatur und blutigen Despotismus umzuschlagen beginnt.- Bayern2 + gutenberg.spiegel.de

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nachrichten aus dem beschädigten leben – 31-07-2017 – leider etwas zu spät

Welcome to hell – Aus Gründen über Zweifel am Verwerfen des Begriffes Gegenöffentlichkeit – radiocorax.de

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Als Podcast verfügbar im Hörspiel Pool – br.de/radio/bayern2

„Den 20. Januar 1778 kam er hierher.“ Er, das ist Jakob Michael Reinhold Lenz, Pfarrerssohn, Theologe, Dichter des Sturm und Drang. Hierher, das ist das elsässische Dorf Waldersbach in den Vogesen. Dort lebt der pietistische Pfarrer, Reformpädagoge und Seelenarzt Johan Friedrich Oberlin. Zu ihm kommt der Dichter Lenz auf Anraten eines Freundes. Lenz erhofft sich von der Begegnung mit Oberlin und seiner Familie Linderung seiner psychischen Leiden. Oberlin führt Buch über den Aufenthalt des Dichters, über die Tage der Besserung, über die wiederkehrenden Anfälle und die letztliche Übergabe des Gastes in professionelle Obhut in Straßburg nach knapp drei Wochen. Nüchtern, beobachtend, sachlich: Ein Krankenbericht.

„Den 20. Jänner ging Lenz durchs Gebirg. Die Gipfel und hohen Bergflächen im Schnee, die Täler hinunter graues Gestein, grüne Flächen, Felsen und Tannen.“ So beginnt Georg Büchner die Erzählung Lenz, die 1836 unter anderem auf der Grundlage von Oberlins Bericht entsteht.- br.de/radio

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Man sollte sich entschlossen der Natur zuwenden.“ Ein solches Projekt mag von Estragon, der diesen Satz in Samuel Becketts Godot-Stück sagt, nicht erwartet werden, ebenso wenig von seinem Leidensgenossen Wladimir. Für die traurigen Helden der Aperçus und des ironischen Reflektierens ist das vorgeblich einfache, natürliche Dasein keine Option, der sie sich dauerhaft widmen könnten. Eben darum ist es verblüffend, wenn Wladimir repliziert: „Wir haben’s versucht.“ Noch überraschender wirkt es, wenn Estragon das Gesagte nach wiedererwachter Erinnerung bestätigt: „Ach ja.“ Er gibt damit zu, dass sein „Man-sollte“-Satz kein bloßer Gemeinplatz war, sondern Ausdruck ernster Erwägung. Die vergangene Hinwendung zur Natur scheint jedoch keineswegs nachhaltig, geschweige heilsam gewesen zu sein. Der Versuch ward wohl bald aufgegeben, weil er den beiden Wartenden nichts Verlässliches bot und keinen gangbaren Weg wies.- untier.de

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