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Posts Tagged ‘Fritz Perls’

„Wenn einer einmal einen Charakter hat, dann hat er ein starres System entwickelt. Sein Verhalten versteinert sich, es wird vorhersagbar, und der Mensch verliert seine Fähigkeit, das Leben und die Welt frei und aus voller Kraft zu bewältigen. Er ist prädeterminiert, mit Ereignissen nur in einer Weise fertig zu werden, und zwar so, wie es sein Charakter vorschreibt. Es scheint paradox, wenn ich sage, dass der reichste Mensch, der produktivste und schöpferischste Mensch der ist, der keinen Charakter hat.“

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„Wenn einer einmal einen Charakter hat, dann hat er ein starres System entwickelt. Sein Verhalten versteinert sich, es wird vorhersagbar, und der Mensch verliert seine Fähigkeit, das Leben und die Welt frei und aus voller Kraft zu bewältigen. Er ist prädeterminiert, mit Ereignissen nur in einer Weise fertig zu werden, und zwar so, wie es sein Charakter vorschreibt. Es scheint paradox, wenn ich sage, dass der reichste Mensch, der produktivste und schöpferischste Mensch der ist, der keinen Charakter hat.“

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Lasst uns den Workshop mit dem „Gestaltgebet“ beenden. Sprecht mir einfach nach: Ich mache meine Sache.

Alle: Ich mache meine Sache.
Fritz: Und du machst deine Sache.
Alle: Und du machst deine Sache.
Fritz: Ich bin nicht auf dieser Welt, um deinen Erwartungen zu entsprechen.
Alle: Ich bin nicht auf dieser Welt, um deinen Erwartungen zu entsprechen.
Fritz: Und du bist nicht auf dieser Welt, um meinen Erwartungen zu entsprechen.
Alle: Und du bist nicht auf dieser Welt, um meinen Erwartungen zu entsprechen.
Fritz: Ich bin ich, und du bist du.
Alle: Ich bin ich, und du bist du. Amen.

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Hier folgt der Abdruck eines Beitrages aus der Gestaltkritik (Heft 1-1999):

Barry Stevens wurde 1902 in New York geboren und starb 1985 in Meridian, Idaho. Sie führte ein ungewöhnliches, unkonventionelles Leben, das schon vor ihrem Kontakt mit Gestalttherapie durch ein Begreifen der Bedeutung von Bewußtheit für ihr Leben gekennzeichnet war. Leben mit Bewußtheit im Gegensatz zu Leben nach Regeln könnte man als ihr „Lebensthema“ bezeichnen. 

Barry Stevens ist in erfrischender Weise nicht-autoritär und herrschaftskritisch. Sie trägt in ihrer persönlichen Art die rebellische, gesellschaftskritische Grundhaltung der Gestalttherapie weiter, wachsam und höchst sensibel gegenüber jeder Form von Herrschaftsausübung, Überwältigung und Entfremdung des Individuums. Dabei verfällt sie keiner isolierenden Selbst-Genügsamkeit, sondern sie bleibt gesellschaftsfähig und erhält sich ihre Vorstellung von Gemeinschaft und Mitteilen.

1967 begegnete sie zum ersten Mal Fritz Perls und damit der Gestalttherapie. Sie war zu dem Zeitpunkt 65 Jahre alt. Auf Anregung ihres Sohnes John nahm sie an einem Workshop mit Fritz Perls in San Francisco teil. Als Fritz Perls 1969 die USA verließ und sein Projekt des Gestalt Institute of Canada am Lake Cowichan in der Nähe von Vancouver begann, fuhr sie ebenfalls dorthin und begann dort ihre Gestalttherapie-Ausbildung. Ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Überlegungen aus dieser Zeit bildeten die Grundlage für ihr Buch Don’t Push The River.

