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Posts Tagged ‘Friedrich Hölderlin’

Heute vor 250 Jahren wurde der Dichter Friedrich Hölderlin geboren. Es ist das Jahr, in dem William Wordsworth geboren wurde, das Jahr in dem Thomas Chatterton starb. Nach seinem kurzen Aufenthalt in Bordeaux, der in dem Gedicht Andenken nachklingt, ist Hölderlin der Welt abhanden gekommen. Es wäre ein schreckliches Verzeichnis, alle die herrlichen teutschen Geister aufzuzählen, die aus solcher Lebensnoth in Krankheit, Selbstmord oder verhaßten Geschäften untergegangen sind, schreibt Achim von Arnim 1815 über Hölderlins Generation…,.. silvae

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Fortsetzung folgt: Erster Teil des Hörbuchs mit einer Einführung von Gerwig Epkes. – Hölderlins Briefroman ist einmalig in der Literatur. Es sind Briefe an fiktive Adressaten, denen er von Liebe, Philosophie und der Suche nach dem eigenen Lebensweg erzählt. hier

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Berichte aus Hölderlins zweiter Lebenshälfte im Tübinger Turm sowie seine Gedichte und Briefe sind Material für eine Aneignung, in deren Zentrum die dichterische und stellvertretend biografische Explosivkraft einer künstlerischen Randexistenz stehen, der dieses Stück u. a. mit musikalischen Mitteln wie dem Rapgesang begegnet. – SWR

 

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In einem realsatirischen Brief vom Mai 1929 betrachtet Karl Valentin seine „jetzige armselige Lage“, wobei er zugleich in allgemeineren Zusammenhängen denkt. Er betont, man könne „stundenlang über die Welt und deren Angehörige kritisieren“. Was sein eigenes Befinden angeht, liest man, wie Valentin mit bitterem Humor die Klippen der Reflexion – und der Rechtschreibung – nimmt: „Amor fati – ja, ja, nein, nein, und doch ist es so, aber genug von dem, es ist immer das gleiche, ob so oder so – ja, ja, es ist schwer, und trotzdem leicht, nicht direkt leicht, ungefähr halbschwer wenn man so sagen darf, warum soll man nicht darfen, es ist unleicht, der miesen Miseere zu entschlüpfen, man steckt eben drinn, und wenn man schon einmal drinn steckt, geht es einem genau so, wie einem, der auch drinn steckt.“ Die valentinesken Gedankenverstrickungen – erstaunlicherweise entstand der Text auf dem Höhepunkt von Valentins Karriere als Komiker – bergen Lebensweisheit…

http://untier.de/wolfgang-schroeder-vom-gaehnen-und-schlucken-des-abgrunds-ulrich-horstmann-karl-valentin-friedrich-hoelderlin-2018/

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Hölderlin ist schwierig. Sperrig, dunkel, kompliziert. Bisweilen kaum zu ertragen in seiner hochfliegenden Begeisterungsgebärde. Doch da ist noch etwas anderes. Etwas, das einen entweder packt oder zurückstößt, aber keinesfalls gleichgültig lässt: seine Sprache. Die Wucht, die Geschmeidigkeit, der Glanz und das Aufgeraute eines unerhörten, ganz eigenen Tons: Ein herzwilder, daseinsfrommer Klang, der rauschhaft pulsierend und rhythmisch jagend vorandrängt; Sturzbäche von Wörtern und Lauten, Bilderkaskaden „wie Wasser von Klippe zu Klippe geworfen“; schimmernde Dunkelheiten und gleißendes Berglicht. Und da ist vor allem eins: Das Gefühl, als gehe es in jeder Zeile, mit jedem Wort um Leben und Tod, um absolut alles, um einen kühnen Aufbruch bis an die Grenzen der sagbaren Welt und darüber hinaus.

 Vielleicht ist es das, was den Schrecken und zugleich die Faszination dieser Dichtung ausmacht: Ihr blutiger, tiefer, „heilignüchterner“ Ernst. Hölderlin geht aufs Ganze. Er will die absolute Dichtung. Den absoluten, alles erneuernden Gesang. Einen Gesang, der den Riss in der Schöpfung heilt, die Entfremdung zwischen Menschen und Göttern aufhebt, der die im Geschichts- und Kulturprozess verlorene Ureinheit von Geist und Natur, Welt und Mensch neu gründet.- br.de/radio/bayern2/wissen/radiowissen

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Geh! fürchte nichts! es kehret alles wieder. Und was geschehen soll ist schon vollendet. 

via: ketzerbrevier – https://twitter.com/come_spirit

via: st_groppen – https://twitter.com/germ469

…die christliche Zivilisation ist die Zivilisation der Stellvertretung einer hängt für die anderen am Kreuz.“ –  Heiner Müller

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nootheater

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