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Posts Tagged ‘Gegenwart’

Ludwig Wittgenstein: Nur wer nicht in der Zeit, sondern in der Gegenwart lebt, ist glücklich. Für das Leben in der Gegenwart gibt es keinen Tod.

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Lama Anagarika Govinda: Was an Gedankenobjekten im Geist auftauchen mag, nimmt automatisch eine größere Wirklichkeit und Plastizität an und kann aus diesem Grunde länger festgehalten und mit voller Aufmerksamkeit betrachtet werden. Die Vergangenheit verdichtet sich zur Gegenwart, und die Gegenwart erscheint nicht als die Trennungslinie zwischen einer Vergangenheit, die gestorben ist, sondern als ein einheitlicher Aspekt des koexistenten und kontinuierlichen Körpers lebendiger, vierdimensionaler Erfahrung.

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… Die Kapitel 11 und 12 handeln davon, was uns an Vergangenem in der Zukunft wiederbegegnet und worin wir glücklich eingebettet sind: in die Äonen, das Urvertrauen. Gegenwart nennen wir bekanntlich, wenn es hoch kommt, 90 Jahre. Das Wirkliche an dieser Gegenwart ist die Schubkraft von 20 Milliarden Jahren, A.K.

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Zygmunt Bauman zeichnet in seinem posthum erschienenen Buch ein düsteres Bild von unserer Gegenwart: Die Menschen seien von der Globalisierung überfordert, glaubten nicht an eine bessere Zukunft und wendeten sich deshalb einer angeblich besseren Vergangenheit zu.

Eine der hervorstechendsten Eigenschaften des Baumanschen Denkens war wohl sein ungetrübter Blick auf die menschliche Natur und ihre Widersprüchlichkeit. Geprägt ist dieses Denken durch Zygmunt Baumans Erfahrungen mit den Totalitarismen des 20. Jahrhunderts, die er als polnischer Jude aus nächster Nähe erlebt und erlitten hatte. So war für ihn insbesondere der Holocaust niemals nur ein Ausrutscher der Moderne, wie er in der zeitgenössischen Fortschrittserzählung immer noch gern gedeutet wird, sondern ein Ausdruck der ihr innewohnenden Ambivalenz.

Technikgläubigkeit und Rationalität hatten ihre dunkle Kehrseite in Reinheitsstreben, Abgrenzung und Allmachtsphantasien… – DLF

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Das altgriechische Verb κρίνω (krino) mit dem Infinitiv κρίνειν (krinein) bedeutet unterscheiden, trennen oder auch teilen und beurteilen; etymologisch bildet es die Wurzel von Kritik, Krise und Kriterium. Ein Kriterium ist ein Unterscheidungsgrund, z.B. für die Wahrheit, die Krise ein Moment in dem etwas zuvor einheitliches auseinanderbricht und beginnt, sich zu unterscheiden und die Kritik ein Vorgang des Unterscheidens, bzw. des Einführens von Unterschieden. Sich an diese Definitionen zu erinnern kann in Zeiten der um sich greifenden, mühsam zugedeckten, immer wieder aufflackernden und sich letztlich perpetuierenden Krise nützlich sein… (Am Ende ein Stück von Abwärts!)

http://agoradio.de/index.html

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Amok heißt Exzess. Heißt Überbietung. Jeder einzelne Amoklauf steht immer in einer Reihe von Taten, übernimmt Formen und Bildsprache der Vorgänger und versucht zugleich als Teil der Geschichte dieses Gewaltgenres noch eins draufzusetzen. Unser Verstand versagt, wenn wir nach eindeutigen Motiven suchen oder das Geschehen nachvollziehbar erklären wollen. – Von Beatrice Faßbender und Ulrich Rüdenauer

http://radio.friendsofalan.de/rache-krieg-suizid-amoklauf-als-chiffre-unserer-gegenwart/

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„Der Ursprung ist immer gegenwärtig. Er ist kein Anfang, denn aller Anfang ist zeitgebunden. Und die Gegenwart ist nicht das bloße Jetzt, das Heute oder der Augenblick. Sie ist nicht ein Zeitteil, sondern eine ganzheitliche Leistung, und damit auch immer ursprünglich. Wer es vermag, Ursprung und Gegenwart als Ganzheit zu Wirkung und Wirklichkeit zu bringen, sie zu konkretisieren, der überwindet Anfang und Ende und die bloß heutige Zeit.” – Quelle versiegt

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Unter den vielen Komplexen, denen der heutige Mensch zum Opfer fällt, gibt es einen, der vielleicht mehr als die anderen den Sinnhorizont (oder den Unsinnhorizont) der heutigen Konsumgesellschaft ausmacht.

Das ist der Sinn, den ich Tantalus-Komplex nennen möchte. Gemäβ einer schönen Darstellung der griechischen Metaphysik des „richtigen Maβes“ ist die Strafe, die die Götter gegen den König von Lydien verhängen – die unbegrenzte Unfähigkeit, seinen Durst zu stillen -, heute unsere unbedachte und natürliche Art zu leben und zu produzieren geworden – in Form einer „schlechte Unendlichkeit“ (Hegel), zu Lasten des Planeten und des menschlichen Lebens.

Für die Griechen war Tantalus‘ Strafe abscheulich. Und somit eine Warnung an die Sterblichen, einen sicheren Abstand zu den verlockenden Sirenen des Unbegrenzten, des Immer-mehr, des Exzesses zu wahren.

Für uns postmoderne Menschen wird das hingegen zur alltäglichen Szene: Wir alle sind wie Tantalus, immer auf der irrsinnigen Suche nach neuen Produkten, neuen Waren, neuen Konsumgütern, …

https://www.heise.de/tp/features/Wir-sind-alle-zum-Tantalus-Komplex-verurteilt-3578323.html

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Es gibt unzählige Dinge, die einem Angst machen können. Nach dem Amoklauf in München und den Terroranschlägen in Europa ist es vor allem der Mensch selbst.

Ich habe Angst. Ich habe Angst vor dem Zahnarzt, ich habe Angst davor, etwas zu verpassen, ich habe Angst im Flugzeug, aber nicht vor einem Absturz und nicht mehr so oft. Ich habe keine Angst vor dem Tod, oder aber ich mache mir keine Gedanken darüber. Ich habe keine Angst vor dem Anders-Sein, aber davor, dass meine Kinder an ihrem Anders-Sein leiden könnten, und ich mag mich selbst nicht für diesen Gedanken. Ich habe keine Angst vor Terror, aber ich habe Angst vor dem Menschen. Ich habe Angst, nicht schreiben zu können, obwohl es doch das Einzige ist, was ich zu können meine: Schreiben.

Ich habe Angst

 

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