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Posts Tagged ‘Fritz Bauer’

Initiiert wurde die juristische Aufarbeitung der im Konzentrationslager Auschwitz begangenen Verbrechen von dem damaligen hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer. Der Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963 – 1965) – 

Von Werner Renz, Fritz Bauer Institut: auschwitz-prozess.de

Festvortrag zum 50. Jahrestags des Frankfurter Auschwitz-Prozesses auf Einladung des Oberbürgermeisters der Stadt Frankfurt am Main und des Fritz Bauer Instituts.

https://www.fritz-bauer-institut.de/audioarchiv/vortrag-von-prof-dr-norbert-frei

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„Ungesühnte Nazijustiz“ hieß die Ausstellung, die vor 60 Jahren einen Wendepunkt in der deutschen Geschichtsaufarbeitung markiert hat. Konzipiert von Studenten, deren Kindheit vom Krieg geprägt war. Obwohl die Ausstellung nur aus Privatspenden finanziert und von fast allen bundesdeutschen Parteien abgelehnt wurde, hatte sie eine erhebliche öffentliche Wirkung. – ARTE.tv

Die Juristen konnten das lebenswarme Gebot des Grundgesetzes, alle Menschen menschenwürdig zu behandeln, im Sinne des Satzes interpretieren: ‚Was Du nicht willst, daß man Dir tu‘, das füg auch keinem anderen zu.‘ Statt dessen flüchtete man sich in einen scholastischen Begriffshimmel, erhob den unbeweisbaren Anspruch auf absolute Gültigkeit rigoroser Sollensvorschriften, denen (…) nicht allzu selten gar nicht nachgelebt werden kann und deren trauriges Produkt hienieden recht häufig eine unleidliche Heuchelei ist. Gerade menschliche Saiten zum Schwingen zu bringen tat aber nach 1945 not.“ Fritz Bauer, 1962

fritz-bauer-archiv.de

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Von Holger Pauler

Das Misstrauen gegen weite Teile der deutschen Bevölkerung sollte er bis zu seinem Tod im September 1954 nicht mehr ablegen. Hierin vermuten die Herausgeber der Neuauflage die Gründe, weshalb Neumann nach dem Krieg nicht darauf drängte, den »Behemoth« in der Sprache der Täter zu veröffentlichen.

Besonders … die radikale wie provozierende These, dass die Verbrechen der totalitären NS-Diktatur das Resultat eines Prozesses waren, an dem die ganze deutsche Gesellschaft mitgewirkt hat, gehören zu den bleibenden Einsichten des »Behemoth«. Eine Erkenntnis, die auch den Chefankläger im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess, Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, zu der Aussage veranlasste: »Wenn ich mein Büro verlasse, befinde ich mich im feindlichen Ausland

Kurz vor seinem Tod schreibt Neumann in einem Brief: »Vielleicht ist es ein Schuldgefühl, das ganz tief sitzt: Wie oft habe ich mir nach 1933 die Frage vorgelegt, wo meine Verantwortlichkeit für den Nationalsozialismus eigentlich steckt (…) Ich habe ja mit eigenen Augen gesehen, wie verlogen die SPD in den Monaten Juli 1932 bis Mai 1933 war (und nicht nur damals), und habe nichts gesagt. Wie feige die Gewerkschaftsbosse waren – und ich habe ihnen weiter gedient. Wie verlogen die Intellektuellen waren – und ich habe geschwiegen.« – jungle.world

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… Ich habe Kohl 1962 kennen gelernt, lange bevor er zum Kanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt wurde, und zwar während eines denkwürdigen Streitgesprächs mit dem hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der damals wegen eines Vortrages über die Wurzeln faschistischen Handelns von der CDU heftig attackiert wurde. Helmut Kohl war zu der Zeit Abgeordneter seiner Partei im rheinland-pfälzischen Landtag. Nassforsch belehrte er den von den Nazis verfolgten Fritz Bauer, dass es noch zu früh sei für ein abschließendes Urteil über den Nationalsozialismus. Die Art und Weise, in der Helmut Kohl mit dem grauhaarigen Generalstaatsanwalt umging, machte ihn mir fortan suspekt. Später bekamen auch Parteifreunde Kohls Rücksichtslosigkeit zu spüren, Heiner Geißler zum Beispiel und auch Wolfgang Schäuble. Aber das ist eine andere Geschichte. Jetzt heißt es erst einmal: De mortuis nil nisi bene. – weltexpresso

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Fritz Bauer war beim großen Auschwitz-Prozess 1963 in Frankfurt der Chefankläger gegen die Nazis. Nun rückt er endlich dahin, wo er hingehört: ins öffentliche Bewusstsein.

Von Heribert Prantlsueddeutsche.de/
… Bauer wurde bekämpft und bedroht. In einem der letzten Sätze, die er veröffentlicht hat, es war ein Aufsatz über Schopenhauer, heißt es: „Der praktisch tätige Mensch hält es mit dem Prinzip Hoffnung, mag er auch selbstkritisch sich mitunter des Gefühls nicht erwehren können, es könnte eine Lebenslüge sein.“ Fritz Bauer selbst hat Schopenhauer wie folgt ergänzt: „Selbst wenn die Hoffnung tatsächlich eine Lebenslüge ist – ohne sie wäre die Unmenschlichkeit in der Welt nicht zu überwinden.“

Genau dies hat Fritz Bauer versucht. Es ist Zeit geworden, dies zu würdigen.

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Aktuelles Magazin für Bildungs- und Gesellschaftspolitik, „Radikalismus in der Demokratie – Podiumsdiskussion zur NPD“, NDR, Drehzeit 21.1.1967, Erstausstrahlung am 14.2.1967 um 20:15 im NDR III.

Es diskutieren Fritz Bauer (Generalstaatsanwalt Hessen), Friedrich Karl Kau (Rechtsanwalt, Berlin), Adolf von Thadden (NPD-Vorsitzender), Gerd Bucerius (Verleger DIE ZEIT), Rudolf Krämer-Badoni (Schriftsteller
und freier Journalist) und Ralf Dahrendorf (Soziologe Universität Konstanz) in der Universität Hamburg.

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Mitschnitt aus dem GOLEM vom 10. November 2013. Moderation: Oliver Tolmein

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