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Posts Tagged ‘Gebrüder Grimm’

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[Grimm, KHM 117]

Es war einmal ein Kind eigensinnig und tat nicht, was seine Mutter haben wollte. Darum hatte der liebe Gott kein Wohlgefallen an ihm und ließ es krank werden, und kein Arzt konnte ihm helfen, und in kurzem lag es auf dem Totenbettchen. Als es nun ins Grab versenkt und die Erde über es hingedeckt war, so kam auf einmal sein Ärmchen wieder hervor und reichte in die Höhe, und wenn sie es hineinlegten und frische Erde darüber taten, so half das nicht, und das Ärmchen kam immer wieder heraus. Da mußte die Mutter selbst zum Grabe gehen und mit der Rute aufs Ärmchen schlagen, und wie sie das getan hatte, zog es sich hinein, und das Kind hatte nun erst Ruhe unter der Erde.

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Wird an Märchen gedacht, malt sich dieses Bild häufig von selbst. Denn Märchen vollbringen eine erstaunliche Gradwanderung: Sie vermögen einen düsteren Schauer über den Rücken zu jagen, erscheinen zuweilen sogar brutal und grausam, und doch verströmen sie ein nostalgisches Odeur, das es behaglich werden lässt, erinnern an kosiges Erzählen von Geschichten am heimischen Kamin oder aber zur Guten Nacht. Denn letzten Endes obsiegt in ihnen doch das Gute über das Böse, die Prinzessin wird gerettet, die Hexe, die eben noch ein unschuldiges Kind verspeisen wollte, wird kurzerhand selbst in den Ofen verfrachtet…,..

Dornröschen, Thalia oder Zellandine? Eine Reise durch den Märchenwald der Zeit – Antikenrezeption im Märchen Dornröschen der Brüder Grimm (Henrik Maria Winterscheid)

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Fantastische Welten, in denen stets das Gute über das Böse siegt – dafür sind die Märchen der Gebrüder Grimm bekannt. Warum faszinieren sie bis heute und was ist dran an den Angst-Geschichten, aus denen Kinder mutig hervorgehen sollen? Von Märchen und ihren Hintergründen.- ardaudiothek.de/

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Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, deren erste Auflage 1812 erschien, gehören in den kulturgeschichtlichen Zusammenhang der Romantik. Damals ging man daran, die alten Zeugnisse sogenannter „Volkspoesie“ systematisch zu sammeln. Später folgten erweiterte Ausgaben mit poetischen Ausschmückungen und stilistischen Veränderungen, die vor allem von Wilhelm Grimm vorgenommen wurden und mithalfen, die Sammlung zum populärsten Buch der deutschen Literatur zu machen. Viele Märchen haben dabei Metamorphosen erfahren, die man an ihren Vorstufen, den Sammlungen von Giovanni Basile und Charles Perrault, studieren kann. Viktoria Trauttmansdorff und Wolf-Dietrich Sprenger lesen aus „Kinder- und Hausmärchen“ von Jacob und Wilhelm Grimm. Hanjo Kesting kommentiert das Werk.

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