http://www.gestalt.de/kranz_b_stevens.html

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„Wenn einer einmal einen Charakter hat, dann hat er ein starres System entwickelt. Sein Verhalten versteinert sich, es wird vorhersagbar, und der Mensch verliert seine Fähigkeit, das Leben und die Welt frei und aus voller Kraft zu bewältigen. Er ist prädeterminiert, mit Ereignissen nur in einer Weise fertig zu werden, und zwar so, wie es sein Charakter vorschreibt. Es scheint paradox, wenn ich sage, dass der reichste Mensch, der produktivste und schöpferischste Mensch der ist, der keinen Charakter hat.“

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In der Gestalttherapie wird dazu angeregt, die eigene Bewußtheit zu spüren und zu vertiefen, indem man sich ausschließlich auf das konzentriert, was man gerade macht. Fritz Perls unterscheidet zwischen ungerichteter und gerichteter Bewußtheit. Die gerichtete Bewußtheit braucht man, um sich inneren verdrängten Themen zuzuwenden. Die ungerichtete Bewußtheit ist „spontanes Erspüren dessen, was in Dir auftaucht – was Du fühlst, tust oder vorhast“.

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Die Gestalttherapie – mit Stefan Blankertz

 

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Der Gestalttherapeut verweigert die Rolle des Veränderers“, weil seine Strategie darin besteht, den Klienten zu ermutigen, ja sogar darauf zu bestehen, dass er sein möge, wie und was er ist. Er glaubt, dass Veränderung nicht durch Bemühen, Zwang, Überzeugung, Einsicht, Interpretation oder ähnliche Mittel zu bewirken ist. Vielmehr entsteht Veränderung, wenn der Klient – zumindest für einen Moment – aufgibt, anders werden zu wollen, und stattdessen versucht zu sein, was er ist. Dies beruht auf der Prämisse, dass man festen Boden unter den Füßen braucht, um einen Schritt vorwärts zu machen, und dass es schwierig oder gar unmöglich ist, sich ohne diesen Boden fortzubewegen…

Der Klient kommt zum Therapeuten, weil er verändert werden will. Viele Therapieformen akzeptieren das als legitimen Ausgangspunkt und machen sich dann daran, den Klienten mit verschiedenen Mitteln zu ändern; dabei etablieren sie eine Dichotomie, die Perls Topdog und Underdog nennt. Ein Therapeut, der versucht, einem Klienten zu helfen, hat die partnerschaftliche Position verlassen und ist zum wissenden Experten geworden, wobei der Klient die hilflose Rolle spielt – und dies, obwohl das Ziel darin besteht, dass Klient und Therapeut gleichberechtigt werden.

Der Gestalttherapeut nimmt an, dass die Topdog-Underdog-Dichotomie bereits im Klienten existiert und dass die eine Seite in ihm die andere ändern will. Darum will er vermeiden, in eine der beiden Rollen verwickelt zu werden. Er versucht, dieser Falle zu entgehen und ermutigt darum den Klienten, beide Seiten in sich – immer eine zur Zeit – als seine eigenen zu akzeptieren.

Im Gegensatz dazu benutzt der Psychoanalytiker Kunstgriffe wie Traumdeutung, freie Assoziation, Übertragung und Interpretation, um Einsicht zu bewirken, die dann wiederum zu Veränderung führen soll. Der Verhaltenstherapeut belohnt oder bestraft Verhalten, um es zu modifizieren. Nach Überzeugung des Gestalttherapeuten geht es darum, den Klienten dabei zu ermutigen, dass er sich auf das einlässt und das wird, was er in einem jeweiligen Moment erlebt. Er meint mit Proust: „Um ein Leiden zu heilen, muss man es ganz erfahren.“

Der Gestalttherapeut glaubt außerdem daran, dass der Mensch von Natur aus ein einheitliches, ganzes Wesen ist und nicht aufgespalten in zwei oder mehr gegensätzliche Teile. In diesem natürlichen Zustand verändert er sich ständig auf der Basis des dynamischen Austauschs zwischen ihm und seiner Umwelt… – www.gestalt.de

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